Marktbeobachtung Kartoffeln KW 15-16:

'Präsenz von Speisefrühkartoffeln dehnte sich kontinuierlich aus'

Die Präsenz von Speisefrühkartoffeln dehnte sich kontinuierlich aus. Zyprische Importe überwogen, italienische gewannen aber Marktanteile, insbesondere Sieglinde. Auch die Anlieferungen aus Marokko wuchsen, mancherorts auch recht kräftig, an. Nicola überzeugten qualitativ aber nicht durchgängig, berichtet man im neuesten BLE-Marktkommentar.

In Frankfurt tauchten Liseta aus Spanien auf die Bewerungen aus, denn diese blieben meistens stabil. Das Interesse war insgesamt recht freundlich. Bei den Speiselagerkartoffeln prägten noch immer die inländischen Chargen das Geschehen. Französische Produkte komplettierten es. Bei ruhigen und unaufgeregten Geschäften veränderten sich die Notierungen nur selten. Punktuell waren leichte Verteuerungen durchsetzbar. In Hamburg waren die einheimischen Produkte recht günstig, was einen steten Warenablauf garantierte.

Hessen: Lagerbestände gehen in drei Wochen zur Neige
Die Vermarktung von alterntigen Kartoffeln verläuft in ruhigen Bahnen. Teilweise sind die Lagerbestände geräumt bzw. dürften innerhalb der kommenden drei Wochen größtenteils endgültig zur Neige gehen. Direktvermarkter berichten von einer stetigen Nachfrage nach alterntiger Speiseware, zur Vorwoche gaben die Preise in diesem Sektor etwas nach. Bis zum Abschluss der Vermarktungssaison rechnen die Marktbeteiligten mit einer weitgehend unveränderten Marktlage, berichtet die Landwirtschaftskammer.

Durch den nass-kalten Witterungsverlauf verzögern sich die Pflanzarbeiten, dürften aber im Laufe der Woche wieder aufgenommen werden. Der Nachfrageeinbruch bei Schälkartoffeln lässt die Umsätze auf lediglich 30 % der gewohnten Mengen schrumpfen.

Rheinland-Pfalz: Erste Frühkartoffeln mitte Mai erwartet
Die Geschäfte am Speisekartoffelmarkt laufen stetig, tendenziell aber eher etwas ruhiger. Importware drängt etwas stärker in den Markt. Vereinzelt übersteigt das Angebot an französischer Speiseware den Anteil inländischer Kartoffeln im LEH. Die Entwicklung der Frühkartoffelbestände wird durch Frostperioden verzögert. Dennoch erwarten die Erzeuger erste losschalige Frühkartoffeln für den Ab-Hof-Verkauf ab Mitte Mai. Die Preise haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Wesentliche Änderungen werden, auch wegen des fehlenden Außer-Haus-Konsums, nicht erwartet, so die Landwirtschaftskammer.

Schleswig-Holstein: Kurse verweilen auf Niveau der Vorwoche
Aufgrund einiger Öffnungen der Gastronomie im Außenbereich ist der Absatz von Kartoffeln zwar leicht erhöht. Da das Angebot an Knollen insgesamt aber anhalten groß ausfällt, ergibt sich daraus kein Impuls für eine Preisanhebung. Die Kurse verweilen auf dem Niveau der Vorwochen. Die Absortierungen steigen mit der Dauer der Einlagerung und Qualitätsprobleme führen zu Preisabschlägen, so die Landwirtschaftskammer.

Zusätzlich steigt das Angebot an Importfrühkartoffeln aus Ägypten, Israel und Zypern im LEH. Dies bedeutet in der Tendenz enge Grenzen für Preisanpassungen.  Das kühle Wetter bringt mit sich, dass die Spargelsaison noch etwas auf sich warten lässt. Von daher blieb bisher auch eine in dem Zusammenhang stehende Nachfragebelebung bei Kartoffeln aus. Geringe Bodentemperaturen haben die Auspflanzungen zusätzlich weiter verzögert. Daraus könnte sich ein späterer Frühkartoffelerntestart ergeben, so dass alterntige Knollen noch länger verkauft werden können.

Niedersachsen: Ausgeglichener Marktverlauf
Der Marktverlauf im Land Niedersachsen verhielt sich weiterhin ruhig, berichtet der Bauernverband Nordostniedersachsen im wöchentlichen Kommentar. Notierungen und Nachfrage blieben etwa gleich bei einem ausreichenden Angebot.


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