Gerhard Schiefermüller (Apfelino KG) zum Wachstumspotenzial bei Beerenobst

"Österreichische Himbeersaison erstmalig ohne Versorgungslücken bis November"

In den Obstanlagen der Apfelino KG im oberösterreichischen Welsland herrscht gerade Hochbetrieb: Parallel zur Haupternte bei den Äpfeln, werden auch tonnenweise Kiwibeeren und Herbsthimbeeren gepflückt. Letztere Produktkategorie gewinnt die letzten Jahre rasch an Bedeutung, erzählt Geschäftsführer Gerhard Schiefermüller im Interview.



Die Beerenernte sehe dieses Jahr so gut aus weil man drei Nächte mit Frostkerzen geheizt hat und die Beeren während der ersten Frostnächte mit 2 Fließbahnen und Insektennetzen zugedeckt wurden, ergänzt man.

Kernobst: Hoher Ausfall bei Äpfeln, erfreuliche Birnenernte
Nach Abschluss der Frühapfelernte werden aktuell die Hauptsorten gepflückt, der Ertrag sei in diesem Jahr jedoch recht enttäuschend. "Wir rechnen aufgrund der Frühjahrsfröste mit Ausfallsraten um 75 Prozent. Nur die Gala hat den Spätfrost einigermaßen überstanden", erläutert Schiefermüller.


Erntehelfer beim Beerenpflücken

Die Ernteprognose bei den Birnen zeigt hingegen ein komplett anderes Bild. "Wir kultivieren überwiegend drei Sorten, nämlich Williams, Kaiser Alexander und Xenia und die bisherigen Erträge sind qualitativ, sowie mengenmäßig sehr zufriedenstellend."


Einblick in die geschützte Beerenobstanlage

Kiwibeeren: Erfreuliche Wachstumsraten
Parallel zur laufenden Kernobsternte wurden in der KW 38 auch die frühen Kiwibeeren gepflückt. "Ab dieser Woche werden wir die späteren Sorten ernten, hier wird es erwartungsgemäß etwas mehr Ausfall geben. Die Nachfrage am österreichischen Markt ist tendenziell steigend und weiteres Vermarktungspotenzial ist vorhanden. Noch sind wir aber auf der Suche nach der perfekten Sorte für unsere Anbaubedinungen", heißt es.


Pflückreife Kiwibeeren am Baum: Noch ist man auf der Suche nach einer perfekten Sorte für den Anbau in Oberösterreich.

Himbeeren: Lückenloses Vermarktungsfenster bis November
Die Apfelino KG erzeugt auf insgesamt 5 ha Beerenobst für den regionalen Absatzmarkt. Außer den kleineren Beerenobstkulturen mit Johannis-, Stachel- und Brombeeren werden hauptsächlich Kiwi- und Himbeeren produziert. "Bei den Himbeeren sind wir mittlerweile in der Ernte der Herbstsorten angelangt. Dank der minimalen Frostschäden und der bewussten Entscheidung für robuste Sorten wird es uns dieses Jahr erstmalig gelingen, vom Ende Juni bis November kontinuierliche Mengen zu liefern, ohne jegliche Versorgungslücken."

Neben frischen Nektarinen wird man nächstes Jahr auch erstmalig regionale Pfirsiche für die Weiterverarbeitung ernten können. 

Regionalität im Trend
Regionale Erzeugnisse liegen laut Schiefermüller beim österreichischen Verbraucher offensichtlich im Trend. Diese Tendenz beobachtet man sowohl am Frischmarkt als auch bei den veredelten Früchten. "Unsere B-Qualität Himbeeren werden beispielsweise pasteurisiert in 1kg-Beuteln über unseren Hofladen vermarktet. Dies als regionale, nachhaltige Alternative zur Importware aus Osteuropa."


Fruchtduos: Eine nagelneue Produktlinie der Apfelino KG

Neu im Bereich der veredelten Fruchterzeugnisse sind seit diesem Jahr die Fruchtduos: Im oberen Teil des Glases befinden sich geriebene Äpfel und im unteren Teil die passierten Heidelbeeren / Himbeeren / Kiwibeeren oder Pfirsiche. "Die meisten österreichischen LEH-Ketten haben diese Produktlinie bereits gelistet und das bisherige Feedback ist besonders positiv", heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Apfelino KG
Ing. Gerhard Schiefermüller
In der Haberfelden 1
4613 Mistelbach/Wels
Tel.: 07242/28221
Fax: 07242/210172
gerhard@apfelino.at 
www.apfelino.at  


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