Geoff Green, Capespan:

"Verzögerungen sorgen für unerwartete Knappheit auf dem Traubenmarkt"

"Für Europa ist Südafrika mit Abstand der beliebteste Anbieter von kernlosen Trauben. Zwischen Oktober und Ende Dezember verteilen sich die Exportmengen wie folgt: 33 Prozent Peru, 28 Prozent Südafrika, 20 Prozent Namibia und 18 Prozent Brasilien", erklärt Geoff Green von Capespan.

"In den Wochen 1 und 2 ändert sich das dann. Dann gehen 82 Prozent der südafrikanischen kernlosen Trauben nach Europa und Großbritannien. Danach kommt Peru mit einem Anteil von 10 Prozent. Der Rest wird zwischen Namibia, Indien und Brasilien aufgeteilt. Argentinien exportiert im gleichen Zeitraum, allerdings nur kleine Mengen."

Zwischen den Wochen 35 und 53 lagen die Traubenexporte nach Europa schätzungsweise bei 117.000 Tonnen. Mengen, die nach Russland gingen, sind nicht in der Zahl enthalten. Außerdem wurden  in dieser Zeit 53.000 Tonnen nach Großbritannien exportiert. Dementsprechend waren es insgesamt 170.000 Tonnen, die nach Europa geliefert wurden. "Wir kommen jetzt in die Hochsaison für importierte Trauben, das ist die Zeit zwischen Januar und Mai. Bis Ende Februar werden wir voraussichtlich 17.000 Tonnen kernlose Trauben nach Europa exportieren. 11.600 Tonnen gehen dann ans Festland und noch einmal 5.400 Tonnen nach Großbritannien", sagt Geoff. "Wir können die Mengen ganz gut schätzen, weil wir nach den Mengen im letzten Jahr gehen."

"Die größten Mengen haben wir im März und April. In diesen Monaten werden wir voraussichtlich 23.000 Tonnen pro Woche haben. 16.000 Tonnen davon gehen auf das europäische Festland und 6.900 Tonnen nach Großbritannien. Also exportieren wir in diesen zwei Monaten etwas weniger als 23.000 Tonnen pro Woche", sagt Geoff. "Wenn wir uns die Saison anschauen, dann sind wir ein wenig schneller als im letzten Jahr aber ungefähr genau so weit fortgeschritten wie zur gleichen Zeit in 2019. Einige Transporte aus Namibia und Südafrika haben sich leicht verspätet, weshalb es im Markt zu Engpässen gekommen ist."

COVID-19
"Covid-19 hatte bisher keinen allzu großen Einfluss auf den Traubenmarkt. Anhand der Importzahlen sieht man, dass Indien die Exporte im vergangenen Jahr wegen der Corona Maßnahmen einstellen musste. Allerdings hat das Angebot nach Europa zugenommen. Die Bauern in Namibia haben bessere Erträge erzielt und das gleiche gilt für die frühen südafrikanischen Regionen. Die meisten Märkte sind zurzeit ziemlich stabil und die Traubenverkäufe laufen normal. Bei den Verbrauchern stehen Trauben allerdings nicht ganz oben auf der Einkaufsliste", sagt Geoff.

Verspätungen
Es gibt ziemlich viel Konkurrenz auf dem Traubenmarkt, aber durch die Verspätungen ist es zu ungeplanten Engpässen auf dem Markt gekommen. "Von Oktober bis November ist mehr Konkurrenz auf dem Markt, weil Brasilien und Peru sich noch etwas gedulden müssen, bis die späten EU Sorten reif sind, sie können später geerntet und länger gelagert werden", sagt Geoff. Selbst Länder, die vorher keinen Zugang zu neuen Sorten hatten, pflanzen inzwischen neue Sorten. "Das sind vor allem Ägypten, Indien und Chile. Diese Länder haben ziemlich langsam angefangen, aber inzwischen haben sie wirklich aufgeholt."

Weltweit
"Wenn wir uns die globalen Traubenstatistiken anschauen, dann sehen wir, dass China mit einem Anteil von etwa 43 Prozent an der globalen Produktion, was 23 Millionen Tonnen jährlich entspricht, der weltweit größte Traubenproduzent ist. Auch die Türkei und Indien sind ziemlich große Produzenten, aber in diesen Ländern werden die meisten Früchte auf dem lokalen Markt verkauft oder vor Ort weiterverarbeitet. Die chinesische Produktion ist zehn Mal größer als die chilenische Produktion und das obwohl vorher Chile der größte Traubenproduzent war. Jährlich werden etwa 3,7 Millionen Tonnen qualitativ hochwertiger Trauben auf dem Weltmarkt verkauft. Diese Zahl ist seit langer Zeit ziemlich stabil", sagt Green abschließend.

Für weitere Informationen:
Geoff Green
Ben Taieb
Capespan 
Borsbeeksebrug 34/1
2600 Antwerpen
Ben.Taieb@capespan.eu 
+32486400365 ( whatsapp)
Geoff.Green@Capespan.co.uk  
+447802816533 (whatsapp)
www.capespan.com 


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