Mirsad Sabanovic (Inter-Fruit e.U.) zur diesjährigen Zwetschgensaison

"So hohes Preisniveau für Balkan-Zwetschgen habe ich noch nie erlebt"

Seit gut zwei Wochen läuft die Versorgung mit frischen Zwetschgen aus dem Balkan-Bereich auf Hochtouren. „Angefangen haben wir mit mazedonischen Chargen, mittlerweile beziehen wir die Hauptmengen aus Bosnien und Serbien. Bis Ende des Monats werden wir die Frühsorte Chacak's Schöne (Lepotica) anbieten, danach geht es nahtlos in die Versorgung mit Stanley-Zwetschgen über“, skizziert Mirsad Sabanovic, Geschäftführer der Inter-Fruit e.U. mit Sitz in Steyr und Großlieferant des österreichischen Marktes, auf Nachfrage.

Die extreme Witterung in den Balkan-Ländern habe die Erträge in den dortigen Anbaugebieten erheblich beeinträchtigt, so der Direktimporteur. „Wir sehen eine hohe Nachfrage, die verfügbaren Volumina reichen aber nicht um den Gesamtbedarf zu decken. Dies wirkt sich dementsprechend auf die Preisgestaltung aus. In den letzten Jahren hatten wir zu Beginn der Kampagne einen Kilopreis um 0,55-0,60 Euro. Dieses Jahr starteten wir mit Kilopreisen um 0,90 Euro/Kg. Eine derartige Preissituation habe ich in meiner 20-jährigen Karriere noch nie erlebt.“ Mittlerweile schwanken die Kilopreise um 0,75-0,80 Euro, immer noch weit über dem Vorjahresniveau.


Starkregen und Niederschlag hat zu niedrigen Erträgen bei den Balkan-Zwetschgen geführt. Allerdings habe man den Vorteil, dass man auch in Österreich witterungsbedingt wenig Ware ernten wird. Wegen dieses niedrigen Selbstversorgungsgrads wird man trotzdem auf Import-Zwetschgen zurückgreifen müssen.

Hoher Reifegrad in Österreich beliebter
Die Inter-Fruit e.U. hat sich im Laufe der Jahre zum Hauptlieferanten des österreichischen LEH und Großhandels im Bereich der Balkan-Zwetschgen entwickeln können. Heutzutage seien die Erzeugnisse aus dortigem Vertragsanbau unter anderem bei Hofer-Filialen gelistet. Mit der Firma Fritz Möss am Münchener Großmarkt verfügt das Unternehmen auch im benachbarten Ausland über zuverlässige Handelspartner. „Für beide Märkte ist die Stanley wohl die beliebteste Sorte, weil sie äußerst transportfähig ist und qualitativ etwas besser als die Frühsorten. Generell fragt der deutsche Markt vorwiegend härtere Ware mit einem Reifegrad um 75-80 Prozent. In Österreich hingegen, findet grüne Ware keinen Anklang und wird einen Reifegrad um 85-90 Prozent bevorzugt.“

Heidelbeeren & Wassermelonen
Obwohl die Zwetschgen mengenmäßig mit Abstand das Hauptprodukt der Inter-Fruit e.U. sind, werden auch andere Fruchterzeugnisse aus dem Balkan importiert und österreichweit vermarktet. „Aktuell handeln wir auch Heidelbeeren aus Kroatien, Serbien und Bosnien. Die letzten Partien werden momentan geerntet und im Gegensatz zu den Zwetschgen gibt es bei den Kulturheidelbeeren eine reichliche Versorgung. Langfristig sehen wir eine steigende Nachfrage am österreichischen Markt“, so Sabanovic.

Abgerundet wird das Fruchtsortiment aus dem Balkan mit Wassermelonen aus Mazedonien. „Wir beziehen sowohl die kleineren Sorten mit einem Fruchtgewicht um 4-6 Kg für den LEH als auch die ganz großen Melonen um 8 Kg. Letztere werden überwiegend an die Großmärkte verteilt und erfreuen sich in diesem Absatzbereich einer hohen Nachfrage. In Deutschland hingegen, lässt der Bedarf etwas nach“, heißt es schließlich.

Weitere Informationen:
Inter-Fruit e.U.
Weinzierlstraße 2
4400 Steyr
Phone: +43/0/7252/73074
Fax: +43/0/7252/73090
office@inter-fruit.at 
www.inter-fruit.at  


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