ÜBERBLICK WELTMARKT LIMETTEN

Mit dem Winter auf der Südhalbkugel sinken die Limettenmengen, was zusammen mit einer hohen Marktnachfrage zu einem Preisanstieg führt. In einigen Ländern führt dies zu starken Preisschwankungen. In Mexiko wird jetzt das gesamte Obst von den Bäumen entfernt, um einen neuen Zyklus zu beginnen; folglich gibt es ein riesiges Angebot an Obst der Klasse 2 und ein begrenztes Angebot an Obst der Klasse 1. Regenfälle in der Hauptproduktionsregion Veracruz könnten für mehrere Tage zu einer Marktlücke führen. Die Preise auf dem nordamerikanischen Markt sind derzeit aufgrund der hohen Nachfrage stabil.

Niederlande: Limettenmarkt erholt sich nach einigen schlechten Monaten
"Nach ein paar schlechten Monaten hat sich der Limettenmarkt erheblich erholt", sagte ein niederländischer Importeur. "Die Nachfrage ist im Moment in ganz Europa gut und die Mengen sind zurückgegangen. Zum Beispiel gibt es derzeit eine große Nachfrage nach Limetten auf dem lokalen brasilianischen Markt, und auch das Angebot schrumpft, weil die Saison zu Ende geht. Letzte Woche wurde wieder mehr aus Brasilien verladen, und wenn sich dieser Trend fortsetzt, werden innerhalb von 2-3 Wochen wieder ausreichend Limetten verfügbar sein. Mexiko verlädt seit einigen Monaten sehr begrenzte Mengen."

Deutschland: Schwieriger Markt aufgrund von Einschränkungen im Gastgewerbe
Das deutsche Angebot wird seit einiger Zeit von den Waren aus Mexiko und Brasilien dominiert. Normalerweise ist der Absatz von Limetten in den Sommermonaten sehr stark, aber das Bild hat sich in letzter Zeit völlig verändert. "Die Nachfrage nach Limetten ist im Vergleich zum normalen Sommerabsatz stark zurückgegangen. Das ist natürlich eine Folge der Corona-Pandemie; schließlich ist das Gastgewerbe seit einiger Zeit geschlossen, und trotz der Wiedereröffnung vor den Ferien ist der Umsatz immer noch nicht auf dem normalen Niveau. Limettenkäufer - vor allem Cocktail- und Lounge-Bars - sind besonders stark betroffen", berichtet ein Lieferant aus Hamburg.

Frankreich: Starke Preisschwankungen
Auf dem Limettenmarkt wurden in kurzer Zeit starke Preisschwankungen verzeichnet. Vor drei Wochen wurden Limetten für 3-4 Euro pro Packung verkauft. Ende letzter Woche war dieser Preis auf 10-12 Euro angestiegen. Das ist zum Teil auf den leichten Mangel an Limetten zurückzuführen, der wiederum teilweise auf die Bedingungen während der Winterperiode in der südlichen Hemisphäre zurückzuführen ist. Trotz der hohen Preise und der Sommerferien gibt es in Frankreich immer noch eine Nachfrage nach Limetten. Die Franzosen, die im eigenen Land Urlaub machen und durch die Corona-Krise gesundheitsbewusster geworden sind, haben dazu beigetragen, den Limettenkonsum anzukurbeln.

Italien: Starke Fluktuation der Limettenpreise und Rückgang des Verbrauchs um 70% 
Ein italienischer Großhändler sagt, dass die Limettenpreise stark schwankten. Im August 2019 lag der Preis bei 3-4 €/kg. Im Juli 2020 fiel er auf 2 Euro, und Ende Juli fiel er auf nur noch 1 Euro pro Kilo. Derzeit kommen weniger Limetten aus Südamerika an als üblich, was hauptsächlich auf das Coronavirus und die dadurch verursachten logistischen Verzögerungen zurückzuführen ist. Die Preise schwanken daher. Im Vergleich zum Juli 2019 ist die Nachfrage um 70% gesunken, und der Verbrauch ist gering. Nach Angaben des Großhändlers sind die Niederlande auf europäischer Ebene der wichtigste Limettenhändler.

Vereinigte Staaten: Hoher Preis auf dem US-Markt
Zurzeit sind in den USA viele Limetten auf Lager, hauptsächlich aus Mexiko. Die Großhändler erhalten derzeit mehr Limetten als üblich. Trotz der Saisonspitze sind viele Limetten auch von der Hitze betroffen, was sich auf die Qualität und die kommerzielle Haltbarkeit der Früchte ausgewirkt hat. Auffällig im Vergleich zu 2019 ist auch, dass sich die Importe aus Kolumbien, Peru und Guatemala verzögert haben.

In Kombination mit der starken Nachfrage aus dem Einzelhandel, die sich in den letzten 3-4 Monaten als ziemlich stabil erwiesen hat, und den Herausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise während der Ernte in Mexiko führt die Situation zu hohen Preisen auf dem US-Markt. Die Händler erwarten, dass die Preise stark bleiben werden. Die Preise dürften fallen, wenn es mehr Limetten gibt, die für den Frischmarkt geeignet sind, aber das ist vorerst nicht der Fall.

Mexiko: Regenfälle könnten eine Marktlücke von mehreren Tagen verursachen
Das Hauptanbaugebiet für Limetten in Mexiko ist Veracruz. Zurzeit bereiten die Produzenten die nächste Pflanzung vor und entfernen alle Früchte von den Bäumen, um das vorzubereiten. Das hat zu einer Zunahme des Angebots von Limetten zweiter Klasse und folglich zu niedrigeren Preisen und einem kleinen Mangel an erstklassigen Limetten geführt, die teurer geworden sind. In der vergangenen Woche haben die Regenfälle in Veracruz die Ernte zum Stillstand gebracht, und diese Situation dürfte sich in der kommenden Woche fortsetzen. Das könnte zu einer Marktlücke von mehreren Tagen führen, da sich die Ernte um 2-3 Wochen verzögert hat und die derzeitigen Bestände auf dem Markt diese Lücke nicht füllen können, bis die nächste Charge verfügbar ist. Wenn die nächste Ernte eintrifft, werden sich die Preise wahrscheinlich wieder stabilisieren.

Nächste Woche: Übersicht Weltmarkt Pflaumen


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