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Martin Ammann (Tobi Seeobst) zur Entwicklung des Clubsorten-Portfolios

"Uns ist es äußerst wichtig, alle nachgefragten Clubsorten anbieten zu können"

Da steckt viel Arbeit drin: Bis eine Apfel- oder Birnensorte zur Clubsorte gekürt und ins Tobi-Sortiment aufgenommen wird, ist es ein weiter Weg. Martin Ammann, Leiter Einkauf und Mitglied der Geschäftsleitung bei Tobi Seeobst, erläutert das aufwendige Prozedere.

Herr Ammann, wie wird eine neue Sorte zur Clubsorte von Tobi?
"Das ist ein sehr langer Prozess. Wir pflegen engen Kontakt zu den meisten Züchtungsprogrammen weltweit. So erfahren wir direkt von ihren Neuheiten. Besonders wichtig für den nachhaltigen Obstanbau ist eine hohe Robustheit gegenüber Krankheiten und Schädlingen.
Von vielversprechenden neuen Sorten holen wir ein paar Testbäume in die Schweiz und pflanzen sie in den beiden Versuchsgärten im Osten und im Westen – dadurch können wir auch den Einfluss unterschiedlicher Klimabedingungen erkennen."


Der Clubapfel Swing / Bild: Tobi Seeobst

"Während zweier bis dreier Erntejahre beschauen und degustieren wir die Früchte und beobachten das Baumverhalten. Für die meisten Neuheiten ist hier bereits Schluss, denn nur mit Sorten, die wirklich in allen Belangen überzeugen, können wir in die nächste Stufe gehen – den kommerziellen Testanbau", heißt es weiter.

Wie geht es dann weiter?
"Mit den Früchten aus dem kommerziellen Testanbau gehen wir zu unseren Kundinnen und Kunden und holen deren Rückmeldungen ein. Ihre Meinung ist ein Schlüsselfaktor dafür, ob eine neue Sorte tatsächlich angebaut wird. Denn einzig der Konsument bzw. die Konsumentin entscheidet anhand des Kaufverhaltens, ob eine neue Sorte erfolgreich ist und somit im Sortiment der Tobi Seeobst AG eine Zukunft hat."

Welche Bedeutung haben die Clubsorten für das Geschäft?
"Die Tobi Seeobst AG beliefert die wichtigsten Schweizer Grossverteiler. Für unser Geschäft ist es daher äusserst wichtig, alle nachgefragten Clubsorten anbieten zu können.
Den Obstbauern und -bäuerinnen bieten Clubsorten eine gewisse Sicherheit für nachhaltige Preise, weil deren Anbaumengen steuerbar sind und somit eine Überproduktion mit entsprechendem Preiszerfall vermieden werden kann."

Er ergänzt: "Aus Sicht der Grosshandelsbetriebe ist es wichtig, die erfolgreichen Clubsorten im Sortiment zu haben. Der Wunsch nach Sorteninnovation ist gross, der Platz an der Verkaufsfront jedoch sehr begrenzt. Daher muss eine neue Sorte, die den Durchbruch schaffen will, in allen Belangen überzeugen."

Neue Clubsorte: Swing®
Eine äusserst nachhaltige Apfelsorte, welche nebst einer Schorfresistenz auch eine hohe Robustheit gegenüber Blattläusen und eine sehr hohe Toleranz gegenüber Feuerbrand aufweist. Der Baum ist relativ einfach zu handhaben und trägt regelmässig. Sein leuchtendes Rot, seine Saftigkeit und Knackigkeit mit fester Struktur sowie seine äusserst interessante Aromatik in Kombination mit hervorragendem Shelf life machen Swing® zum Genuss.

Neue Clubsorte: Magic Star®
Die eher schwach wachsende Sorte stellt sicher etwas mehr Ansprüche an den Obstbauern als andere, die Frucht hingegen ist einzigartig! Auch wenn die Geschmäcker der Konsumentinnen und Konsumenten verschieden sein mögen – bei Magic Star® herrscht allgemeiner Konsens, dass es in puncto Aromatik und Geschmack weltweit wohl kaum etwas Besseres gibt. Auch Magic Star® begeistert mit hervorragender Festigkeit und Textur, zudem weist die Sorte eine Haltbarkeit auf wie kaum eine andere. Diese positiven Eigenschaften in Kombination mit seiner Schorfresistenz machen ihn zum idealen Apfel der Zukunft.

Weitere Informationen:
www.tobi-fruechte.ch/de 


Erscheinungsdatum:



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