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Datensammlung mittels nachhaltiger Pilzzucht

Nachhaltigkeitspreis für Bremer Pilzwissenschaftler

Der Blumenthaler Wissenschaftler Thorsten Kluß von der Universität Bremen und sein Forscherteam Loopsai haben den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Forschung gewonnen. Bei dem Projekt geht es darum, mithilfe künstlicher Intelligenz nachhaltiger zu wirtschaften. Wie Thorsten Kluß der NORDDEUTSCHEN sagte, freue er sich „wie Bolle“ über den Preis. Die Auszeichnung wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung verliehen. Die Preisverleihung in Düsseldorf fand wegen der Pandemie nur in kleiner Besetzung in Präsenz statt und wurde mit acht Kameras übertragen.

Thorsten Kluß kündigte bereits an, zusammen mit den anderen nominierten Teams weiterforschen zu wollen: „Denn am Ende wollen wir alle eine nachhaltige Gesellschaft haben und nicht nur einen Nachhaltigkeitsgewinner“, erklärte er. Die für den Nachhaltigkeitspreis eingereichten Projekte ergänzten sich, sagte Kluß im Gespräch. Bundesweit hatten es, wie berichtet, nur drei Teams in der Kategorie Forschung ins Finale geschafft.

Bei dem Bremer Projekt „Loopsai“ geht es um die Schaffung eines Kreislaufs, in dem jeder Stoff weiterverwendet werden kann. Denn heute werden bei der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln oft wertvolle Stoffe weggeworfen. Der Wissenschaftler von der Arbeitsgruppe Kognitive Neuroinformatik der Universität Bremen will das mit seinen Partnern ändern.

Das Konzept für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft haben Kluß und seine Kollegin Carolin Johannsen von der Handwerkprojekt GmbH aus Osterholz-Scharmbeck gemeinsam mit den Unternehmen „Frisches Management“ und „Teikei Coffee“ aus Hamburg sowie einer Umweltingenieurin aus Darmstadt bei einem Ideenwettbewerb der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis entwickelt. Dabei soll ihre Software „Loopsai“ Betriebe automatisch in Stoffkreisläufen anordnen und Vorschläge machen, wer den Müll von anderen als Rohstoff für sich verwenden kann. „Das spart Ressourcen, Geld und entlastet die Müllentsorgung“, so Kluß.

Die Software „Loopsai“ wird bereits während der Entwicklungsphase bei einem Projekt in Hamburg-Wilhelmsburg erprobt, das nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft arbeitet. In einem Bunker züchten Kluß und seine Kollegen Speisepilze, um Daten für die KI zu sammeln. Als Nährboden will das Team den Kaffeesatz von „Teikei Kaffee“ nutzen. Die Pilze werden regional verkauft. Ihre Reste – vereinfacht gesagt: „die Wurzeln“ – dienen Insekten als Nahrungsgrundlage, die wiederum eine wertvolle Proteinquelle sind. „Was die Insekten übrig lassen, kann in einer Biogasanlage genutzt werden, um Methan zum Heizen oder Kochen herzustellen. Als Rest bleibt ein hochwertiger Dünger, der wiederum für den Anbau von Pflanzen genutzt werden kann."

Quelle: Weser Kurier


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