Mathias Hundhausen (Euromeridian BV) zum Start der marokkanischen Beerenkampagne

"Gute Erträge und Fruchtqualität erwartet"

Die marokkanische Beerenkampagne steht derzeit in den Startlöchern. Die ersten Erdbeeren aus den nördlichen Produktionsanlagen sind bereits seit zwei Wochen im Markt; Himbeeren werden voraussichtlich in der KW 49 hinzustoßen. Laut aktuellen Informationen werden gute Erträge und Fruchtqualitäten erwartet, berichtet Mathias Hundhausen, Geschäftsführer der Euromeridian BV.

Das auf Beerenobst spezialisierte Unternehmen verfügt über eigenen Vertragsanbau in Sachen Himbeeren (Agadir, Südmarokko) und Erdbeeren (Kenitra, Nordmarokko) und hat die letzten Jahre groß in die dortige Erzeugung investiert. "Unsere frühen Sorten sind aufgrund optimaler Witterung schön herangewachsen. Bei den Erdbeeren wurde die Reifung etwas beschleunigt, weil es für diese Jahreszeit ein paar Grad zu warm ist. Die bisherige Fruchtqualität unserer Frühsorten Fortuna und Samantha ist aber sehr gut." Außer Fortuna werden bis in den März hinein die Erdbeersorten Savanna und Victory angebaut. 

Auch bei den Himbeeren seien die ersten Vorzeichen laut Hundhausen besonders positiv. "Wir erwarten gute Erträge pro Hektar und auch in punkto die Qualität der Himbeeren bereitet uns keine Sorgen. Im Vergleich zur Erdbeerkampagne dauert das Vermarktungsfenster bei den Himbeeren deutlich länger: In der Regel sind wir je nach Witterung bis in den Mai oder sogar Juni hinein lieferfähig."

Wegfall der Großhandelsumsätze
Die Covid19-Pandemie ist derzeit in aller Munde und prägt auch in der Beerenbranche die Tagesgespräche. "Wir sehen quer durch Europa seit über drei Wochen Stillstand auf den Märkten. Sowohl bei den Heidelbeeren als auch bei den Himbeeren werden derzeit aufgrund von Überangeboten teilweise desaströse Preise erzielt. Dieser Peak soll aber bald vorbei sein, unsere Vermarktungssaison aus Marokko startet also aus aktueller Sicht zum richtigen Zeitpunkt." Bei den Erdbeeren sei die Marktlage etwas erfreulicher. Hundhausen: "Nachfrage ist bereits vorhanden, preislich liegen wir derzeit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Das sind aber noch Marktbedingungen, mit den wir arbeiten können."

Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr und der darauffolgenden Gastro-Schließung wurden höhere Umsätze im LEH erzielt. Dies habe sich ebenfalls positiv auf die Vermarktung von Beerenobst ausgewirkt, blickt Hundhausen zurück. "Aktuell, während der zweiten Welle, wird aber generell weniger im LEH gekauft. Neben dem LEH liefern wir etwa 15 Prozent unserer Ware in den Großhandel. Durch die erneute Gastro-Schließung und den Wegfall der Wochenmärkte fürchten wir, dass die Mengenabnahme in dieser Sparte dauerhaft zusammenbricht. Das wäre für viele Importeure problematisch: Denn wo soll die dafür eingeplante Ware sonst abgesetzt werden.?"

Unterstützung der Agrarwirtschaft
Nichtsdestotrotz sei das Management des international agierenden Handelsunternehmens überwiegend positiv gestimmt. "Wir schauen der Saison zuversichtlich entgegen, weil wir allgemein mit einer Erholung und Stabilisierung des Marktes rechnen. Zudem sehen wir bislang noch keine große Probleme in der Logistik oder Warenbeschaffung auf uns zukommen. Denn die marokkanische Regierung scheint die Situation gut im Griff zu haben und unterstützt die für das Land so wichtige Agrarwirtschaft bestmöglich."

Weitere Informationen:
Euromeridian B.V.  
Mathias Hundhausen
IABC 5102
4814 RN Breda, NL. 
T: +31 076 303 0082 
mathias.hundhausen@freshkampo.com  
www.freshkampo.com         


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