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Marian Masegosa von Cebollas Masegosa:

"Zwiebeln kosten im Einkauf mehr als im Verkauf"

Die Zwiebelernte in Kastilien-La Mancha ist wegen schlechter Wetterbedingungen deutlich kleiner ausgefallen, wodurch die Preise ziemlich in die Höhe geschnellt sind. Hinzu kommen die Auswirkungen der Corona Pandemie, die seit Ende Juli, also seit Beginn der Saison, deutlich spürbar sind. 

"Die Saison hat mit niedrigen Preisen zwischen 6 und 8 Cent pro Kilo angefangen. Innerhalb von nur drei Wochen haben sich diese Preise jedoch verdreifacht", sagt Marian Masegosa, CEO des Unternehmens Cebollas Masegosa aus La Mancha. "Wegen dieser Preise wurde viel spekuliert und die Warenlager waren voll mit Zwiebeln, weil jeder eine Produktknappheit befürchtete. Da aber der Horeca (Hotel/Restaurant/Catering) Kanal in Europa erneut zum Teil geschlossen wurde, ging auch die Nachfrage zurück, wodurch wiederum die Verkaufspreise sanken, die so nicht einmal mehr den Einkaufspreisen entsprachen."

Cebollas Masegosa ist ein Familienunternehmen in zweiter Generation mit Sitz in Bolaños de Calatrava, Ciudad Real, das sich vor allem auf die Vermarktung von Zwiebeln spezialisiert hat. "Das Unternehmen wurde von meinen Eltern gegründet, die ihr Obst und Gemüse damals an mehr als 200 Kunden, vor allem an Obstläden, in der gesamten Provinz Ciudad Real geliefert haben. In den letzten Jahren ist diese Form des Handels allerdings sehr schwierig geworden, weil die großen Supermarktketten den Kampf gegen die kleinen Händler gewonnen haben. Als meine Eltern in den Ruhestand gingen und ich das Geschäft übernahm, beschloss ich, das Marketing in diesem Bereich zu entschleunigen und das Unternehmen zu internationalisieren", erinnert sich Marian.

"Als erstes habe ich mit dem Export von regionalen Wassermelonen und Melonen nach Europa begonnen und dann habe ich mich in den letzten zwei Jahren mehr und mehr auf die Vermarktung von Zwiebeln spezialisiert", sagt Marian. "Im ersten Jahr habe ich rund 3 Millionen Kilo verkauft und dieses Jahr sind es trotz der Probleme auf dem Markt schon 15 Millionen."

"Wir differenzieren uns, indem wir uns auf weit entfernte und schwierige Märkte konzentrieren"
In einem Sektor mit so viel Konkurrenz ist eine gute Differenzierung der Schlüssel zum Erfolg. "Europa ist tendenziell ein übersättigter Markt, in den USA sind die Zölle sehr hoch und Indien produziert selbst genug. Hinzu kommt noch, dass Südafrika nach Europa exportiert und die Niederlande so gute Preise haben, dass wir einfach nicht mithalten können", sagt Marian.

"Deswegen beliefern wir nicht nur Supermärkte und Vertriebsketten, wenn es auf Märkten wie Frankreich, den Niederlanden, Portugal, den Kanaren oder Nordafrika, gerade keine Produktion gibt, sondern wir konzentrieren uns auch auf Exporte auf dem Seeweg in weit entfernte Märkte. Diese bringen natürlich größere logistische und bürokratische Herausforderungen mit sich, bieten dafür aber auch einfach größere Chancen. Wir exportieren überall hin - von Panama bis Malaysia und auch in Länder im Nahen Osten wie Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate", sagt der CEO. "In diesem Jahr haben wir tatsächlich 90 Prozent unserer Zwiebeln über den Seeweg exportiert. Man muss querdenken und Dinge anders angehen, um Erfolg zu haben."

Spanische Zwiebeln das ganze Jahr über
Das Unternehmen verkauft Zwiebeln aus Kastilien-La Mancha und Andalusien. Damit kann es fast das ganze Jahr über nationale Produkte anbieten. "La Mancha-Zwiebeln sind bis Februar erhältlich. Von Februar bis Mai machen wir dann mit Lager-Zwiebeln weiter, die wir in unseren eigenen 1.000 m² großen Kühlräumen lagern. Im Mai fängt die frühe andalusische Zwiebelernte an und diese geht bis Mitte Juli. Anschließend ist dann wieder Saison in Castilla-La Mancha und der Kreis schließt sich", sagt Marian Masegosa.

"Wir arbeiten mit Getreidezwiebeln, die eine sehr gute Haltbarkeit haben und bis zu 30 Tage lang transportiert werden können. Allerdings verkaufen wir auch rote Zwiebel, die immer beliebter werden und weiße Zwiebeln, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten sehr gefragt sind", erklärt Marian. "In einem geringeren Maß verkaufen wir auch süße Zwiebel. Den Großteil der Zwiebeln bauen wir wie gesagt hier in Spanien an, wobei wir allerdings auch auf peruanische Importe zurückgreifen, um alle Bestellungen erfüllen zu können", sagt Marian. 

Im Gegensatz zu Zwiebeln aus Ländern wie Frankreich oder den Niederlanden, haben spanische Zwiebeln eine größere Größe. Diese ist vor allem im Horeca-Sektor als auch in der Verarbeitungsindustrie sehr gefragt. "Durch die größeren Kaliber sind die spanischen Zwiebeln leichter zu verarbeiten und das spart natürlich Zeit und Personal und damit auch Geld", erklärt Marian. "Mit einer einzigen spanischen Zwiebeln kann man das gleiche machen, wofür man sonst zwei holländische Zwiebeln braucht", sagt Marian abschließend. 

Für weitere Informationen: 
Marian Masegosa
Cebollas Masegosa 
M: +34 628350761 
export-import@masegosafrutas.com  


Erscheinungsdatum:
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