Jesús Abenza, Geschäftsführer von Alimer (Murcia, Spain):

"Wir dachten, dass der Brokkolikonsum in Europa einen neuen Höhepunkt erreicht"

Seit Beginn der Pandemie ist der Obst- und Gemüsekonsum in Spanien gestiegen. Laut der neusten Daten des Food Consumption Panel des Ministeriums für Agrarkultur, Fischerei und Lebensmittel für November 2020, ist der Konsum im Vergleich zur gleichen Zeit im Vorjahr um 10 Prozent gewachsen. Die Zahlen zeigen, dass die spanischen Verbraucher sich immer mehr für eine gesunde Ernährung interessieren.

Allerdings gibt es eine Gemüsesorte, die in den vergangenen 10 Jahren unabhängig von der Pandemie immer beliebter geworden ist: Brokkoli. Der Konsum ist in Spanien um 900 Prozent gewachsen, von 200g pro Kopf in 2010 auf 2kg pro Kopf. Das zeigen Daten der +Brócoli association. 

"Brokkoli liegt voll im Trend", sagt Jesús Abenza, Geschäftsführer von Alimer, einem Unternehmen aus Murcia. "In ganz Europa ist der Konsum hoch. Vor allem osteuropäische Länder wie Ungarn, Rumänien, Tschechien oder die Slowakei essen viel Brokkoli", sagt er. "Wir dachten deswegen, dass der Brokkolikonsum in diesem Jahr einen Höhepunkt erreichen würden, aber es gibt noch Luft nach oben."

Jesús sagt, dass es Dank der harten Arbeit des spanischen Sektors und der Werbemaßnahmen möglich ist, durchgehend eine gute Qualität auf dem europäischen Markt anzubieten. "Brokkoli hat sich inzwischen nicht nur als saisonales Produkt etabliert, sondern als Grundnahrungsmittel. Deswegen bieten wir ihn das ganze Jahr über an. Um das zu ermöglichen, haben wir unsere Anbauflächen in einem Umkreis von 120-130km um unser Warenhaus angelegt, sodass sie in verschiedenen Mikroklimazonen liegen. Wir bauen den Brokkoli auf 5m über dem Meeresspiegel, aber auch auf 1.100m über dem Meeresspiegel an. So können wir unseren nationalen und internationalen Kunden ein ganzjähriges Angebot bieten."

Das Unternehmen ist die erste große Kooperative in der Region Murcia und baut jährlich 50 Millionen Kilo Brokkoli an, der aus der eigenen Aufzucht stammt. Damit ist Alimer einer der größten Gemüseproduzenten in ganz Europa. "Die Sorten, die wir pflanzen, ermöglichen uns, jederzeit ein gutes Angebot mit einer guten Qualität liefern zu können", sagt Jesús. Allerdings spielt das Wetter dabei immer eine große Rolle und darüber haben wir natürlich keine Kontrolle."

Durch den Klimwandel stehen wir vor ganz neuen Herausforderungen. Nachdem das vergangene Jahr recht warm geendet hat, ist der Januar mit einer Kältewelle gestartet. Deswegen hatten wir einige Wochen lang nur ein ziemlich begrenztes Angebot. Darauf folgten dann einige Wochen mit milden Temperaturen. "Auch wenn wir zu dieser Zeit des Jahres auch schon in den Vorjahren Frost hatten, sollten wir nicht vergessen, dass es bis Anfang März ganz normal ist, wenn es noch einmal friert. Beispielsweise sind in Italien die Temperaturen gerade drastisch gesunken und ich weiß nicht, ob das hier nicht vielleicht auch passiert. Wegen dieser Unberechenbarkeit, arbeiten wir ausschließlich mit kurzfristigen Prognosen."

Bio-Brokkoli
Bio-Brokkoli spielt bei Alimer eine immer wichtigere Rolle. Das Produkt ist von November bis Ende Mai erhältlich. So können die Zielmärkte beliefert werden, wenn sie keine Eigenproduktion haben.

"Wir haben mehr als 4 Millionen Kilo Bio-Produktion. Zurzeit entspricht das ungefähr 8 bis 9 Prozent unserer Gesamtproduktion. Unser Ziel ist es aber, diesen Anteil auf 15 bis 20 Prozent zu vergrößern", sagt der Geschäftsführer.

Für weitere Informationen: 
Jesús Abenza
Alimer S.Coop.
Camino de Villaespesa, s/n. Lorca, Spain
T: +34 968 460 812
j.abenza@alimer.es
www.alimer.es


Erscheinungsdatum:



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