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"Letzte Woche habe ich erstmalig in meinem Leben 50 Kisten Melonen entsorgt"

Großhandelskunde hält sich immer noch beim Einkauf italienischer Ware zurück

Das Tief der Corona-Krise scheint längst überwunden zu sein: Die Schutzmaßnahmen in den einzelnen europäischen Ländern werden schrittweise gelockert, die Geschäfte kommen langsam wieder ins Rollen. Doch bei Obst & Gemüse aus Italien - dem ersten Corona-Brandherd Europas - zeigt der Großhandelskunde sich nach wie vor zurückhaltend. Dies habe gravierende Auswirkungen auf den spezialisierten Fachgroßhandel. 

Aktuell kommen jede Menge Steinfrüchte aus den bedeutenden italienischen Anbaugebieten auf den Markt. "Die Qualität ist ausgezeichnet. Bei den Nektarinen sind beispielsweise alle Varietäten verfügbar, von den Standard-Sorten bis ganz Gelbe. Auch die Preise sind im üblichen Rahmen, nur um 0,50 Cent/kg über dem Vorjahresniveau. Die Nachfrage ist hingegen im Keller, womöglich greift man entweder auf regionales Steinobst oder andere Herkünfte zurück", erläutert Lino Manduca, Inhaber der Albstädter Firma Italia Natur auf Nachfrage.


Lino Manduca fährt regelmäßig selbst nach Italien um die Qualität der Erzeugnisse vor Ort zu kontrollieren.

Melonen & Trauben
Laut dem erfahrenen Spezialisten habe die Krise katastrophale Folgen für den Lebensmittelhandel, sowohl kurz- als auch langfristig betrachtet. "Zum Höhepunkt der Krise habe ich einige Woche gar nicht arbeiten können. Letzte Woche habe ich erstmalig in meinem Leben 50 Kisten sizilianische Melonen entsorgen müssen, obwohl die Ware qualitativ sehr gut war. Ich befürchte sogar, dass wir die Folgen dieser Krise noch zwei Jahre spüren werden."

Auch bei den italienischen Trauben, normalerweise einem sehr beliebten Produktsegment im deutschen Handel, prägt eine miese Nachfrage das Marktgeschehen. "Es ist bereits seit Anfang der Kampagne tote Hose. Wir haben die Preise dementsprechend nach unten angepasst, trotzdem läuft die Vermarktung äußerst schleppend."


Pralle Steinfrüchte aus Italien

Existenzbedrohende Situation
Für Manduca und seine Kollegen wird die Lage langsam aber sicher existenzbedrohend. "Die Leute bleiben beim Einkauf italienischer Ware äußerst vorsichtig, das ist katastrophal für die italienische Exportbranche." Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, auch beim gebürtigen Italiener: "Ein paar treue Abnehmer - vorwiegend Wochenmarkthändler und Facheinzelhändler - kaufen immer noch bei mir ein, manche sind auch wieder zu mir zurückgekehrt."

Eine letzte Alternative würde sich noch anbieten um das seit über 30 Jahren bestehende Unternehmen über Wasser zu halten. "Wir sind gerade dabei unser Sortiment zwangsläufig auf weitere italienische Spezialitäten, etwa Büffelmozzarella, Dosenware, Weine oder Pistazien, umzustellen. Meine große Leidenschaft ist aber nach wie vor Obst und Gemüse." 

Weitere Informationen:
Italia Natur / Großhandel Sizilien Gemüse
Inh: Lino Manduca
Ludwig Thoma Str. 9
72461 Albtstadt
Fon: 0049 175 529 36 28
siziliengemuese@hotmail.de  
www.siziliengemuese.de        


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