Anton Filippo, L.B.P. Rotterdam

"Unsere Zollabfertigung ist bereit"

Seit dem 1. Juli 2020 ist es sicher, dass der Brexit auf jeden Fall aufrecht erhalten bleiben wird. Es bringt eine gewisse Erleichterung für Anton Filippo, den kaufmännischen Direktor der LBP Rotterdam. "Seit zwei Jahren haben wir ein Brexit-Team, das sich um die Einführung und Verzollung von Obst und Gemüse aus der EU in das Vereinigte Königreich und umgekehrt kümmert. Wir waren auch im November 2019 bereit, aber dann wurde es wieder verschoben. Jetzt können wir das I-Tüpfelchen setzen und sind bereit, die Nordsee im Jahr 2021 weiterhin zu überqueren."

Die Mitarbeiter von LBP sind bereit für die Überfahrt Foto: Maaike Petri Fotografie 

Im LBP-Lagerhaus auf dem Honderdland im niederländischen Maasdijk sind bereits vier Zolldeklaranten an der Abfertigung von Obst und Gemüse aus Übersee beteiligt. "Als vor einigen Jahren klar wurde, dass das Brexit unausweichlich ist, sahen wir eine Gelegenheit, dem O&G-Sektor und darüber hinaus zusätzliche Dienstleistungen anzubieten. Wir haben eine Reihe von Partnern einbezogen, um zu sehen, ob ein Bedarf besteht, und von da an konnten wir mit den Vorbereitungen beginnen."

Auf beiden Seiten des Kanals
Während der Vorbereitung wurde ein internes Brexit-Team zusammengestellt und in Zusammenarbeit mit den Kunden, Portbase und zwei britischen Agenturen, mit denen LBP zusammenarbeitet, ein digitales Tool entwickelt. "Wer Waren exportiert, muss sie natürlich auch verzollen können", sagt Anton. "In den kommenden Sommermonaten werden wir uns darauf konzentrieren, die digitalen Systeme so fertigzustellen, dass sie gut zueinander passen. Sobald dies abgeschlossen und der Brexit eine Tatsache ist, werden wir in der Lage sein, diesen Service nicht nur unseren Kunden, sondern auch allen anderen, die ihn benötigen, anzubieten. Nicht nur für O&G-Unternehmen.

Foto: Maaike Petri Fotografie

Export
Es ist vor allem die Exportseite, für die eine Nachfrage bestehen wird, erwartet Anton. "Ich denke, das liegt daran, dass man beim Export zweifellos mit Verpackungen zu tun haben kann, die auf diesem Weg zurückkommen müssen, oder mit Waren, die zurückgewiesen werden können. Wenn Anton die globalen Operationen betrachtet, erwartet er weniger Veränderungen bei den Import-Export-Strömen. "Alles aus Übersee, was nach Großbritannien geht, wird sofort importiert. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass Exporteure aus allen Teilen der Welt bald beschließen werden, ihre Produkte zunächst nach Rotterdam zu schicken und erst dann die Entscheidung zu treffen, was nach Großbritannien geht, aber das erhöht schnell die Kosten."

Im Hinblick auf Brexit wird LBP sein Team mit 4 oder 5 neuen Mitarbeitern weiter ausbauen müssen. "Die Zahl der Spezialisten für Export und Zollabfertigung hat in den letzten Jahren aufgrund der offenen Grenzen in der EU abgenommen. In der Vergangenheit haben wir Gruppenreisen von und nach Großbritannien mit allen Zolldokumenten durchgeführt. Damals hatten wir noch das Fachwissen. Die wirklichen Zollspezialisten sind jedoch nie verschwunden, weil wir immer noch viel für Überseeziele oder Länder wie Norwegen und die Schweiz tun. Großbritannien wird bald ein neues Ziel sein, bei dem noch nicht alles klar ist. So diskutieren die Briten zum Beispiel noch darüber, ob Güter im Voraus oder im Hafen abgefertigt werden müssen. Es sollte klar sein, dass Unternehmen sich nicht länger zurücklehnen können, wenn es um den Brexit geht."

Für weitere Informationen:
Anton Filippo
L.B.P. Rotterdam BV
Honderdland 50,
2676 LS Maasdijk - Niederlande
Tel: +31 (0)174 - 530545
afi@lbp.net  
www.lbp.net 


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