Reichenau Gemüse eG über Einkaufsverhalten und nachhaltige Verpackungen

"Wir hoffen, dass erhöhte Wertschätzung für heimische Erzeugnisse auch nach der Krise anhält"

Auch auf der Gemüseinsel Reichenau kehrt die Ruhe nun langsam wieder ein. Die plötzliche Veränderungen im Einkaufsverhalten und die erhöhten Anforderungen des Handels im Zuge der Corona-Pandemie haben auch die süddeutsche Genossenschaft teilweise vor große Herausforderungen gestellt, bestätigt der stellvertretende Geschäftsführer Christian Müller. Zudem habe die Krise auch die allmähliche Weiterentwicklung der nachhaltigen Verpackung überschattet.

Das Management der Erzeuger- und Absatzgenossenschaft schaut selbstverständlich auf eine spannende Zeit zurück. Trotz der Ausnahmesituation lief die diesjährige Gemüsekampagne jedoch wie geplant, so Müller. „Januar-Februar gab es wie gewohnt die ersten Unterglassalate, später folgten Radieschen, Gurken und verschiedenste Bio-Erzeugnisse. Es gab eine Phase wo der Konsum von Fruchtgemüse deutlich hinter der angebotenen Menge lag. Es hat aber auch Situationen gegeben, in denen wir eine enorme Nachfrage gesehen haben. Weil die Gastronomie im Zuge der Schließung gar kein Ostergeschäft hatte, hat man viel mehr zu Hause gekocht.“ Dies habe den Mengenfluss in den jeweiligen Absatzbereichen deutlich beeinflusst.


Das Team der Reichenau eG auf der diesjährigen BioFach in Nürnberg. Äußerst rechts: stellv. Geschäftsführer Christian Müller. 

Bedingt durch die Krise waren die Transporte aus Italien, Spanien usw. nicht optimal, sodass man zwangsläufig auf die eigene Produktion angewiesen war, stellt Müller fest. „Somit haben wir auch eine höhere Wertschätzung beim Verbraucher für unsere Erzeugnisse erfahren und ich hoffe, dass das auch nach der Krise so bleiben wird. Wie sich das weiterentwickeln wird, lässt sich aber derzeit schwierig prognostizieren.“

Rückkehr der Verpackungsthematik
Eins der neuesten Steckenpferde des Unternehmens war der Marktlaunch einer innovativen und nachhaltigen Verpackungslösung. Gemeinsam mit dem Hersteller und Lieferanten der Wellpappschalen (RONDO), und einem schwäbischen Maschinenbauer hat man letztes Jahr eine Maschine entwickelt, die die Wellpappschalen unterschiedlichster Formate mittels Klebepunkt so verschließen kann, dass die o.g. Forderungen gänzlich umgesetzt werden können. Somit wurde das Flowpacken der Schale, also der Einsatz von Plastikfolie vermieden, gleichzeitig werden alle Forderungen an die Verpackung erfüllt.


Reichenau-Tomaten in nachhaltiger Verpackung

„Wir sind nach wie vor bemüht, die Verklebetechnik entsprechend zu optimieren und das Konzept weiter voranzubringen. Gleichzeitig stellen wir fest, dass der Handel derzeit andere Probleme als die Verpackung oder Aufbereitung der Ware hat", ergänzt man.

Rechts: Christian Müller zeigt die neuartige Verpackungsinnovation beim Marktlaunch im Spätsommer 2019

Währenddessen beobachtet man, dass der Endverbraucher in diesen Zeiten von Corona recht verunsichert sei. „Der Endverbraucher hat auch bevorzugt zur verpackten Ware gegriffen. Ob und inwiefern das Thema Verpackung im Zuge der Krise eine Rolle spielen wird, kann ich dennoch momentan an dieser Stelle schwer beurteilen. Es gab Änderungen beim Einkauf und es wird bestimmt noch welche geben, unsere Aufgabe ist es aber nach wie vor den Anforderungen des Handels gerecht zu werden“, erläutert Müller schließlich.

Weitere Informationen:
Reichenau Gemüse eG
Christian Müller  
Reichenau-Gemüse eG
Marktstr. 1, 78479 Insel Reichenau
Tel.: +49 7534 9200-31
Mail: ch.mueller@reichenaugemuese.de 
Web: www.reichenaugemuese.de 


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