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Corona-Nachrichtenbulletin:

Eurowings holt Erntehelfer nach Deutschland, krisenbedingte Ernährungswende und Absage der Fachmesse ÖGA

Eurowings fliegt 80.000 Erntehelfer ein
Bereits seit Wochen schlagen die Bauern in Deutschland Alarm: Ihnen fehlen wegen der Einreisesperren mehrere Hunderttausend Erntehelfer aus Osteuropa. Zwar erklärten sich inzwischen etliche Deutsche bereit, die Landwirte zu unterstützen. Das reicht aber vorn und hinten nicht. Die Gefahr besteht, dass große Teile der Ernte vergammeln und nicht in die Lebensmittelmärkte gelangen.

Nun dürfen 80.000 Hilfskräfte eingeflogen werden, metldet FVW. Das erlaubt die Bundesregierung. Sie sollen sowohl bei der Ernte von Spargel, Rhabarber, Salat, Erdbeeren und Gurken als auch beim Pflanzen von Salat, Kohl und viele andere Gemüsearten helfen.

Auf einer „Erntehelfer-Website“ von Eurowings können Bauern ihren konkreten Bedarf an Sitzplätzen und den gewünschten Start- und Zielflughafen angeben. Als aktuell geplante Abflughäfen gelten Iasi, Temeschwar, Hermannstadt, Klausenburg und Bukarest. Gelandet werden soll in Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig und Nürnberg.

Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, wohnen die Menschen strikt getrennt von anderen Beschäftigten. Zugleich dürfen die Zimmer nur mit halber Kapazität belegt werden.

„Es tut uns in der Seele weh, wenn wir Flächen nicht ernten können"
Zwar wurde in diesem Jahr die hessische Spargelsaison so früh wie nie eröffnet. Aber die südhessischen Anbauer sehen sich mit Anforderungen konfrontiert wie kaum zuvor. Nicht nur stehen viele Stände noch mangels Personal ungeöffnet in der Verkaufslandschaft des Rhein-Main-Gebietes und darüberhinaus. Was noch viel schimmer wiegt ist das Fehlen von ausländische Erntehelfern aus Osteuropa, die ansonsten die Stütze der Spargelernte auch in Hessen waren.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen, Rolf Meinhardt, geht davon aus, dass in diesem Jahr nur 30 bis 40 Prozent der verfügbaren Menge an Spargel geerntet werden kann. Denn nur ca. 20 Prozent der ausländischen Saisonarbeitskräfte konnten bisher aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus einreisen. „Das ist für viele Betriebe eine Katastrophe“, so Rolf Meinhardt. „Es tut uns in der Seele weh, wenn wir Flächen nicht ernten können und sie schon frühzeitig aus der Produktion nehmen müssen. Ich habe hochgerechnet, dass statt der 200.000 Arbeitskräfte, die sonst für die Spargel- und Erdbeerernte anreisen, in diesem Jahr ungefähr eine Millionen Arbeitskräfte benötigt werden, wenn man davon ausgeht, dass die meisten Erntehelfer in Teilzeit oder auf Minijob-Basis arbeiten. Das ist eigentlich kaum machbar und auch nicht logisch. Wir fühlen uns hier von der Bundesregierung allein gelassen, wurde doch kürzlich betont, dass die Landwirtschaft systemrelevant sei“, ergänzt Rolf Meinhardt.

Hier gelangen Sie zum vollständigen Artikel.

Österreichs Überseeverkehre via Hamburg als stabil eingestuft
Trotz der Auswirkungen durch COVID19 und den damit verbundenen Einschränkungen sind die Güterverkehre zwischen Hamburg und Österreich stabil. Wie eine Blitzumfrage der Hafen Hamburg Repräsentanz Wien bei den größten Verladern in der österreichischen Überseebranche ergab, läuft die Produktion in Österreich größtenteils ohne Einschränkungen und auch für die nächsten Wochen sind weiterhin Exporte nach Übersee geplant. Eine Ausnahme stellt die Automotive-Branche dar, wo die Produktion vorübergehend stark zurückgenommen wurde.

Des Weiteren hat die Umfrage ergeben, dass alle österreichischen KV-Terminals (KV = kombinierter Verkehr) weiterhin geöffnet sind und der Betrieb uneingeschränkt läuft. Auch die Containeroperateure und Spediteure sind weiterhin im Einsatz und passen das Transportangebot an Veränderungen auf der Nachfrageseite flexibel an. So werden ab dieser Woche etwa 25 Prozent weniger Züge zwischen Hamburg und Österreich verkehren. Das verdeutlicht angesichts der Gesamtsituation in Europa eine immer noch relativ stabile Entwicklung. Durch die sehr gute Anbindung an das Schienennetz, die hohe Anzahl an Ganzzugverbindungen und die weltweiten direkten Schiffsverbindungen ist Hamburg seit Jahrzehnten der wichtigste Hafen für die österreichische Wirtschaft im Containersegment. „Auch in der herausfordernden Situation, in der wir uns derzeit befinden, ist der Hamburger Hafen Österreichs Tor zu Welt“, sagt Alexander Till, Leiter der HHR Wien.

Weitere Informationen:
www.hafen-hamburg.de 

Ernährungswende durch die Corona-Krise?
Der Ernährungsrat München fordert den Aufbau eines regionalen Ernährungssystems. Die Corona-Pandemie zeige, wie abhängig der Markt vom Import sei. Vorige Woche erst hat Vietnam den Export von Reis gestoppt, um zunächst die Versorgung der eigenen Bevölkerung zu sichern. Auch die Händler in der Münchner Großmarkthalle spüren erste Anzeichen für Veränderungen. Die Geschäftsleute sind besorgt, dass im Herbst Salat und Gemüse rar und teuer werden könnten, berichtet TZ.de.

Einer, der sich auskennt, ist Günther Warchola. Jeden Tag steht der Händler in der Großmarkthalle. „Wir dürfen ja noch arbeiten, Gott sei dank.“ Doch einfach sei es nicht, sagt der Präsident des Verbandes des Bayerischen Frucht-Import- und Großhandels. Bereits jetzt werden Zucchini oder französischer Knoblauch knapp. „Die Bauern kommen nicht zu den Exporteuren. Und der Lebensmittelhandel hat nicht genügend Ware und muss zukaufen.“

Schweizer Fachmesse ÖGA abgesagt
Die Träger haben entschieden, die 31. Ausgabe der Fachmesse ÖGA vom 24.-26. Juni 2020 aufgrund der Corona-Situation abzusagen. Bei der Entscheidung sind Rückmeldungen von Ausstellern und Branchenvertretern eingeflossen. Die nächste ÖGA findet im ordentlichen Rhythmus statt, d.h. vom 29. Juni bis 1. Juli 2022. Vorbehalten bleiben alternative Event-Angebote in der Zwischenzeit. Der neue Termin gibt Ausstellenden wie Besuchenden Planungssicherheit. Dies ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches Messeerlebnis.

Die ÖGA ist die Nr. 1 der Schweizer Fachmessen der Grünen Branche und der unverzichtbare Termin für jeden Profi. Dazu gehört der professionelle Gartenbau (Garten-/Landschaftsbau, Zierpflanzenbau, Baumschulen, Endverkauf, Floristik, Friedhöfe und Gartencenter), der Gemüse- und Beerenbau, das Öffentliche Grün, der Kommunalbereich und die Bauwirtschaft. Sie findet alle zwei Jahre in Kalenderwoche 26 statt. Die nächste Auflage der Fachmesse findet nun vom 29. Juni -1. Juli 2022 statt. Für die Zwischenzeit prüft die ÖGA jedoch alternative Event-Angebote für Ausstellende und Besuchende.

Weitere Informationen: www.oega.ch/de 

Online-Lieferservice für Gemüsepflanzen
In den Gewächshäusern vom Gartenbaubetrieb Starke in Frankenau sprießt der Salat. Viele tausend Salatköpfe warten darauf jetzt geerntet zu werden. Mit Erleichterung vernahmen Jens und Heike Starke, dass nun Wochen- und Frischemärkte wieder geöffnet werden. "In unsere Verkaufsstellen kommen seit der Corona Krise weniger Kunden, der Großhandel nimmt uns so gut wie nichts ab. Er belieferte sonst Gaststätten, die nun fast alle geschlossen haben, mit unseren frischen Küchenkräutern und Feldsalat", erklärt Heike Starke gegenüber Blick.de. Doch die Pflanzen fragen nicht nach Krisen. Sie wachsen über einen längeren Zeitraum, müssen gegossen und gepflegt werden. So wurden die Gewächshäuser beim Gartenbaubetrieb Starke Ende Januar mit den Salatpflanzen bestückt.

In den Gewächshäusern stehen schon Tomatenpflanzen, jede Menge Küchenkräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Dill sowie Beet- und Balkonpflanzen. Auch Radieschen wurden ausgesät. "Der erste Schwung Gurkenpflanzen hat sich gut entwickelt und wurde bereits angebunden, die nächsten Jungpflanzen warten darauf in Kürze umgesetzt zu werden. Wir müssen weiter arbeiten wie bisher und wissen nicht was sein wird, wenn unsere Produkte erntereif sind. Diese Ungewissheit ist furchtbar", erklärt Firmenchef Jens Starke, der für seinen Betrieb keine staatliche Förderung beantragen kann. Einen zusätzlichen Kredit aufnehmen, käme für das Gartenbauunternehmen auch nicht in Frage.

Weitere Informationen:
www.gartenbau-starke.de/ 

Südtirol: Beiträge für Verarbeitungsräume und Hofläden
Eine gute Nachricht gibt es für südtiroler Betriebe, die ihre landwirtschaftlichen Produkte verarbeiten und direkt verkaufen: Diese Beiträge sind bald wieder zugänglich. Die Landesregierung hat die Kriterien bereits beschlossen. Sie müssen nur noch von der EU überprüft und genehmigt werden. "Wir rechnen damit, dass die neuen Kriterien frühestens Mitte Mai in Kraft treten", kommentiert der Bauernbund.


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