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Erzeuger und Händler Florian Jochims zur diesjährigen Saison

"Mehrabsatz bei Steckrüben führt zu relativ frühem Saisonausklang"

In den letzten Jahren ist das Interesse der Verbraucher an Speiserüben wieder gestiegen, berichtete der RLV letzte Woche. Das spiegelt sich in den diesjährigen Verkaufszahlen wieder, bestätigt Steckrüben-Erzeuger und -Händler Florian Jochims. "Wir haben keine Nachteile von Corona gespürt. Im Gegenteil: Wir haben vor allem in der ersten Saisonhälfte mehr verkaufen können."

Aufgrund des raschen Lagerabbaus und der guten Verkaufszahlen im LEH wird die Saison dieses Jahr um wenige Wochen früher zu Ende gehen, so Jochims. "Normalerweise können wir ab Juli bis in den März oder sogar April hinein deutsche Ware liefern. Die letzte Lagerware der diesjährigen Saison wird aus heutiger Sicht aber in etwa drei Wochen ausgeliefert werden."


Rodearbeit auf dem Feld

Knollensellerie: Regionale Erzeugnisse im Trend
Außer Steckrüben bietet der Dithmarscher Gemüsehändler auch Knollensellerie aus Eigenanbau an. Auch in dieser Geschäftssparte werden zufriedenstellende Absatzzahlen verzeichnet, beobachtet Jochims. "Der Absatz liegt etwa auf gewohntem Niveau. Wir haben unsere Anbaukapazität die letzten Jahren tendenziell erweitert, damit wir länger deutsche Ware anbieten können. Holland ist nach wie vor führend und gibt den Preis an. Deutscher Knollensellerie liegt jedoch im Trend, vor allem wenn man gute Qualitäten auf den Markt bringt."


Blick aufs Gemüsefeld in der Region Dithmarschen.

Holländische Ware ist in der Regel 12 Monate im Jahr zu haben, die deutsche Saison dauert hingegen etwa vom August bis Mai. "Wir versuchen durchaus so früh wie möglich auf den Markt zu kommen, Nach hinten raus ist es aber etwas einfacher die deutsche Saison ein wenig zu verlängern. Da gibt es für uns Erzeuger und Händler etwas bessere Chancen", erläutert Jochims. 

Lieferverzögerungen bei britischer Importware
Außer einem leicht unterdurchschnittlichen Weihnachtsgeschäft sei der Wurzelgemüse-Markt von corona-bedingten Umsatzeinbußen verschont geblieben. Umso relevanter für das Handelssegment sei das Brexit-Abkommen, betont Jochims, der nach Abschluss der deutschen Steckrübenkampagne zum Teil auf Importware aus Großbritannien angewiesen ist. "Normalerweise trifft die Ware innerhalb von drei bis vier Tagen nach der Verladung bei uns ein, aktuell müssen wir mit Lieferzeiten um 14 Tage rechnen. Das ist natürlich eine erhebliche Lieferverzögerung. Andererseits befinden wir uns in einer Übergangsphase, es ist also schwierig zu beurteilen ob sich die Lage in Sachen Agrarimporte noch einigermaßen entspannen wird."

Wachstumspotenzial für Wurzelgemüse vorhanden
Alles in allem sieht Jochims der Zukunft der beiden Warenkategorien besonders positiv entgegen. "Vor zwei Jahren rechnete ich bereits mit steigenden Verkaufszahlen (FreshPlaza berichtete). Dies war eine richtige Prognose. Regional erzeugtes Gemüse ist auf dem Vormarsch und der Handel hat den Abverkauf mit kleineren Abpackgrößen und Produktkonzepten erfolgreich fordern können. Ich sehe auch ganz klar weiteres Wachstumspotenzial: Aus meiner Sicht wird der Absatz auch in den nächsten Jahren allmählich steigen."

Weitere Informationen:
Jochims Steckrüben-Handels-GmbH & Co. KG
Florian Jochims
Hohe Str. 1
25704 Elpersbüttel
+49 4832 2287
f.jochims@gmx.de  


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