Zweistellige Wachstumszahlen möglich

"Die spanische Anbaufläche für Industriekartoffeln könnte für Speisekartoffeln verkleinert werden"

Der europäische Kartoffelsektor ist zurzeit nicht sehr ausgeglichen. Während das Industriesegment in den vergangenen Monaten geschrumpft ist, weil der Horeca (Hotel/Restaurant/Catering) Channel weggefallen ist, sind die Kartoffeln, die für den frischen Konsum bestimmt sind, von den Corona-Maßnahmen und der allgemeinen Unsicherheit weniger stark betroffen.

"Es ist ein sehr ungewöhnliches Jahr, aber beim Volumen sollten wir, im Vergleich zum vergangenen Jahr, zweistellige Wachstumszahlen erreichen können", sagt José Luis Gómez, CEO von Patatas Hijolusa. Das Unternehmen hat sich auf den Anbau, das Verpacken und die Vermarktung von Kartoffeln spezialisiert.

"Wir sind nicht sehr abhängig vom Horeca-Kanal, weil wir uns vor allem auf den Einzelhandel konzentrieren. Das hilft uns im Moment sehr, denn die Verkaufszahlen steigen", sagt er.

Patatas Hijolusa verkauft seine Produkte vor allem in Spanien, wobei auch einige größere Mengen nach Portugal gehen und die abgepackten Produkte an Supermarktketten in verschiedenen europäischen Ländern, vor allem aber in osteuropäische Länder, geliefert werden. "Wir konnten im Exportmarkt expandieren. Vorher haben wir nicht viel exportiert. Allerdings verzeichnen wir das größte Wachstum in Portugal und Spanien."

Für das Wachstum des Unternehmens ist nicht nur die ausgezeichnete Qualität der Produkte, die während des gesamten Verarbeitungsvorgangs streng überwacht wird, verantwortlich. "Wir sind die Ersten, die einige neue Sorten wie Agria oder Lady Amarilla in den spanischen Einzelhandel gebracht haben. Diese Sorten eignen sich perfekt fürs Frittieren. Wir verkaufen sie jetzt schon seit einigen Jahren und das Produkt kommt bei den Verbrauchern wirklich gut an", sagt José Luis.

"Außerdem sind wir Vorreiter bei der Entwicklung einer Produktreihe mit Mikrowellenprodukten. Dabei geht es um Kartoffeln und Süßkartoffeln, die in 400 Gramm Packungen und in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten werden. Verkauft werden sie unter den BabyPat und SweetPat Marken. "Durch das neue Format sind Kartoffeln noch attraktiver geworden; einfach zu kochen, praktischer und gesünder, weil sie nur dampfgegart wurden. Wir als Unternehmen sind in diesem Bereich sehr aktiv und wir glauben, dass man in unserem Sektor vieles anders und kreativ machen kann", José Luis. 

Energie Nachhaltigkeit
Das Unternehmen beschäftigt sich viel mit erneuerbaren Energien und hat zur Selbstversorgung eine Photovoltaikanlage auf den Dächern seiner Gebäude in Leon, Ribaseca, installiert

Durch die Gesamtfläche von 3.500 m² mit insgesamt 1.120 Solarzellen werden jährlich 643.090 KwH produziert - das entspricht dem täglichen Verbrauch von 71.454 Haushalten. Gleichzeitig können so jährlich 2.555 Tonnen CO2 eingespart werden. Das hat den gleichen Effekt als würde man 5.110 Bäume pflanzen.

Damit ist Patatas Hijolusa eines der Unternehmen mit der höchsten Kilowatt Nutzung aus erneuerbaren Energien im Obst- und Gemüsesektor. "Das Ziel ist es, dass wir zu 100 Prozent auf grüne Energien umsteigen."

"Die Anbaufläche für Industriekartoffeln könnte für Speisekartoffeln verkleinert werden" 
Wegen der Folgen der Covid-19 Pandemie hat die Northwest Europe Potato Producers Association (NEPG) die Landwirte in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland dazu geraten, die Anbaufläche für die Saison 2021-2022 um mindestens 15 Prozent zu reduzieren, um so die Auswirkungen des Coronavirus möglichst klein zu halten.

"Innerhalb der NEPG sollen allerdings Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern gemacht werden", sagt der CEO von Patatas Hijolusa. "Es gibt bei den fünf Ländern einige, die sehr stark von der Industrie abhängig sind. Ich denke, dass die Niederlande, Belgien und Deutschland die Anbauflächen um 15 Prozent reduzieren könnten, aber Frankreich zum Beispiel sollte keinen so großen Anteil verkleinern, weil in dem Land vor allem Speisekartoffeln angebaut werden", sagt er. "Es gibt zurzeit eine große Unsicherheit im Sektor, weil wir nicht wissen wie sich die Situation entwickeln wird."

"In Spanien werden auf vielen Hektar Land Industriekartoffeln und Kartoffeln für den Horeca Channel angebaut, aber der Großteil der Produktion ist für den frischen Konsum und vor allem für den Einzelhandel bestimmt. Ich glaube, dass die Fläche für die Industrie vielleicht verkleinert wird und dafür mehr Kartoffeln für den frischen Konsum gepflanzt werden. Wichtig ist dabei vor allem eine hohe Qualität und zwar sowohl, was den Geschmack angeht, als auch was die Waschbarkeit der Kartoffeln angeht. Allerdings ist es noch zu früh um zu sagen, was passieren wird, weil die Ernte in der spanischen Region Murcia erst gegen Ende April anfängt", sagt er. "Wir müssen abwarten und schauen, was passieren wird."

Für weitere Informationen: 
Sonia Vega Ferreras
Patatas Hijolusa
Pol. Ind. de León. Fase 2. Parcela M-33
24391 Ribaseca-Santovenia de la Valdoncina
LEÓN - SPAIN
T: +34 987 215 634     
marketing@hijolusa.es
www.hijolusa.es 


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