Viel Betrieb beim Delphy Berry Plaza-Treffen

Im Erdbeersektor wird hauptsächlich die Elsanta angebaut. In den letzten Jahren klopfen immer mehr neue Sorten an die Tür. Während des Berry Plaza-Treffens am vergangenen Mittwoch waren verschiedene Sorten, Pflanzentypen und Pflanzendaten zu sehen, die alle auf die Optimierung des Anbaus und die Maximierung des Ertrags abzielen. Für die Corona-Ausgabe der Veranstaltung gab es viel Begeisterung bei den Erzeugern und bei den Unternehmen, die sich endlich wieder bei einer öffentlichen Veranstaltung vernetzen konnten.

"Für viele war dies das erste physische Event. Es hat viel tolles Feedback gegeben", sagt der Organisator und Erdbeerforscher Bart Jongenelen von Delphy einige Tage später. Noch nicht einmal Fotos wurden gemacht. "Ich lief pausenlos an den Prozessen vorbei und vergaß völlig, Fotos zu machen."


Bart und Besucher im vergangenen Jahr in Egchel während der letzten Ausgabe des Strawberry Demotages

Übermittlung von Wissen
Eigentlich würde die Ausgabe des Berry Plaza-Treffen, das letztes Jahr von Delphy ins Leben gerufen wurde, um öfter und besser über Versuche im Erdbeeranbau zu kommunizieren, im April in Egchel stattfinden. Es wäre die zweite Auflage, nachdem die maximale Anzahl von sechzig Besuchern im Herbst 2019 schnell erreicht war.

"Für jedes Berry-Plaza-Treffen legen wir eine Höchstzahl von Besuchern fest. Ziel ist der Wissenstransfer in einem spielerischen Format. Qualität hat Vorrang vor Quantität. Es muss ein Wissensereignis bleiben. Wir wollen uns aber stärker international orientieren, insbesondere im Hinblick auf den neuen Forschungsstandort Delphy für Beerenobst. Dies muss der neue Hotspot für den Weichobstsektor werden."

Mehr und mehr Begeisterung
Aufgrund der großen Begeisterung für die erste Ausgabe wurde die Kapazität für die April-Ausgabe erhöht. "Eineinhalb Monate vor der Veranstaltung hatte ich schon 85 Anmeldungen. Wirklich gigantisch, es gab sogar Erzeuger, die sich anmeldeten, bevor überhaupt ein Programm bekannt war". Corona machte jedoch die Organisation unmöglich, und auch die Planung Juni-Ausgabe wurde schnell abgebrochen, ebenfalls aufgrund des Virusproblems.

Letzten Mittwoch, den 2. September, kam der passende Moment dann doch noch. Es waren hundert Leute: "Ich habe die Zahl der Aussteller und der Personen aus der Organisation so klein wie möglich gehalten, um schließlich achtzig Produzenten und Verwandten des Sektors die Möglichkeit zu geben, zu kommen. Es gab sogar ein Dutzend Deutsche und ein paar Belgier. Es wollten auch Briten anreisen, aber Quarantänemaßnahmen verhinderten dies."

Remontierende Sorten und Ernteoptimierung
Aufgrund des Standorts und der Maßnahmen rund um Corona war der Aufbau anders als beim Berry Plaza Herbsttreffen. "Wir hatten in diesem Jahr etwa fünfzig Versuchsfelder, mit einem anderen Schwerpunkt. Wir investieren viel Mühe in die Durchführung von Versuchen und in die Optimierung von Nutzpflanzen, z.B. durch die Untersuchung von Pflanzentypen und Pflanzendaten. Wir erläuterten auch sehr kurz die Versuche auf dem Tray-Feld mit den Juni-Trägern, bei denen wir die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen und das Erlernen des Anbaus neuer Sorten untersuchten."

Was für Bart und die anderen Forscher in den Versuchen wichtig ist, insbesondere im Hinblick auf die Verschiebungen bei den Sorten, ist es, den Erzeugern zu zeigen, wie sie das meiste aus den Sorten herausholen können. "Wir vergleichen nachdrücklich keine Sorten, sondern setzen auf die Optimierung des Anbaus der einzelnen Sorten. Ziel ist es, dem Produzenten zu zeigen, wie er das Beste aus den Sorten herausholen kann, so dass er seine eigene Wahl treffen kann und in einer ersten echten Eigenzüchtung nicht alles selbst herausfinden muss."

Berry-Plaza-Treffen November 2020
Im November hofft Bart, in einer neuen Ausgabe von Berry Plaza tiefer in die Trayfelder einzugehen. "Jetzt ist es noch zu früh, um etwas über diese Prozesse zu sagen. Im November wird es möglich sein, weil Sie bis dahin am Ende der Ernte stehen werden. Darüber hinaus haben wir auch eine Reihe von Versuchen im Gewächshaus.

Letzte Woche waren die Remontierungssversuche noch nicht abgeschlossen. "Während der International Soft Fruit Conference (ISFC) im Januar wollen wir darauf zurückkommen. In den Niederlanden sind die remontierenden Sorten noch nicht so groß, aber anderswo in Europa sind sie es wohl. Deshalb hoffen wir auch, die internationalen Produzenten wieder zu treffen." 

Für weitere Informationen:
Delphy
www.delphy.nl 

Bart Jongenelen
b.jongenelen@delphy.nl  


Erscheinungsdatum:
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