Niederlande:

"Angst sorgt für Umsatzrückgang beim Nischenprodukt von 80 Prozent"

Im Vorfeld der gestrigen Corona-Pressekonferenz in den Niederlanden ist die Zahl der Bestellungen bei PUUR-Gemüse in den letzten Wochen Schritt für Schritt um bis zu achtzig Prozent zurückgegangen, so der Landwirt Han Lammers. Er schiebt es auf die herrschende Angst und hatte gehofft, dass die 'trockene Gastronomie' von den Einschränkungen verschont geblieben wäre. 


Anna Koster (Schriftstellerin 'Bloemen met smaak'), Han Lammers, Janny van der Heijden (Heel Holland Bakt) und Saskia Lammers bei einem Besuch des Kamerateams von Heel Holland Bakt in diesem Frühjahr.

Angst 
Die Gärtnerei in Middenmeer ist auf den Anbau und Verkauf von essbaren Blumen, Kräutern, Minigemüse, Mikrogemüse und salzigem Gemüse spezialisiert und wird bei der neuen Lockdown-Situation dem Tanz nicht entspringen. Vor allem Restaurants in den Niederlanden werden beliefert, und aus Angst vor überfüllten Kühlschränken, für den Fall dass der Laden bald schließen würde, bestellte man weniger, so dass keine Produkte überbleiben, wie es im Frühjahr geschah, als die Geschäfte plötzlich geschlossen wurden. Die deutschen Kunden von PUUR-Gemüse bestellen weiterhin.

Han kann nicht viel mehr tun, um kreativ zu bleiben und ständig das Kommende vorauszusehen, obwohl Mutter Natur sich nicht um Covid-19 kümmert und die Pflanzen einfach weiter wachsen. "Ein lebender Organismus kann nicht angehalten werden."

Unterstützung
Es tut Han gut, dass es in den sozialen Medien viel Unterstützung für den Gartenbau und für das Gastgewerbe im Allgemeinen gibt. "Wenn ich die ganze Sympathie der Verbraucher sehe, dann gibt es einen Markt für unser Produkt, und es liegt an uns, genau wie in diesem Frühjahr, weiterhin auf kreative Weise Umsatz zu generieren."

Brainstorming
In diesem Sommer ist es uns gelungen, auf siebzig bis achtzig Prozent des üblichen Umsatzes zurückzukommen. "Das war positiv, aber noch sind wir nicht am Ziel." Zusammen mit Saskia, mit der Han PUUR-Gemüse leitet, sitzt er nun jeden Tag um den Tisch, um zu brainstormen. "Zum Beispiel über die Einrichtung einer Mahlzeitbox, obwohl es schwierig ist, mit den Großen in diesem Segment zu konkurrieren. Ein Drive-Thru ist auch eine Option, obwohl das Wetter im Moment nicht so toll ist. Wir müssen schauen, ob wir es irgendwie ander einrichten können. Zum Glück denken die Köche auch weiterhin aktiv mit uns mit."

Trockene Gastronomie
"Gestern war es wirklich ruhig mit den Aufträgen, aber wenn das 'trockene' Gastgewerbe noch ein wenig verschont geblieben wäre, weil es dort ja im Prinzip streng geregelt warweil dort alles streng geregelt war und vor allem das 'feuchte' Gastgewerbe schließen würde, dann hätte es heute mit den Aufträge laufen können. Übrigens nicht nur hier, sondern auch bei meinen Catering-Kollegen oder in speziellen Bäckereien, Metzgereien...", so Han abschließend.

Für weitere Informationen:
PUURgroenten
www.puurgroenten.com/nl/
info@puurgroenten.com    


Erscheinungsdatum:
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