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Jörg Sturmberg, Jersa Fruchtimport GmbH:

"Verbraucher verhalten sich komplett gegensätzlich zum ersten Lockdown"

Während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr war die Nachfrage nach Knoblauch in Deutschland durch die Decke gegangen. Als im Oktober und November nach und nach neue Maßnahmen und schließlich der zweite Lockdown in Kraft gesetzt wurden, hatten Händler mit einer ähnlichen Entwicklung gerechnet. So kam es aber letztendlich nicht, bestätigt Jörg Sturmberg von der Jersa Fruchtimport GmbH.

„Im Moment ist der Markt sehr ruhig. Die Verbraucher haben sich komplett gegensätzlich zum ersten Lockdown und unseren Erwartungen verhalten“, so Sturmberg. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie seien langsam in der Gesellschaft zu spüren: „Normalerweise sind die Verbraucher zu dieser Jahreszeit sehr kauffreudig, davon profitiert auch der Knoblauch. Aktuell verzeichnen wir aber eher einen rückläufigen Absatz.“

Das betrifft nicht nur den LEH: „Die Großmärkte leiden sowieso stark unter der Gastro-Schließung. Viele Händler konnten sich auch über den Sommer hinweg noch nicht vom ersten Lockdown erholen.“

Die Hauptmenge des Knoblauchs am deutschen Markt kommt noch immer aus Spanien: „Spanische Erzeuger und Händler hatten gehofft die Preise etwas erhöhen zu können, leider funktioniert das aufgrund des fehlenden Absatzes nicht so wie erwartet.“ Die Preise in der Industrie und im Einzelhandel seien zwar leicht gestiegen, insgesamt aber sehr stabil. Auch chinesische Waren, die für gewöhnlich günstiger gehandelt werden, ziehen bei diesem Preisanstieg mit.

Ab der nächsten Woche erwartet Sturmberg die ersten Ankünfte von frischem Knoblauch aus Argentinien: „Die Mengen sind sehr klein und die Preise hoch. Trotzdem sollte der Abverkauf reibungslos funktionieren. Ab Dezember und bis Februar erwarten wir dann getrockneten Knoblauch aus Argentinien, der preislich ähnlich der europäischen Trockenware gehandelt wird.“

Ein Ausreißer ist in diesem Jahr definitiv der frische Knoblauch aus den Niederlanden: „Der frische Knoblauch ist schon jetzt im November rar und dementsprechend teuer. Die Preise sind höher als jemals zuvor.“

Eine große Hürde für den weltweiten Knoblauchhandel seien die gestiegenen Frachtkosten: „Die Preise für den Seetransport sind gut doppelt so hoch wie im Vorjahr und wir hören immer noch regelmäßig von weiteren Erhöhungen.“

Inzwischen läuft auch die Pflanzarbeit für das nächste Jahr, sowohl in Deutschland als auch in Spanien. „Glücklicherweise spielt das Wetter mit – bisher haben wir also einen guten Eindruck“, so Sturmberg abschließend.

Für weitere Informationen:
Jörg Sturmberg
JERSA Fruchtimport GmbH
Zum Scheider Feld 40
D- 51467 Bergisch Gladbach
Telefon +49 (0) 22 02 - 980 860
www.jersa.de 
jersa@jersa.de 


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