Lutz Siebrecht (Wirth & Co GmbH) zur laufenden Zitrussaison

"Ruhiger Zitrusmarkt wegen frühlingshaftem Wetter"

Die plötzlich steigenden Temperaturen der letzten Woche haben sich entsprechend auf den Zitrusmarkt ausgewirkt. "Die Nachfrage bei Zitrusfrüchten ist wegen dem frühlingshaftem Wetter spürbar ruhiger geworden bei einer gleichbleibenden Mengenverfügbarkeit", kommentiert Lutz Siebrecht, Mitgeschäftsführer der Stuttgarter Großhandelsfirma Wirth & Co GmbH, auf Nachfrage.

Trotz des rückläufigen Bedarfs blickt der Fruchtgroßhändler bisher auf eine erfolgreiche Zitruskampagne zurück. "Es wurden durchgehend erfreuliche Mengen verkauft, vor allem in der Vorweihnachtszeit. Da wir weniger in die Gastronomie liefern, haben die Schließungen uns kaum getroffen. Stattdessen haben die Abverkäufe in den Sparten LEH und Facheinzelhandel spürbar geboomt. Nur im Bereich der Wochenmärkte haben wir aufgrund des Kälteeinbruchs die letzten Wochen generell etwas weniger verkauft."

Nadorcott & Clemenules
Auch in Zeiten von Corona konnte die Warenversorgung aus den südeuropäischen Bezugsländern etwa aufrechterhalten bleiben. "Am Anfang der Krise hat man in Spanien entsprechende Ausfälle verzeichnet, weil zu wenig Personal zur Verfügung stand. Man hat die Situation aber relativ zügig gemeistert, wonach kontinuierlich gleichbleibende Mengen ohne große Verzögerungen geliefert wurden", erklärt Siebrecht.

Absatzseitig habe man ebenfalls kaum Veränderungen gespürt, weshalb sich die Zitruskampagne ohne große Auffälligkeiten entwickelte. Siebrecht: "Spanische Clementinen werden im Vergleich zu den Orangen nach wie vor stärker frequentiert. Die frühen Clementinen sind dabei traditionell etwas weniger gefragt, erst ab dem Saisonstart bei den Clemenules steigt die Nachfrage beträchtlich an. Mittlerweile sind wir bei den Nadorcotts angelangt: Diese werden im Vergleich zu den Clemenules etwas hochpreisiger gehandelt, sind allerdings ebenfalls sehr beliebt beim Kunden."

Gute Ausgangsposition für Orri-Clementinen
Währenddessen stoßen seit einigen Wochen auch größere Mengen an israelischen Orri-Clementinen auf den Markt. "Diese liegen im Verkauf bei 2,50 Euro/kg, etwa ähnlich wie erstklassige Nadorcotts, sind aber etwas beliebter beim Abnehmer. Normalerweise können die Orri-Clementinen bis Ende Mai angeboten werden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass jetzt in Zeiten von Corona mehr Mengen am lokalen Markt benötigt werden. Dies würde sich dann wiederum entsprechend auf unsere Märkte auswirken."

Abgerundet  wird das Zitrussortiment der Wirth & Co GmbH durch Zitronen und Grapefruits. "Konventionelle Zitronen aus Spanien werden aufgrund der Gastro-Schließung offensichtlich weniger gebraucht, Bio-Zitronen sind hingegen auf gleichem Niveau. Grapefruits sind in den letzten Jahren zu einem Randartikel geworden und werden fast ausschließlich aus Spanien angeboten, weil Florida-Ware wegen der Zollproblematik nur sehr teuer gehandelt wird."

Zukunft des Stuttgarter Großmarktes
Das Traditionsunternehmen am Stuttgarter Großmarkt sei bisher mit einem blauen Auge davongekommen. "Wir sind gespannt wie sich die Corona-Situation weiterentwickeln wird. Obwohl vielleicht nicht in dem Ausmaß wie früher, bin ich der Überzeugung dass der Großmarkt auch in Zukunft ein wichtiger Handelsplatz bleiben wird", heißt es abschließend. 

Weitere Informationen:
Wirth & Co GmbH
Lutz Siebrecht & Rolf Krauter 
Telefon: +49 711 4860480
Telefax: +49 711 48604858
E-Mail: info@wirthfrucht.de  
www.diesuessesusi.de/marke/    


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