Kartoffel-Marktbericht KW 17-18:

'Bei Speiselagerkartoffeln herrschten kontinuierlich inländische Chargen vor'

Bei den Speiselagerkartoffeln herrschten kontinuierlich die inländischen Chargen vor. Die Verfügbarkeit reichte aus, um die kontinuierliche Nachfrage zu decken. Die Qualität überzeugte meist. Daher hatten die Vertreiber nur selten Grund, ihre bisherigen Forderungen zu modifizieren. Bei den Speisefrühkartoffeln überwogen die zyprischen und italienischen Importe. Marokkanische Nicola ergänzten, ließen hinsichtlich ihrer Qualität punktuell aber Wünsche offen, heißt im neuesten BLE-Marktkommentar.

Die Notierungen blieben oftmals konstant. In Köln sanken sie für zyprische Annabelle und italienische Sieglinde ein wenig ab. Auch in München waren manchmal leichte Vergünstigungen zu verzeichnen, was die Unterbringungsmöglichkeiten verbesserte. In Hamburg gestaltete sich der Abverkauf schwierig, denn die erhofften Nachfrageimpulse durch ein schwunghafteres Spargelgeschäft setzten in der Hansestadt nicht ein. Daher senkten die Verkäufer auch hier ihre Aufrufe.

Rheinland-Pfalz: Lagerware bis Anfang Juni erhältlich
Bei abnehmender Nachfrage nach alterntiger Ware erfolgt die Marktversorgung problemlos. Deutsche Vorjahreskartoffeln werden noch bis Anfang Juni zur Verfügung stehen. Das Angebot an früher Mittelmeerware im LEH legt bei leicht gesenktem Preisniveau dafür langsam zu. Preisimpulse werden bis zum Beginn der Frühkartoffelsaison nicht mehr erwartet. In der Pfalz müssen Flächen zum Teil immer noch frostberegnet werden, so die Landwirtschaftskammer

Niedersachsen: Lieferungen vorrangig aus dem Kühlhaus
Die Kartoffelverladungen im Land Niedersachsen fanden vorrangig aus dem Kühllager statt. Die vorwiegend festkochenden und mehlig kochenden Kartoffeln wurden teilweise stärker nachgefragt als die festkochenden Kartoffeln, berichtet der Bauernverband Nordostniedersachsen. 

Hessen: Alterntige Lagerbestände nahezu geräumt
Trotz der fortgeschrittenen physiologischen Alterung bleiben die Absortierungen im Rahmen. Das Kartoffelangebot aus der Ernte 2020 kann die Nachfrage immer noch bequem decken. Die Erzeugerpreise verharren auf Vorwochenniveau. Lediglich Premiumware erzielt relativ geringe Aufgelder. Chipsware ist knapp und gesucht, zumal die Anbaufläche im vergangenen Jahr reduziert wurde, so die hessische Landwirtschaftskammer.

Importierte Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum finden nur verhaltenes Kaufinteresse. Das liegt zum einen am preislichen Abstand zur deutschen Ware und zum anderen daran, dass heimische Kartoffeln aus sensorischen Gründen hier sehr geschätzt werden.


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