Gartenfrisch Jung zum portugiesischen Anbau und Convenience-Markt

"Nachfrage verlagert sich von To Go-Artikeln zu Salatbeuteln"

Während viele deutsche Erzeuger versuchen deren Kulturen vor Frost und Schnee zu schützen, wird im portugiesischen Coruche schon fleißig geerntet. Am dortigen Standort des deutschen Gemüse-Verarbeiters Gartenfrisch Jung werden seit November tonnenweise Salate für die Convenience-Herstellung geschnitten. Doch Corona und der aktuelle Kälteeinbruch machen sich auf der iberischen Halbinsel bemerkbar, bestätigt Dieter Jung, Anbauleiter beim Unternehmen.

Rechts: Taufrische Salate gedeihen im portugiesischen Coruche.

Der ungewöhnlich kalte Januar habe auch der portugiesischen Landwirtschaft zu schaffen gemacht. "Durch den Niederschlag und die kalte Witterung haben wir weniger Menge als üblich ernten können", so Jung auf Nachfrage. Erste Schätzungen zufolge liegt der Gesamtertrag um 20-30 Prozent unter der Vorjahresmenge. "Vor allem beim Romana- und Eissalat haben wir beträchtliche Ertragseinbußen gelitten."


Trotz leichter Verzögerung wurden die ersten Zuckermais-Felder bereits ausgesät.

Zuckermais: Leichte Verzögerung der Aussaat 
Mitte November wurden die ersten südeuropäischen Salate nach Deutschland distribuiert, Ende April-Anfang Mai soll es voraussichtlich die letzten Partien aus portugiesischem Anbau geben, meint Jung. "Mittlerweile sind wir auch in die Aussaat des Zuckermais gestartet. Wegen dem Niederschlag werden wir aber voraussichtlich erst im Laufe der Woche die meisten Felder aussäen können." Erste Partien des Zuckermais werden normalerweise Ende Mai auf den Markt stoßen.

Erneute Flächenausdehnung
Seit etwa 10 Jahren verfügt die Unternehmensgruppe Jung über einen eigenständigen Standort in Portugal. Die damals um 70 ha große Anbaufläche ist mittlerweile mehr als verdreifacht und umfasst nun insgesamt ca. 230 Hektar. "Dieses Jahr werden wir unsere Anbaukapazität erneut ausweiten, denn es werden weitere 60 ha angepflanzt", erläutert Jung.


Die Nachfrage im Convenience-Bereich hat sich seit Beginn der Krise komplett geändert

Verlagerung der Nachfrage
Trotz der geplanten Kapazitätserweiterung spürt man auch bei der Gartenfrisch Jung die Folgen der heutigen Corona-Krise. "Die Nachfrage hat sich von den To Go-Artikeln, etwa Salatbowls, in den Schnittwarebereich verlagert. Das heißt, unsere Salatbeutel werden nun verstärkt nachgefragt, weil mehr zuhause gekocht wird. Dementsprechend sind wir auch dabei unsere Produktauswahl in diesem Bereich auszubauen um den wachsenden Bedarf zu decken."

Weitere Informationen:
GARTENFRISCH Jung GmbH
Dieter Jung
Hermann-Jung-Straße 2
74249 Jagsthausen
Telefon: 07943/ 8 93-0
Telefax: 07943/ 8 93-1 90  
E-Mail: info@gartenfrisch.de  
Internet: www.gartenfrisch.de  


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