Deutschland als wichtigster Verkaufsmarkt in der EU

"2019 haben die Niederlande seit langer Zeit zum ersten Mal mehr Bananen importiert als Belgien"

Der Bananenweltmarkt war in den vergangenen drei Jahren immer stabil. Weltweit wurden ungefähr 21 Millionen Tonnen Bananen gehandelt. Dazu zählen auch Kochbananen, der Re-Export wurde jedoch nicht mit eingerechnet. Somit deuten die Zahlen ein graduelles Wachstum an. Zur Jahrhundertwende hin waren es noch 12 Millionen Tonnen. Vor zehn Jahren hingegen schon 16 Millionen Tonnen.

1 Million bis 1,5 Millionen Tonnen Kochbananen
Die Zahlen in diesem Artikel beziehen sich auf den weltweiten Handel, wozu auch zwischen 1 bis 1,5 Millionen Tonnen Kochbananen zählen. Die größten Kochbananen Exporteure sind Guatemala und Ekuador. Im vergangenen Jahr haben beide Länder etwa 230.000 Tonnen exportiert - überwiegend in die Vereinigten Staaten. Der drittgrößte Exporteur ist die Dominikanische Republik. 2019 exportierte das Land 220.000 Tonnen Kochbananen, die allerdings überwiegend nach Europa gingen.

Ekuador ist das wichtigste Exportland
Ekuador ist mit Abstand der weltweit wichtigste Bananenexporteur. Die Exporte sind in den vergangenen Jahren auf 6,9 Millionen Tonnen gestiegen. Das entspricht einem Drittel der weltweiten Exporte. Die darauf folgenden Exportländer folgen mit großem Abstand, unterscheiden sich untereinander aber nur geringfügig. Auf Platz 2 liegen Guatemala (2019 lagen die Exporte bei 2,7 Millionen Tonnen) und die Philippinen (ebenfalls mit 2,7 Millionen Tonnen). Darauf folgen mit minimalen Abstand Costa Rica (2,4 Millionen Tonnen) und Kolumbien (ebenfalls 2,4 Millionen Tonnen).

Zusammen machen diese fünf Länder fast 80% des globalen Bananenhandels aus. Die Exporte aus Guatemala sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Exportzahlen der Philippinen hingegen schwanken immer wieder. Costa Rica und Kolumbien hatten ihr hoch vor drei Jahren. Danach sind die Mengen wieder ein wenig zurückgegangen.

Die Niederlande und Belgien sind große Re-Exporteure
Auf diese fünf großen Exporteure folgen drei wichtige Re-Exporteure: die Niederlande, Belgien und die USA. Dahinter kommen fünf weitere Exportländer: Honduras, Mexiko, die Dominikanische Republik, die Elfenbeinkoste und Panama. Zusammen exportieren diese Länder zwischen 430.000 und 550.000 Tonnen Bananen. Die Exporte aller fünf Länder sind seit einigen Jahren nicht mehr gestiegen.

EU Importe seit 2017 stabil; Anteil bei fast 30%
Die Vereinigten Staaten gelten als bester Verkaufsmarkt. 2017 haben die Importe mit 5,2 Millionen Tonnen ihren Höhepunkt erreicht. Daraufhin sind sie wieder etwas zurückgegangen. Die Europäische Union importiert jährlich etwa 6 Millionen Tonnen Bananen. Die Importe sind seit 2017 stabil geblieben. Nach der EU und den USA folgt Südostasien als drittgrößte Import-Region.

Die Importe der Region sind im vergangenen Jahr auf 3,5 Millionen Tonnen angestiegen. Innerhalb der Region ist China der größte Markt. China ist inzwischen der zweitgrößte Importmarkt. 2019 hat das Land fast 2 Millionen Tonnen Bananen importiert. Weltweit liegt Russland auf Platz 3 der größten Bananen Importeure. Im vergangenen Jahr importierte das Land 1,5 Millionen Bananen. Das entspricht in etwa den Zahlen aus den beiden Vorjahren.

2019 haben die Niederlande seit langer Zeit erstmals mehr Bananen importiert als Belgien
Innerhalb der Europäischen Union haben die Niederlande Belgien als größten Importeur überholt. Die niederländischen Importe sind auf 1,32 Millionen Tonnen, im Vergleich zu 1,14 Millionen Tonnen in 2018, gestiegen. Die belgischen Importe hingegen sind gesunken. Beide Länder re-exportieren den Großteil der importierten Bananen in andere EU-Länder. Mit 1,2 Millionen Tonnen gilt Deutschland als wichtigster Verkaufsmarkt in der EU.

Das ehemalige EU Mitglied Großbritannien importiert ebenfalls viele Bananen. Im vergangenen Jahr waren es mehr als eine Million Tonnen. Außerhalb der EU ist, neben den USA und China, auch Japan ein wichtiger Verkaufsmarkt für Bananen. Auf die EU Länder Italien und Frankreich folgt Kanada. Danach kommen Polen, Argentinien und Spanien. Worauf wiederum Südkorea, Chile, die Vereinigten Arabishen Emirate, Saudi Arabien, Griechenland und Rumänien folgen.

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Für weitere Informationen: 
Jan Kees Boon
Fruit and Vegetable Facts
Tel: +31 (0) 654 687 684
Email: fruitvegfacts@gmail.com  
Website: www.fruitandvegetablefacts.com


Erscheinungsdatum:



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