Niederländisches Unternehmen hat Lösung für Staubproblem beim Kartoffelsortierungsprozess

Früher musste man sich die Hände noch richtig schmutzig machen, wenn man Kartoffeln sortiert hat. Auch heute ist es noch so, dass die Arbeiter die ganze Zeit über von einer feinen Staubwolke umgeben sind. Der Staub entsteht durch den automatisierten Sortierungsprozess. Das niederländische Unternehmen De Lugt hat sich auf die Kartoffelproduktion spezialisiert und war auf der Suche nach einer neuen Sortierungsmaschine. Deswegen hat es Jongejans beauftragt, eine Maschine zu entwickeln, die komplett staubfrei arbeitet.


Matthijs en Bart (r) de Lugt

Vergangenes Jahr hat De Lugt wegen des Mangels an Arbeitskräften entschieden, den Arbeitsprozess noch weiter zu automatisieren und in neue Maschinen zu investieren. De Lugt ist ein Familienunternehmen, das auf fast 100 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblickt: 1928 kam der Urgroßvater Cor de Lugt von Den Haag auf die Insel Texel.

Er hat sich der Landwirtschaft gewidmet und wurde ein kompetenter Geschäftsmann. "Er hat ein großes Warenhaus gebaut, in dem große Mengen an Kartoffeln gelagert werden konnten. Dadurch wurde sowohl die erste Lastenbrücke auf der Insel gebaut als auch die ersten Öltanks. Außerdem hat er viele Vorgänge automatisiert", sagen Matthijs und Bart De Lugt, Cousins aus der vierten Generation.

Das Unternehmen hat sich unter anderem auf den Anbau von Kartoffeln spezialisiert. Wenn die Größen gut ausfallen und die Kartoffelpflanzen keine Krankheiten haben, laufen die Verkäufe gut. Die ersten Sortiermaschinen wurden unternehmensintern entwickelt. 1983, also in der dritten Generation, stieg De Lugts auf eine damals sehr innovative, mechanische Sortiermethode um. Die Maschine vibriert und dadurch fallen die Kartoffeln automatisch durch die für sie passenden Öffnungen. Kartoffeln sind sehr trocken, weshalb bei der Arbeit mit den Knollen viel Feinstaub entsteht. Nach 34 Jahren hat sich das Personal bei De Lugt daran gewöhnt. Heute nutzt das Unternehmen jedoch eine optische Sortierungsmaschine, deshalb gehört die graue Staubwolke jetzt endgültig der Vergangenheit an."



Die ältere De Lugt Generation war jedoch vorsichtig und blickte recht skeptisch auf die neue Investition, "Das mechanische Sortierungssystem hat noch gut funktionert. Es war also nicht wirklich nötig, das Geld in die neue Innovation zu stecken. Aber jetzt ist auch mein Vater begeistert von der neuen Maschine. Seine Meinung hat sich komplett geändert", sagt Matthijs. Die Kartoffeln werden nicht mehr so durchgeschüttelt."

Es gibt noch immer etwas Feinstaub, der umherfliegt, wenn die Maschine in Betrieb ist. Das sorgt für einige Probleme bei der optischen Sortierung. Deswegen haben wir uns Jongejans zu Hilfe geholt. Sie mussten sich um den Staub und Dreck kümmern, der sich während der verschiedenen Schritte innerhalb des Sortierungsprozesses ansammelt. Außerdem wollten wir die optimale Lufttqualität in den Warenlagern erreichen.

Staubfreier Sortierungsprozess
Wenn die Kartoffeln erst ein mal geerntet sind, dann werden sie getrocknet, in Pappschalen gefüllt und kühl gehalten. Wenn sie dann weiterverarbeitet werden sollen, dann werden sie zuertst in einen Bunker abgekippt und per Fliessband in einen sogenannten "Hedgehog Belt" transportiert. Dort werden Dreck, Stroh und Erdklumpen entfernt. Danach werden die Kartoffeln zur optischen Sortierung weitertransportiert.

Jongejans hat diese Bunker und auch den "Hedgehog Belt" eingebaut, um Staubquellen zu minimieren und so die Luftverschmutzung zu verhindern. Bevor die Kartoffeln die optische Sortierungsmaschine erreichen, wird eine Technik namens "Windshifting" angewandt. Bei der Methode wird den Kartoffeln Luft zugeführt und wiederum Luft abgesaugt, sodass am Ende ein extrem sauberes Produkt zurückbleibt. 

In der optischen Sortiermaschine ist es sehr wichtig, dass die Luft staubfrei ist. Erst dann kann die Maschine die Kartoffeln fehlerfrei sortieren. Daher ist die Säuberung der Luft essentiell. Nachdem die Kartoffeln an den Kameras vorbeigeleitet wurden, bläst sie ein Luftstrom zu den korrekten Ausgängen. Der Feinstaub, der bei diesem Prozess entsteht, wird über einen Abzug abgeleitet, gefiltert und dann als frische Luft zurückgeführt.

Dieser Vorgang garantiert zum einen ein angenehmes Arbeitsumfeld und zum anderen einen staubfreien Arbeitsplatz. Die Cousins finden, dass es eine enorme Verbesserung ist. Außerdem ist diese Art der Sortierung viel leiser als die mechanische Sortierung. Und die Luft ist jetzt deutlich frischer.


In diesen Silos wird der Staub gesammelt

Feinstaub um bis zu 95% reduziert
Jongejans hat De Lugt ein komplettes Extrahierungssystem für seine optische Sortierungsmaschine geliefert. Es ist jedoch nicht nur ein Extrahierungssystem, es führt auch regelmäßige Kontrollen durch und nutzt die bereits beschriebene Windshifting Technologie. Eine PGF Einheit filtert dann die extrahierte Luft. Die Einheit besteht aus Filtern und einem fast geräuschlosen, sehr effizienten Ventilator. Diese Gerätschaften werden mithilfe von Druckluft automatisch gereinigt.

So verliert die PGF Einheit nicht an Saugkraft. Die saubere, gefilterte Luft wird dann zurück in den Raum geleitet. Durch diese Art der Luftsäuberung wird der Feinstaub um 95% reduziert. Erst dann kann die optische Sortierngsmaschine ihre Arbeit tun. Wenn der Staub nicht entfernt würde, würde die Bildqualität darunter leiden und die Maschine würde viele fehlerhafte Kartoffeln übersehen. Dank der Entfernung des Feinstaubs funktioniert sie jedoch tadellos.

Weitere Informationen: 
Jesse Vonk
Tel: +31 (0)223 660 666
J.vonk@jongejans-luchttechniek.nl  
www.jongejansluchttechniek.nl   

Matthijs de Lugt
Cv@delugt.com


Erscheinungsdatum:
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