Gemüseproduktion Zorbau baut Deutschlands erste Piccolo-Tomaten unter FULL-LED an

"Unsere Vision: die Qualität verbessern und Energiekosten sparen, durch Zukunftstechnologie im Bereich Kunstlicht"

Die Gemüseproduktion Zorbau, ein Joint Venture der Gemüsering-Gruppe und der Firma Böhmer aus Mönchengladbach, betreibt seit 2018 ein 7,2 ha großes Tomatengewächshaus in Lützen bei Leipzig. Durchgängig mit herkömmlichen Natriumhochdrucklampen (HPS) ausgestattet, zählt es zu einem der größten voll beleuchteten Gewächshäuser in Deutschland.

Zur Produktion von Piccolo-Tomaten und anderen Premiumsorten aus deutschem Anbau, wurde das Gewächshaus 2020 um weitere 1,36 ha erweitert und die Entscheidung getroffen, die neue Ernte mit der innovativen Full-LED Technologie zu beleuchten.

Das Zorbau-Gewächshaus bezieht bereits seinen gesamten Energiebedarf aus einem innovativen Mikrogrid, das dauerhaft nachhaltigeren Strom liefert. Doch die Kosten für diese Energie sind im Vergleich zu anderen Ländern immer noch sehr hoch, weshalb die Energieeffizienz des gesamten Gewächshausbetriebs so hoch wie möglich sein muss.

„Um die ganzjährige Qualität zu liefern, die für die neuen Tomatensorten erforderlich ist, wird viel Licht benötigt. HPS würden zu viel Energie verbrauchen und zu viel Wärme erzeugen, daher setzen wir auf LED. Wir waren der Meinung, dass die Hyperion 3k Leuchte die beste Lösung bietet, da sie die gleiche Anzahl an LED-Leuchten wie im HPS-Bereich des Gewächshauses verwendet, aber über 40 % mehr Licht liefert und 20 % weniger Energie verbraucht“, erläutert Dr. Lukas Scholz, Geschäftsführer der Gewächshausbetriebe des Gemüsering.


Thomas Henniger (links) und Dr. Lukas Scholz

Jetzt, da die Pflanzen voll ausgewachsen sind und die ersten Ernten eingebracht wurden, hat sich Hyperion-Direktor Jonathan Barton mit dem Betriebsleiter in Zorbau, Herrn Thomas Henniger unterhalten, um seine ersten Eindrücke vom Anbau unter FULL-LED zu erhalten.

Warum haben Sie sich bei der Gewächshauserweiterung für LED entschieden?
„Unsere Vision war es, die Qualität zu verbessern und Energiekosten zu sparen, indem wir die Zukunftstechnologie im Bereich Kunstlicht nutzen. Wir haben uns für eine FULL-LED-Installation und gegen eine Hybridinstallation mit HPS entschieden, weil wir glauben, dass FULL-LED die Zukunft sein wird. Wir wollten keine Zeit verlieren und haben uns dafür entschieden, Erfahrungen im Anbau von Tomaten unter Voll-LED-Bedingungen zu sammeln.“

Haben Sie Änderungen an der Kulturführung unter 100 % LED vorgenommen?
„Unsere Kulturberater empfehlen, mit 1-2 Grad höherer Durchschnittstemperatur im Vergleich zu HPS zu kultivieren. Wir haben gute Ergebnisse beim Anbau mit dieser Einstellung erzielt. Abhängig von der Anbausituation verwenden wir manchmal mehr und manchmal weniger Beleuchtungsstunden im Vergleich zur herkömmlichen HPS Beleuchtung. Aufgrund des verbesserten Lichtniveaus ist zudem eine höhere Pflanzendichte möglich, dies hängt aber immer von der Sorte ab.“

Sie haben viele neue Tomatenkulturen unter HPS angebaut, wie ist das Pflanzenwachstum im Vergleich unter LED?
„Wir sehen unter LED mehr Stabilität in der Blüte und die Blattlänge ist im Allgemeinen etwas kürzer. Das ergibt ein schönes generatives Gleichgewicht und führt zu einer höheren Qualität der Früchte. Direkt unter den LED-Modulen sieht man etwas mehr Veranlagung für Blattspitzen, vergleichbar mit tiefen Reflektoren bei HPS. Für ein gutes Klima unter LED wird mehr Wärme benötigt. Durch den geringeren Wärmeeinfluss der LED-Module im Vergleich zu HPS ist das Klima unter LED stabiler, vor allem wenn man einen Energieschirm verwenden kann. Mit nur 5 % Weißlichtanteil in unserer LED-Anlage ist es an dunklen Wintertagen ohne Licht von außen eine Herausforderung, die richtige Farbe der Tomaten zu ernten.“

Haben die ersten Tomaten die von Ihnen erwartete Qualität erreicht?
„Ja, mit der jetzt erreichten Fruchtqualität können wir wirklich zufrieden sein. Vor der ersten Ernte waren wir natürlich etwas nervös, ob alles so läuft, wie wir es erwartet haben. Aber jetzt sehen wir, dass wir ein höheres Qualitätsniveau als bei HPS erreichen.“

Für weitere Informationen:
Gemüseproduktion Zorbau GmbH
Patterken 12
06686 Lützen OT Zorbau
Telefon: +49 (0)34441 44933‬-0
E-Mail: info@gemueseproduktion-zorbau.de 
Web: www.gemueseproduktion-zorbau.de 


Erscheinungsdatum:
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