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Ein Jahr Coronakrise:

"Erneute Verschärfungen nicht auszuschließen"

In diesem Monat jährt sich der Beginn der Coronakrise in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Kaum jemand hatte im März 2020 dieses Ausmaß der Pandemie erwartet, heute stehen wir vor Problemen bei den Impfungen und steigenden Infektionszahlen und somit der Möglichkeit eines weiteren Lockdowns. Gestern Nachmittag hatte das Organisationsteam der Fruit Logistica die Absage der diesjährigen Ausgabe verkündet - ein Signal das die Situation des deutschen Obst- und Gemüsehandels treffend zusammenfasst. Auch das Jahr 2021 wird wohl im Zeichen des Virus stehen.

Fruit Logistica 2021 abgesagt
Mehr als 600 Firmen aus Europa und dem Rest der Welt waren bereits für die Messe registriert. "Die Aussichten auf internationale Geschäftsreisen nach Berlin und große Face-to-Face Zusammenkünfte sind schlecht. Unter diesen Umständen ist es schlichtweg unmöglich sich persönlich zu treffen“, heißt es seitens der Organisatoren der Leitmesse der Obst- und Gemüsebranche.

Sachsen: 'Erneute Verschärfungen nicht auszuschließen'
Im ostdeutschen Raum gehen die Corona-Zahlen seit etwa einer Woche wieder durch die Decke. Vor allem im Land Sachsen verzeichnen die Zahlen einen erneuten Anstieg. "Bis vor einer Woche hatte man gute Hoffnung auf eine baldige Lockerung und eventuelle Wiederöffnung, mittlerweile hat sich die Stimmung allerdings spürbar verschlechtert. Erneute Verschärfungen und sogar ein harter Lockdown sind aus meiner Sicht nicht auszuschließen", erläutert ein regionaler Fruchtgroßhändler. 

Preisaufschläge bei Obst und Gemüse
Viele Lebensmittel seien während der Krise teurer geworden, darunter auch Obst und Gemüse. Das zeigen Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), laut Business Insider. Der allgemeine Preisaufschlag bei Gemüse betrug im Schnitt um 26,3 Prozent und bei Obst um 14,2 Prozent.

Währenddessen sind Zwiebeln (-18 Prozent) und Weißkohl (-18 Prozent) billiger geworden. Diese Produkte stammen aus Lagerbeständen und dürfen nun Platz machen. Auch Kartoffeln kann man viel billiger kaufen als noch im Vorjahr (-12 Prozent). Hier fiel zum einen die Ernte 2019 sehr gut aus, zum anderen fehlt der Bedarf bei der Gastronomie für Pommes frites und Co. 

Was bleibt?
Je länger die Krise andauert, desto mehr werden sich die Veränderungen wohl zur Normalität entwickeln. Das 'neue Normal', von dem seit einem Jahr die Rede ist, kann jedoch wohl erst erreicht werden, wenn das Virus unter Kontrolle gebracht wurde.

"Wir rechnen damit langfristig weniger zu reisen, da die Branche sich in der Zwischenzeit an digitale Alternativen zum persönlichen Gespräch gewöhnen konnte. Allgemein rechnen wir damit, dass die Menschen öfter von zuhause arbeiten, was einen Einfluss auf die Strukturierung von Arbeitsplätzen haben wird", so ein Akteur der Branche. "Wenn alle Informationen digital verfügbar sind und man eh kein Papier mehr braucht kann man vom Laptop und dem Handy aus von überall aus arbeiten."


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