Eduard Schendel (OGZ Griesheim) zur diesjährigen Kürbissaison

"Wir haben unsere konventionellen Kürbisanlagen zugunsten der Bio-Anbaufläche reduziert"

Die Saison für deutsche Speisekürbisse läuft bereits auf Hochtouren: Vor fast vier Wochen trafen die ersten Bio-Hokkaido im Handel ein, eine Woche später folgte die erste konventionelle Ware aus heimischem Anbau. Man rechne über das gesamte Kürbissortiment hinweg mit durchwachsenen Erträgen, berichtet Eduard Schendel, Vorstandsmitglied und Vertriebsleiter der Obst- und Gemüsezentrale Rhein-Main (OGZ) eG im südhessischen Griesheim.

Vor gut drei Wochen erfolgte bei den Bio-Hokkaido die Umstellung von italienischer Importware auf heimische Erzeugnisse. „Wir sind momentan in der Lage 12 Monate im Jahr Bio-Hokkaido zu liefern und beziehen die Rohware außerhalb der heimischen Saison unter anderem aus Holland und Portugal.“ Um diese Jahreszeit steht aber alles im Zeichen der regionalen Speisekürbisse. „Deutsche Bio-Hokkaido ist in der Regel bis spätestens Mitte Februar erhältlich, das Vermarktungsfenster für konventionelle Ware ist hingegen etwas kürzer und läuft im Dezember aus.“

Durchwachsene Erträge
Außer biologischen und konventionellen Hokkaido-Kürbissen werden auch regionale Butternut und Halloween-Kürbisse gehandelt. Abgerundet wird das Kürbissegment mit Zierkürbissen. Die Erträge seien pro Kürbissorte unterschiedlich: „Bei den Bio-Hokkaido rechnen wir mit einer durchschnittlichen Produktionsmenge, konventionelle Ware wird aufgrund der Hitzewelle wohl etwas weniger vorhanden sein“, so Schendel.


Die Preise der regional erzeugten Bio-Hokkaido seien stabil und hoch, während die Notierungen im konventionellen Geschehen im üblichen Bereich liegen. Normalerweise gehen die Preise bis zu Halloween allmählich runter, ab November verzeichne die Preissituation dann wiederum einen Aufwärtstrend.

Bei den Butternut stelle man zur Zeit eine recht gute Ertragslage fest, bei den Halloween-Kürbissen wird es wiederum wetterbedingte Ertragseinbußen geben. "Wir rechnen mit einem Ernterückgang um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresvolumen. Zudem gehen wir auch von einem geringen Anteil an großen Kalibern (>5kg) aus.“

Wachstumspotenzial bei Hokkaido-Kürbissen
Die südhessische Vermarktungsorganisation OGZ gehört mit zu den größten Anbietern Deutschlands in Sachen Speisekürbisse. Somit ist die Absatzgenossenschaft bei vielen namhaften Supermärkten gelistet und das zu vermarktende Angebot wird stets den Voraussetzungen der LEH-Ketten angepasst. „Letztes Jahr hat einer unserer Großabnehmer dessen Sortiment auf Bio-Kürbisse umgestellt. Im Zuge dessen haben wir unseren konventionellen Vertragsanbau etwa halbiert, unsere Bio-Anlagen wurden dementsprechend erheblich ausgedehnt“, skizziert Schendel die aktuellen Entwicklungen in der Produktion.

Weiteres Potenzial für den Hokkaido-Anbau sei laut dem Vorstand offensichtlich vorhanden: „Aus meiner Sicht hat vor allem der Marktanteil für Bio-Hokkaido nach wie vor Luft nach oben.“ Gleiches gilt dennoch auch für andere Gemüsekulturen: „Auch bei den Buschbohnen – einem unserer größeren Umsatzstandbeine – versuchen wir die biologische Produktionskapazität nach und nach auszubauen“, heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Obst- und Gemüsezentrale Rhein-Main eG
Eduard Schendel
Raiffeisenstr. 2
64347 Griesheim
Telefon: 06155 8398 0
Telefax: 06155 8398 17
E-Mail: eduard.schendel@ogz.de 
www.ogz.de  


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