Corona-Nachrichtenbulletin:

Maut-Erhöhung in Flandern, Preisanstiege und Chancen für O&G, Charterflüge in Tirol und Großbrittanien

20 Tonnen Kartoffeln aus Grebenstein für Rumänien 
Die Corona-Pandemie trifft südosteuropäische Länder besonders hart. In Rumänien hungern Menschen. Ein Lebensmitteltransport aus Hessen soll helfen. Aus Fagaras, einer Stadt in Siebenbürgen, hat Johannes Klein, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, die beiden Landwirte Ottmar Rudert (Ostheim) und Günter Rüddenklau (Westuffeln) angeschrieben und auf die Not der dortigen Bevölkerung aufmerksam gemacht. „Das Hungertuch ist bei uns wieder sprichwörtlich geworden“, schreibt der Pfarrer.

Ackerbauer Hartmut Neutze aus Schachten hat derzeit noch jede Menge Kartoffeln im Lager liegen. „Bei unseren Großabnehmern in der Gastronomie und Kantinen sind wir aufgrund der Coronakrise in den letzten Wochen nichts mehr losgeworden“, sagt Neutze gegenüber HNA. „Der Lockdown hat auch uns voll erwischt“. Und so musste Neutzes Betrieb auch den gerade aufgenommenen Schälbetrieb wieder einstellen. Doch bevor Neutze seine Kartoffeln weit unter Preis an die großen Ketten „verschenken“ würde, will er sie lieber spenden „an Leute, die es nötig haben“.

Flandern: LKW-Maut trotz Ausnahmezustand erhöht
Die flämische Regierung hält trotz des Protests des belgischen Verbands für Straßengütertransport Febetra an der für den 1. Juli geplanten Erhöhung der Lkw-Maut fest. Der entsprechende Beschluss ist jetzt offiziell im flämischen Amtsblatt veröffentlicht worden, wie belgische Medien übereinstimmend berichten. Febetra reagierte darauf empört.

„Das ist ein Schlag ins Gesicht für den Transportsektor“, schrieb Febetra Direktor Philippe Degraef auf „Twitter“. Aufgrund der Corona-Krise hätten viele Unternehmen schon jetzt mit finanziellen Problemen zu kämpfen. „Maut-Wahnsinn + Coronavirus = tödlicher Cocktail“, fasste Degraef die Meinung seines Verbandes in einer Gleichung zusammen.

122 Stammarbeitskräfte für den Tiroler Gemüsebau in Innsbruck gelandet.
Der von Tiroler Gemüsebaubetrieben organisierte und bezahlte Laudamotion-Flug für langjährige Schlüsselarbeitskräfte aus Rumänien ist heute, Mittwoch, am späteren Nachmittag in Innsbruck gelandet. Das Einreisemanagement mit den gesetzlich vorgeschriebenen grenz- und gesundheitspolizeilichen Kontrollen und Auflagen wurde von den Behörden und dem Roten Kreuz unter Wahrung der erforderlichen Sicherheitsabstände am Flughafen durchgeführt.

122 Stammarbeitskräfte für den Tiroler Gemüsebau, 20 Fachkräfte für Kärnten sowie ein österreichischer Staatsbürger, der mit dem von den Gemüsebaubetrieben gecharterten Flug nach Österreich zurückkehren konnte, wurden schon beim Abflug in Rumänien mit Mund-Nasen-Masken und Handschuhen ausgestattet. Die Platzvergabe im Flugzeug erfolgte bereits entsprechend der Betriebszugehörigkeit.

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'Schweizer LEH soll auch nach der Krise abnormales Gemüse verkaufen'
Einen über ein Kilo schweren Kabis im Coop kaufen? Grünen-Nationalrätin Meret Schneider fordert, dass Normgrössen für Früchte und Gemüse aufgehoben wird. Die Detailhändler zeigen sich nur teilweise bereit.

Gastronomiebetriebe bleiben in der Schweiz bis auf Weiteres geschlossen. Das hat der Bundesrat am Donnerstag verkündet. Die Einstellung des Restaurant-Betriebes ist Grund dafür, dass derzeit Rüebli, Kohlköpfe und Kartoffeln, die nicht den vom Detailhandel festgelegten Normgrössen entsprechen, trotzdem in den Läden landen.

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Höhere Preise, große Chancen für Obst & Gemüse
Das Geschäft mit Obst und Gemüse läuft gut: Von Plus 23 Prozent im Umsatz berichtet beispielsweise Edekaner Michael Seidl aus Kulmbach allein zu Ostern. Plus 18 Prozent meldet die Lüning Handelsgesellschaft zu Ostern. Bei der Erzeugergemeinschaft Landgard ist man zwar verhaltener, aber dennoch positiv. „Generell unterliegt der Bereich Obst & Gemüse ja immer saisonbedingten Schwankungen, die sich je nach Witterungsbedingungen unterschiedlich stark auswirken“, heißt es dort.

„Im Zuge der Corona-Pandemie verzeichnen wir insgesamt bei den meisten Produkten eine Nachfrage, die leicht über den Vergleichswochen des Vorjahres liegt. Dies ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass die Verbraucher mehr selbst kochen und der Außer-Haus-Verzehr im Zuge der Corona-Krise gesunken ist.“ Einen sprunghaften Anstieg des Sortiments im Rahmen der „Hamsterwelle“ konnten die Niederrheiner aber offenbar nicht beobachten.

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Helfer eingeflogen: Ohne Osteuropäer verdirbt Briten die Ernte Großbritannien steuert auf ein Ausscheiden aus der EU zu, ohne dass die künftigen Beziehungen geregelt wären. Das könnte viele Jobs kosten. Der Versuch, Briten stattdessen in der Landwirtschaft zu beschäftigen, scheitert krachend. Das sollte London eine Warnung sein.

Mittlerweile fehlen nämlich noch rund 80.000 Feldarbeiter für den Sommer. Und so ist vergangene Woche die erste Gruppe eingeflogen worden, um die 150 Rumänen. Zwei Wochen zuvor schon hatte Nick Ottewell, ein Salatbauer aus Kent - wo übrigens eine große Mehrheit für den Brexit gestimmt hat -, auf eigene Faust 80 Osteuropäer einfliegen lassen, obwohl er noch gar keine Arbeit für sie hatte. Trotzdem hat er sie bezahlt und ihnen eine Unterkunft gegeben - denn sogar das sei günstiger für ihn, als ungeübte Briten einzustellen, erzählte er der BBC. Für die Saisonarbeiter hätte es besser nicht laufen können.

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