Linde GmbH sieht großes Potenzial für Reifegas 'Banarg' im Tomatenanbau

"Beim jährlichen Produktverlust über 1.700 EUR lohnt sich der Einsatz unseres Reifegases"

Zur optimalen Reifung von Bananen und Zitrusfrüchten ist das Reifegas Banarg bereits seit einigen Jahren ein Begriff. Doch auch während der Erzeugung von Tomaten im Gewächshaus kommt das innovative Verfahren der Linde GmbH Gases Division nun immer häufiger zum Einsatz. Auch bei Tomaten seien die Vorteile für den Anwender zahlreich. Banarg Control könne durch die Möglichkeit der exakten Steuerung und Beschleunigung einen großen und wichtigen Teil zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung beitragen, erklärt Projektingenieurin Lena Gutmann im Interview.

Bisher wurde im Erwerbsgartenbau vielfach der Reifebeschleuniger Ethephon eingesetzt. Die Verwendung von Ethephon zur Reifung von Tomaten in Gewächshäusern ist jedoch teilweise verboten oder wird von Verbrauchern abgelehnt, da sie Rückstände auf den Produkten hinterlassen können. „Daher hat man eine Alternative zur Beschleunigung des Reifeprozesses gesucht“, so Gutmann. „Gerne wollten wir diese Anwendung schon länger auf den Markt bringen. Da das Reifegas Banarg jedoch als Pflanzenschutzmittel eingestuft wird, muss das sehr aufwendige Zulassungsverfahren für jede Produktanwendung erneut durchlaufen und die möglichen Risiken im Detail geprüft werden.“


Gegen Ende der Vegetationsperiode werden die Tage kürzer und die Sonne verliert ihre Intensität – da ist der optimale Reifegrad oftmals eine echte Herausforderung. Banarg Control sei eine nachhaltige Alternative zur intensivierten Heizung und Beleuchtung.

Rentabel für mittelständische bis große Anbaubetriebe
Neben der Anwendung auf Bananen und Zitrusfrüchten wurde der Linde GmbH dieses Jahr auch die Genehmigung für die Tomate erteilt. Das zu 4% in Banarg enthaltene Ethylen, ein natürliches Pflanzenhormon, beeinflusst das Keimwachstum, den Austrieb und die Fruchtreifung. „Ethylen ist ein leicht entzündliches Gas, das aber aufgrund des geringen Anteils im Gasgemisch Banarg nicht den Explosionsschutz-Vorschriften unterliegt. In Kombination mit unserer entwickelten Dosiereinheit Banarg Control kann dieses Gas nun nicht nur sicher, sondern auch im ppm-Bereich dosiert werden. Somit wird der gewünschte Reifegrad in nur wenigen Tagen erzielt und auch die letzten Jahresernten erreichen eine optimale Qualität, ohne vernichtet werden zu müssen“, erläutert Gutman.

Aufgrund des minimierten Produktverlustes führt Banarg Control nachweisbar zu einer Verringerung der Produktionskosten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hänge jedoch stark vom Kunden, dessen Bedarf und seiner Produktionsmenge ab. Gutmann: „Denn die Kosten setzen sich aus den Kosten für die Dosiereinheit sowie den Gasbedarf zusammen. Wir empfehlen darüber hinaus eine jährliche Wartung des Gerätes und des Sensors. Sobald der Ernteverlust pro Jahr zum Saisonende einen Wert von 1.700 EUR übersteigt, lohnt sich der Einsatz von Banarg Control auf jeden Fall.“


Durch die Anwendung des neuartigen Systems habe man die Möglichkeit, zwei Gewächshäuser gleichzeitig zu verwalten – unabhängig von der Größe. 

Beträchtliches Potenzial in naher Zukunft
Banarg Control ist bereits in den Niederlanden aber auch in der Schweiz auf dem Markt. „Wenn man sich die Zahlen der stetig zunehmenden Weltbevölkerung ansieht, ist es eine echte Herausforderung, die Menschen auch in der Zukunft ausreichend zu ernähren. Wir tragen dazu bei, die letzten Ernten der Tomaten schnell und gezielt nachzureifen und vermeiden dabei auch noch, dass es nicht perfekt gereifte Abfälle gibt. Das ist ein kleiner, aber wichtiger Punkt, in welchem wir auch zukünftig großes Potenzial sehen“, heißt es schließlich.

Weitere Informationen:
Linde GmbH Gases Division 
Lena Gutmann
Seitnerstraße 70
82049 Pullach, Germany
Phone: +49 89 7446 1369
Mail: lena.gutmann@linde.com
www.linde.com 


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