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Alberto Casanova von Frutas Manzano über spanisches subtropisches Obst

"Wir haben Glück, dass wir ein Nischenprodukt haben, das nicht viele Bauern anbauen"

An der Costa Tropical in Granada und in Teilen der Axarquía von Malaga werden vor allem Cherimoyas angebaut. Spanien ist auf dem besten Weg, der weltweit größte Produzent für das Obst zu werden, das ursprünglich aus Südamerika kommt.

"Die Cherimoya Saison geht von September bis Mai", sagt Alberto Casanova, Leiter der Abteilung für Import und Export bei Frutas Manzano. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Granada und hat sich auf subtropisches Obst spezialisiert. Das Steckenpferd der Firma sind Cherimoyas und Avocados. "Die größten Mengen haben wir zwischen Mitte September und Mitte November, denn dann ist Hochsaison. Danach steigen die Mengen erst wieder Mitte Mai. Im Moment ist die Produktion recht klein, aber wir können unsere Kunden acht bis neun Monate im Jahr mit frischen Früchten versorgen", sagt er.

Die Nachfrage war während der Saison ziemlich gut, so Alberto. "Wir haben Glück, dass wir ein Nischenprodukt haben, das nicht viele Bauern anbauen. Die Nachfrage ist immer gut. Außerdem ist das Angebot klein, also füllen wir die Lücke perfekt", sagt er.

Er sagt auch, dass die Preise von der zweiten Corona Welle und den damit einhergehenden Maßnahmen in Europa nicht wirklich betroffen waren und das obwohl diese zeitgleich mit der Cherimoya Saison in Kraft getreten sind. "Insgesamt ist der Agrarkultur Sektor und die Produkte, mit denen wir arbeiten, nicht wirklich stark von der Pandemie betroffen", sagt Alberto.

"Am Anfang der Krise sind die Preise für einige Produkte wie Avocados gestiegen, weil die Importe aus Südamerika wegen des Lockdowns sich teilweise verspäteten. Außerdem ist das Angebot insgesamt recht klein ausgefallen. Einige Teile des Sektors sind also betroffen, beispielsweise der Horeca (Hotels/Restaurants/Catering) Kanal. Viele unserer Kunden, die sonst jeden Tag oder zumindest jede Woche bestellt haben, bestellen nichts mehr. Allerdings ist die Nachfrage dafür in anderen Kanälen gestiegen und insgesamt ist der Konsum gleich geblieben."

Die Nachfrage nach Cherimoyas ist über Weihnachten gestiegen. Gena in dieser Zeit ist die Produktion aber ziemlich gering, weil Cherimoyas sehr kälteempfindlich sind. "Das ist ein großes Problem. Die Kunden wollen das Produkt genau dann haben, wenn es wirklich wenig gibt. Leider sind Cherimoyas nicht wie Avocados, die man monatelang an den Bäumen lassen kann. Man muss also genau den richtigen Zeitpunkt abpassen."

Spanische Hass Avocado Saison beginnt
Mit dem Beginn dem Beginn der Avocado Saison endet die spanische Saison für subtropisches Obst. "Jetzt fängt die nationale Avocado Ernte an. Wir haben letzten Monat schon einige Avocados geerntet, aber jetzt, seit Anfang des Jahres, haben die Avocados den besten Reifegrad", sagt Alberto. "Und jetzt steigt auch die Nachfrage auf dem Markt."

Die Importmengen aus Kolumbien, Mexiko und Chile sinken jetzt deutlich und das ist natürlich gut für die Nachfrage nach spanischen Avocados. "Außerdem verändert sich der Markt im Moment sehr, weil es diese Woche so viel geregnet hat. Die Preise steigen und wir denken, dass sie für mehrere Wochen so hoch bleiben werden, weil die Konkurrenz nach und nach vom Markt verschwinden wird. Dann kommt allerdings Peru auf den Markt", sagt er. Normalerweise ist das dann der Wendepunkt, der die Sommersaison einleitet.

"Peru kommt Ende März mit kleinen Mengen auf den Markt. Ab Mitte Mai bis Mitte Juli wird der Markt dann geradezu mit peruanischen Avocados überflutet. Wichtig ist allerdings, dass die Importe geordnet ablaufen. Wenn zu viele Avocados gleichzeitig ankommen, könnte uns das schaden, weil dadurch die Preise sinken würden."

"Es sieht so aus, als würde Peru sich auf neue Märkte wie China konzentrieren. Dort steigt der Konsum stark an. Das ist natürlich ein großer Vorteil für uns", sagt Alberto. "Wenn die Mengen auf Europa, die USA und China aufgeteilt werden und die Importe nach Europa geordnet ablaufen, können wir stabilere und angemessene Preise erzielen", sagt er.

Spanische Mangos müssen mehr beworben werden
Die spanische Mangosaison, die im September begonnen hat, ist seit November vorbei. Deswegen arbeitet das Unternehmen, das seinen Sitz in Salobreña hat, zurzeit mit importierten Mangos. "Unsere Mangos kommen aus Brasilien, obwohl allmählich die ersten Kent Mangos aus Peru kommen", sagt Alberto. "Bisher sieht es so aus als wäre die Produktion in diesem Jahr kleiner als im letzten Jahr. Das wäre natürlich gut für die Preisentwicklung, weil die Preise zu dieser Zeit des Jahres normalerweise sinken. Im vergangenen Jahr sind sie von 3 auf 2 Euro pro Kiste gefallen. Jetzt kostet eine Kiste 4 bis 5 Euro. Das ist immer noch ein unterdurchschnittlicher Preis, aber er ist in Ordnung."

In den vergangenen Jahren waren die Mangopreise relativ niedrig. Allerdings ist die Qualität im Vergleich zu den Importmangos viel besser. 

Laut Alberto Casanova muss sich der spanische Sektor deswegen umso mehr anstrengen, um die Mangos zu promoten. Denn die Mangos, die auf dem Festland gereift sind, haben wirklich eine ausgezeichnete Qualität.

"Die Supermärkte in Europa wollen die Mangos zu einem bestimmten Preis kaufen und sie tun alles dafür, damit sie genau diesen Preis bekommen. Es gibt immer verfügbare Mengen und wenn die spanische Saison beginnt, wollen sie nicht mehr zahlen. Immer mehr Kunden bevorzugen allerdings die spanischen Mangos, weil sie eine bessere Qualität haben. Sie zahlen dafür gerne 2 oder 3 Euro mehr für eine Kiste."

Es gibt schon einige Promotion Maßnahmen für die Mangos, aber bisher reichen sie nicht aus", sagt Alberto. "Es wird schwierig, für spanische Mangos höhere Preise zu verlangen, solange die europäischen Verbraucher nicht ganz gezielt nach spanischen Mangos fragen", sagt er. "Es ist eine komplizierte Angelegenheit, aber wenn wir weiterhin an der Promotion und Qualität der spanischen Mangos arbeiten, dann wird sich das irgendwann auszahlen."

Für weitere Informationen: 
Alberto Casanova 
Frutas Rafael Manzano e Hijos S.L.
Poli. Ind. "La Gasolinera", 43-44
Salobreña (Granada)
T: +34958612597
alberto@frutasmanzano.com
www.frutasmanzano.com


Erscheinungsdatum:
©



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