Florian Wolz, Franken-Gemüse Knoblauchsland eG:

"Der Umsatz in unserem Online-Shop hat sich während des Lockdowns verzehnfacht"

Zu Beginn der Coronakrise gab es so einige Spekulationen über die Auswirkungen, die die Pandemie auf den Onlinehandel mit frischen Lebensmitteln haben würde. Mancherorts gab es mehrere Wochen Wartezeit für Bestellungen – der Handel war offensichtlich nicht auf den Ansturm vorbereitet und hatte nicht die notwendigen Kapazitäten zur Verfügung. Der Boom der letzten Monate könnte jedoch auch genau das gewesen sein, was der Onlinehandel gebraucht hat um beim deutschen Verbraucher Fuß zu fassen.

Die Franken-Gemüse Knoblauchsland eG betreibt bereits seit einigen Jahren einen Online-Shop. Im vergangenen Jahr sprachen wir bei unserem Besuch in Nürnberg mit Geschäftsführer Florian Wolz über die Entwicklung – und die Vorlieben seiner gut 100 Kunden pro Monat. Im Jahr 2020 sieht es schon ganz anders aus: „Das Coronavirus ist eingeschlagen wie eine Bombe und wir konnten unseren Umsatz so, in den Monaten des Lockdowns, gut verzehnfachen. Von rund 100 Bestellungen im Monat haben wir einen Spitzenwert von 120 Bestellungen an nur einem Tag erreicht.“ Inzwischen habe sich das Geschäft aufgrund der Lockerungen wieder beruhigt, jedoch hofft er, dass dem Knoblauchsland-Gemüse Shop der eine oder andere treue Kunde bestehen bleibt.

„Wir sind sehr zufrieden mit der aktuellen Entwicklung. Auch wenn die Bestellungen etwas zurück gegangen sind sehen wir, dass gut 30-40% unserer Kunden wiederholt bei uns bestellen“, berichtet Wolz stolz. „Das bringt wieder etwas mehr Leben in dieses Projekt, das vorher nur sehr schleppend Resultate zeigte. Jetzt haben wir die Möglichkeit zu investieren und zu experimentieren.“

Eines dieser Experimente ist die geplante Smoothie-Box, die bald ins Sortiment des Shops aufgenommen werden soll. „Unsere Smoothie-Pakete sind eine praktische Mischung um Smoothies frisch zuhause zu machen. Wir liefern das benötigte Obst und Gemüse und auch kleine Rezeptkarten.“ Verwendet werden dafür vorwiegend regionale Produkte, von Tomaten und Erdbeeren über Spinat.

Im normalen Tagesgeschäft der Erzeugergenossenschaft bemerkt man inzwischen nur noch wenig vom Virus. „Generell läuft die Saison bisher positiv. Die Produktionsmenge bei den Erzeugern ist gut und auch der Abverkauf läuft. Durch die Hamsterkäufe im März hatten die Betriebe, insofern möglich, größere Mengen eingeplant – jetzt da die Absätze sich wieder normalisiert haben führt das zu einer leichten Übermenge.“ Das wiederum sorgt für günstige Preise.

Es war Wolz von Anfang an wichtig, nicht zur Panikmache unter den Verbrauchern beizutragen: „Es war die Rede von knappen Mengen und hohen Preisen, letztendlich kam es aber nicht wirklich dazu. Insgesamt ist alles noch recht glatt gelaufen.“

„Es gab trotzdem gewisse Zyklen, Wochen mit Mehrmengen und tendenziell schlechtere Wochen.“ Allerdings fand eine leichte Verschiebung statt: „Traditionell ist die Woche nach Ostern ein regelrechtes Umsatzloch, das war in diesem Jahr nicht der Fall. Wir gehen davon aus, dass das daran lag, dass die Leute nicht in den Urlaub fahren konnten.“

Alles in allem kehre jetzt wieder vieles zur Normalität zurück. Das sei einerseits gut, andererseits ein Problem: „Wir müssen die Leute oft daran erinnern, sich an die Maßnahmen zu halten. Die Hygieneregeln und die Abstände sind Dinge, die auch weiterhin wichtig sind. Wir müssen weiter wachsam sein und Skandale für unseren Sektor vermeiden.“

Hier geht es zum Knoblauchsland-Gemüse Shop.

Für weitere Informationen:
Florian Wolz
Franken-Gemüse Knoblauchsland eG
Raiffeisenstraße 200
90427 Nürnberg
Tel. 0911 93483-0
Mail: info@franken-gemuese.de 
Web: https://www.franken-gemuese.de/ 


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