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Bernd Jäger (Jäger Gemüse GmbH) zur Vermarktungssituation am freien Markt

"Reichenau-Tomaten im Endspurt, Feldsalaternte nimmt Fahrt auf"

Trotz der aktuellen Umstände läuft die deutsche Kampagne bei Gewächshausgemüse bislang nach Plan. Auf der Insel Reichenau - einer der bedeutendsten Anbauregionen Deutschlands - findet nun der traditionelle Wechsel von den Sommerkulturen auf das Wintersortiment statt. "Reichenau-Tomaten werden voraussichtlich diese oder nächste Woche auslaufen, bei Feldsalat hingegen nimmt die Versorgung nun schlagartig Fahrt auf", berichtet Bernd Jäger des gleichnamigen Gemüse-Großhandels in Schlier (Ravensburg), der die Reichenau-Ware am freien Markt anbietet. 

"Die ersten Tomaten-Erzeuger haben ihre Gewächshäuser bereits leergefegt, sodass bald kein Nachschub mehr kommt", schildert Jäger. "Die Qualität der letzten Züge ist aber ausnahmslos sehr gut, weshalb die Notierungen überwiegend fest und stabil bleiben." Der Großhändler blickt allerdings auf eine bewegte Sommersaison zurück. "Während des ersten Lockdowns hat es gewaltige Marktschwankungen gegeben, vor allem im Sommer wurde sämtliches Gemüse sehr hochpreisig gehandelt. Tomaten lagen etwa 10-20 Prozent, Brokkoli und Brokkoli teilweise um 30 Prozent über dem Vorjahresniveau."

Feldsalat aus Freiland- und geschütztem Anbau
Parallel zum nähernden Saisonausklang bei den Tomaten nimmt die Versorgung mit regionalem Feldsalat nun rasch Fahrt auf. "Mitte November soll es laut aktuellen Prognosen richtig losgehen. Zum Glück ist der Feldsalat kein typischer Gastro-Artikel, weil das Putzen der Ware mit viel Arbeitsaufwand einhergeht. Stattdessen verkaufen wir viel in den regionalen LEH sowie an Hofläden. Daher sehe ich trotz der Krise eher eine gute Vermarktungssituation am freien Markt."

Der Fachgroßhändler bietet nicht nur Glashausware von der Insel Reichenau an, sondern auch Freilandware die woanders bezogen wird. "Von der Sauberkeit und der Optik her ist die Glashausware in der Regel etwas vorne. Der Freiland-Feldsalat hat hingegen einen leicht nussigen Geschmack und ist somit etwas aromatischer. Außerdem ist die Ware aus Freilanderzeugung in der Regel einen Tick - etwa 1-2 Euro pro Kiste - günstiger." Bis zum Saisonende  im Februar-März finden beide Artikel dennoch guten Anklang beim Kunden, so Jäger. 

Umsatzeinbruch wegen Gastro-Schließung
Ein großer Teil der Umsätze des Familienunternehmens entfällt normalerweise auf die Gastronomie. "Seit der Gastro-Schließung vor knapp zwei Wochen ist unser Gesamtumsatz schätzungsweise um 50-60 Prozent eingebrochen. In unserem Landkreis Ravensburg gibt es aktuell etwa 10% mehr Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche", weist Jäger auf die alarmierenden Zahlen hin. "Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass sich die Lage im Dezember etwas entspannen wird und die Gastronomie zu Weihnachten wie gewohnt geöffnet ist."

Weitere Informationen:
Jäger Gemüse GmbH
Bernd Jäger
Richlisreute 15
88281 Schlier
Telefon: 07529 / 2901
Telefax: 07529 / 3046
E-Mail: info@gemuese-jaeger.de 
www.gemuese-jaeger.de  


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