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"Biodiversität und Management von Agrarlandschaften"

Biopark-Betriebe steigern die Biodiversität in der Agrarlandschaft

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat am 12. Oktober 2020 ihre Stellungnahme „Biodiversität und Management von Agrarlandschaften“ veröffentlicht, in der sie ein umfassendes Handeln fordert. So stellt sie fest, dass die Agrarlandschaft seit geraumer Zeit in besonderem Maße von einem dramatischen Rückgang von Tier- und Pflanzenarten betroffen sei.

Als Ursachen nennt sie „die Zunahme von ertragreichen, aber artenarmen Ackerbaukulturen, die vorbeugende und oft flächendeckende Nutzung von Pflanzenschutzmitteln, intensive Düngung, die Erhöhung der Schlaggrößen, der Verlust von artenreichem Grünland und ein struktureller Wandel der Nutztierhaltung hin zu größeren Betrieben mit weniger Weidehaltung, der Verlust der Strukturvielfalt der Landschaft, aber auch der Verlust der Vernetzung von Schutzgebieten.“

Eine mögliche Handlungsoption für mehr Artenvielfalt in Agrarlandschaft ist laut der Leopoldina die bessere Aus- und Weiterbildung landwirtschaftlicher Betriebe bezüglich biodiversitätsfreundlicher Bewirtschaftungsmethoden.

Biodiversitätsschonend
Die Betriebe von Biopark e.V. wirtschaften aufgrund der ökologischen Wirtschaftsweise bereits biodiversitätsschonend. Die meisten der Biopark-Betriebe betreiben extensive Mutterkuh- bzw. Fleischrinderhaltung und Schafhaltung. Diese Weidetiere tragen dazu bei, dass unsere (Kultur-) Landschaft gepflegt wird, denn viele Landschaftstypen, wie z.B. Grünland an der Mecklenburger Seenplatte und im Spreewald, Salzgraswiesen an der Ostsee oder Deiche an der Nordsee, können nur durch die Beweidung mit Wiederkäuern erhalten werden.

Nachweislich ist eine Beweidung für den Artenschutz effektiver als eine reine Mahd. Die Tiere halten die Landschaft offen, was Wiesenbrütern, wie z.B. Braunkehlchen, zugutekommt. Zusätzlich ist Rinder- oder Schaf-dung ein perfektes Biotop für Insekten, die wiederum Nahrung für verschiedene Vogelarten sind.

Auf extensiv beweideten Flächen wachsen seltene Pflanzen, auch bestimmte Orchideenarten. Außerdem trägt extensive Beweidung zur Kohlenstoffspeicherung im Boden bei, was dem Klimawandel entgegenwirkt.

"Landwirtschaft für Artenvielfalt"
Um dem Artensterben darüber hinaus etwas entgegenzusetzen, wurde 2012 auf Initiative vom Biopark e. V. in Kooperation mit dem WWF und unter wissenschaftlicher Begleitung durch das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. sowie mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern der Naturschutzstandard "Landwirtschaft für Artenvielfalt" entwickelt.

Mit diesem Projekt engagieren sich Biopark-Mitglieder über die ökologische Wirtschaftsweise hinaus für die Erhaltung und sogar Steigerung der Artenvielfalt im Grünland, auf dem Acker und in anderen Landschaftselementen. Sie erbringen zusätzliche Naturschutzleistungen für bestimmte Zielarten. Fachlich begleitet werden sie dabei von Naturschutzberaterinnen und -beratern.

Weitere Informationen:
www.biopark.de    
https://www.facebook.com/Biopark-e-V-1910280175914178/  


Erscheinungsdatum:



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