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Manuel Kölbl (Früchte Kölbl) zu Herausforderungen im Frischehandel

"Inflatorische Preisrallys im Tagesgeschäft und immense Warenengpässe"

Der Frischehandel befindet sich in spannenden Zeiten: Parallel zur andauernden Corona-Problematik kam es aufgrund der Witterung in Spanien und Südeuropa in den letzten Wochen zu Versorgungsengpässen und Preisaufschlägen. Wie meistern mittelständische Fruchthändler diese große Herausforderungen? Manuel Kölbl, dritte Generation des gleichnamigen Fruchtgroßhandels, klärt auf. 

Rechts: Trotz der Witterung bekommt die Firma Kölbl wie gewohnt frischen, spanischen Eissalat geliefert.

Auch an der Firma in Bischofsmais (Niederbayern) ging die prekäre Wettersituation der vergangenen Tage in den spanischen Erzeugerregionen nicht spurlos vorüber. "Mittels vorausschauender, rascher Adaptionen in puncto Logistik konnten wir die unweigerlichen Warenengpässe aber bereits im Vorfeld, in enger Zusammenarbeit mit unseren Anbaupartnern, glätten. Während dieser angespannten Phase treten Begriffe wie „Force Majeure“ in Kraft. Die Folge davon sind exorbitante, teils inflatorische Preisrallys im Tagesgeschäft. Vielerorts endet das auf den Großmärkten alltägliche 'Preisabstechen' in immensen Warenengpässen und kompletten Lücken, wie es zuletzt bei Eissalat und Gurken der Fall war", so Kölbl.

Prinzipiell stellen diese periodisch auftretenden Kälteeinbrüche und Warenengpässe für das flexible Fruchtprofi-Team kein Hindernis dar. Kölbl: "Auch im Jahr 2017 konnten wir die Versorgungsengpässe sehr gut deckeln, wobei die damalige Wetterfront nicht nur in Spanien Halt machte, sondern auch große Anbaugebiete Italiens regelrecht verwüstete. Wir haben in dieser schwierigen Zeit sogar den ein oder anderen Mitbewerber vor Warenlücken bewahrt und mit bunten Salaten aus Verona bedient."


Manuel Kölbl (l) steht zusammen mit den Eltern am Ruder des Familienunternehmens. / Bild: Früchte Kölbl

Planungssicherheit in der Fruchtbranche
Ganzjährige Kontinuität, sowie ein nachhaltiger Lieferantenkontakt auf Augenhöhe, sind die dominierenden Faktoren während dieser Zeit und beeinflussen die Lieferfähigkeit signifikant, betont der junge Fruchthändler. "Wir setzen hier auf die langjährige und direkte Zusammenarbeit mit unseren regionalen und ausländischen Erzeugerpartnern. Gemeinsam ausgearbeitete Programme und Abnahmemengen schaffen Planungssicherheit für beide Seiten. Sie lassen Preisspitzen weitestgehend an uns passieren und sind Ausgangsbasis unserer Lieferbeständigkeit. Das heißt, trotz und gerade während dieser brisanten Situation, profitieren unsere Kunden einmal mehr von unserer Stärke, einem langjährigen, partnerschaftlichen europaweiten Lieferantennetzwerk und werden von uns weiterhin mit gewohnter Qualität und Quantität versorgt."

Außer den aktuellen Wetterextremen in den Erzeugerländern war das vergangene Jahr 2020 corona-bedingt spannender denn je, sagt das Management rückblickend. "Der weiter anhaltende Lockdown und die damit verbundene Schließung der Gastronomie und Hotellerie stellt für viele Zulieferer natürlich eine große Herausforderung dar. Auch wir generieren einen großen Teil unseres Umsatzes mit dem Geschäftsfeld der Gastronomie. Der 'Run' bei den Wiederverkäufern auf den Wochenmärkten und im LEH kann dieses Defizit nur in geringem Maß kompensieren."


Blick auf den Fuhrpark: Die Fahrzeugflotte wurde neulich um 4 LKWs erweitert. / Bild: Früchte Kölbl

Zunehmende Wertschätzung für O&G
Letztendlich könne man aber durchaus positive Trends ablesen, welche das 1968 gegründete Familienunternehmen vielversprechend in die Zukunft blicken lässt, fährt Kölbl fort. "Das Verhältnis zu gesundheitsbewusster Ernährung lebt in der Gesellschaft neu auf und die Wertschöpfung von frischem, regionalem Obst und Gemüse legt weiter zu. Außerdem zeigen uns die zurückliegenden Sommermonate, wie hoch die Nachfrage nach Urlaub und Erholung in Deutschland, insbesondere im Bayerischen Wald ist. Viele unserer Kunden konnten während dieser Zeit der Öffnung sogar einen deutlichen Anstieg der Übernachtungszahlen verzeichnen."

Man habe die bisherige Corona-Zeit innovativ genutzt und unter anderem den Fuhrpark um 4 neue Kühl-LKWs erweitert. "Wir stehen also gut gerüstet in den Startlöchern und freuen uns schon jetzt auf die sicherlich sehr gute Zeit nach dem Lockdown", heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Früchte Kölbl e.K.
Manuel Kölbl
Tel.: +49 (9920) 12 13
Fax: +49 (9920) 90 23 23
E-Mail: manuel@fruechte-koelbl.de
www.fruechte-koelbl.de 


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