Laut Senih Yazgan, Vizepräsident der Uludag Fresh Fruits and Vegetables Exporters Association, ist die Kirschsaison sehr gut gestartet. Die Exporte gehen größtenteils nach Deutschland, in die Niederlande oder nach Italien.
"Als die Saison angefangen hat, ist die Nachfrage sofort groß gewesen. Das gilt aber nicht nur für türkische Kirchen, sondern insgesamt für türkische Agrarprodukte. In Italien wurde ein Teil der Kirschernte durch die kühlen Temperaturen geschädigt. Deswegen ist die Türkei jetzt ihre einzige Alternative", sagte Yazgan.
Yazgan zufolge haben sie sich am Anfang etwas Sorgen um die Nachfrage gemacht, weil es Anfang Mai und Juni viel geregnet hat. Das hat sich jedoch zum Glück nicht auf die Exporte ausgewirkt.
"Diese Saison sind die Erträge in allen türkischen Anbauregionen besser als erwartet. Erst dachten wir, der Regen könnte zum Problem werden, aber die Exporte sind davon nicht betroffen. Dazu kommen die kalten Temperaturen in Europa und dass die Spanier keine Erntehelfer finden. Das begünstigt natürlich die türkischen Exporte", sagte Yazgan.
In den ersten Tagen der Exportsaison lagen die Preise für türkische Kirschen bei 40 bis 45 türkische Lira (5,16 - 5,81 Euro) pro Kilo. Inzwischen kosten die Kirschen allerdings nur noch 25 bis 30 türkische Lira (3,23 - 3,87 Euro), so Yazgan.
"Momentan exportieren wir vor allem nach Deutschland, aber auch viel in die Niederlande. Obwohl Italien selbst Kirschen anbaut, importieren sie auch unsere Kirschen. Dieses Jahr exportieren wir auch erstmals größere Mengen nach Dänemark und Norwegen. Auch die Exporte nach Großbritannien steigen."
Yazgan betonte, dass die türkischen Kirschen auf dem europäischen Markt sehr beliebt sind. "In Europa kennt man türkische Kirschen einfach und Länder wie Spanien, Italien und Griechenland hätten gerne unsere Position im Markt."
Quelle: AA