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Thurgauer löst Bruno Jud nach achtjähriger Tätigkeit ab

Jürg Hess ist neuer Präsident des Schweizer Obstverbandes

Die 22. Delegiertenversammlung (DV) des Schweizer Obstverbandes (SOV) konnte aufgrund des Versammlungsverbots nicht auf ordentlichem Wege durchgeführt werden. Die Delegierten haben stattdessen die Anträge auf schriftlichem Weg beantwortet, allen statutarischen Geschäften zugestimmt und die neuen Funktionsträger gewählt. Der Thurgauer Obstproduzent Jürg Hess (55) aus Roggwil löst Bruno Jud nach achtjähriger Tätigkeit als Verbandspräsident ab.

Im Fokus der DV stand die Neubesetzung des Vorstands. Mit Jürg Hess konnte das Präsidium mit dem Wunschkandidaten des Vorstandes besetzt werden. Eines der Hauptziele werden für Hess in diesem Jahr die Bekämpfung der beiden extremen Agrarinitiativen sein. "Weiter möchte ich erreichen, dass wir die bewährte Regelung betreffend Grenzschutz erhalten können. Zudem ist mir wichtig, dass wir trotz aller Diskussionen rund um Pflanzenschutz und AP22+ kein neues, starres Regelwerk schaffen, das eine gute Schweizer Obst- und Beerenproduktion verunmöglicht. Wir werden auch in Zukunft unsere Kulturen schützen müssen. Die Forschung muss unbedingt gestärkt werden, damit wir praxistaugliche Alternativen zu Pflanzenschutzmitteln haben", betont Hess.

Der Förderung des Berufsnachwuchs, räumt der neue Präsident künftig eine noch wichtigere Rolle ein. Dank den neugewählten Mitgliedern Michael Artho, Adrian Seeholzer und Vinzenz Bütler erfährt der Vorstand eine starke Verjüngung. Als politische Vertreterin konnte die Genfer FDP-Nationalrätin Simone De Montmollin gewonnen werden. Die Önologin und Politikerin wird künftig die Interessen der Obstbranche im Parlament einbringen.

Drei neue Ehrenmitglieder
Der scheidende Präsident Bruno Jud stand dem Verband acht Jahre vor. "Als Unternehmer und Verarbeiter hat Bruno Jud die Entwicklung und die Modernisierung des Schweizer Obstverbandes stets vorangetrieben. Durch sein starkes Engagement, seine klaren Linien und seinem Unternehmergeist hat er die Obstproduktion und Obstverarbeitung unglaublich gestärkt", würdigt der Direktor Jimmy Mariéthoz die Verdienste von Jud. Mit einem Pionier in der Mostereibranche verlässt Ernst Möhl diverse Gremien beim Verband. "Dank seinem fundierten Wissen und seiner Weitsicht fand er grosse Akzeptanz. Seine Persönlichkeit war eine grosse Bereicherung für die Involvierten und die Branche", bilanziert Jimmy Mariéthoz. Bruno Pezzatti war 40 Jahre für den SOV tätig. Vor seiner Wahl in den Nationalrat amtete er als Verbandsdirektor und prägte die Weiterentwicklung des Verbands und des Schweizer Obstbaues massgeblich. Für ihre grossen Verdienste erhalten alle drei die Ehrenmitgliedschaft beim SOV.

Erstes Jahr für Direktor Jimmy Mariéthoz
Jimmy Mariéthoz führt den Verband seit fast eineinhalb Jahren. Er schaut auf ein bewegtes Jahr 2019 mit vielen Projekten zurück: "Mit der neu erarbeiteten strategischen Zielsetzung wurde ein langfristiges und nachhaltiges Steuerungsinstrument für die Ausrichtung des Verbandes geschaffen. Zudem konnten die Ausgaben reduziert und die Finanzen konsolidiert werden. Aber auch im Thema Pflanzenschutz konnten wir Fortschritte erzielen".

So wurden eine verbandsinterne Taskforce gegründet und die branchenübergreifende IG Zukunft Pflanzenschutz. Sie vereint Produzenten, Verarbeiter und Konsumenten mit dem Ziel, neue Anliegen rund um das Thema Pflanzenschutz aufzunehmen und umsetzbare Lösungen zu entwickeln. Gemeinsam mit economiesuisse wird die IG den Abstimmungskampf gegen die extremen Agrarinitiativen führen – dies in enger Koordination mit dem Schweizer Bauernverband, dessen Aktivitäten der SOV ebenfalls unterstützt.

Das Jahr 2020 voller Herausforderungen
Das Thema Pflanzenschutz wird die Branche auch im laufenden Jahr herausfordern. Einerseits mit der anspruchsvollen Umsetzung des Aktionsplans Pflanzenschutz, andererseits mit der Bekämpfung der extremen Initiativen. Zudem laufen die Arbeiten an der national abgestimmten Mehrwertstrategie: Obstproduzentinnen und Obstproduzenten sollen künftig noch nachhaltiger produzieren, etwa durch den Einsatz von Alternativen zu Pflanzenschutzmitteln oder Herbizid Ersatz. Der entstehende Mehraufwand der Produzenten soll durch den Markt abgegolten werden.

Weitere Informationen:
www.swissfruit.ch 


Erscheinungsdatum:



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