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Corona-Nachrichtenbulletin:

Steigende Apfelpreise, Mundschutz im Gewächshaus & Gemüse- statt Zierpflanzenanbau

Corona-Angst lässt Apfelpreise deutlich steigen
Anfang Februar dominierten Elstar, Braeburn und Gala Royal, aber auch alle anderen Sorten erfreuten sich einer ordentlichen Nachfrage. Die durchschnittlichen Preise für Tafeläpfel Klasse I bewegten sich zunehmend Richtung 60 €/dt.

Im Verlauf des Monats verstärkte sich der Absatz, sodass einzelne Sorten schon fast zu gut gefragt waren. Früher als üblich begann auch die Vermarktung der Jonagoldgruppe. Von Jonagold und Jonagored wurde bis jetzt fast doppelt so viel Ware abgesetzt, wie im gleichen Zeitraum der Vorsaison, obwohl am 1. März von beiden Sorten 16 % bzw. 11 % weniger eingelagert war, als im Schnitt der letzten fünf Jahre. Vor dem Hintergrund des Corona-Virus fanden auch beim Kernobst Anfang März erste Hamsterkäufe statt. Auf den Gesamtmarkt hatte dies allerdings noch wenig Auswirkungen, zumal sich der Markt in der Folgewoche beruhigte.

Mitte März fanden erneut Hamsterkäufe statt. Selbst der Handel deckte sich ordentlich ein, sodass Bestellungen teilweise nur noch durch Warenzuteilungen bedient werden konnten. Durch die hohe Nachfrage stieg der Preis um rund 5 €/dt auf durchschnittliche Preise für Tafeläpfel Klasse I von knapp 65 €/dt an. Wie lange die vorhandenen Vorräte von Braeburn, Gala Royal und Elstar noch zur Verfügung stehen, lässt sich aktuell nur schwer voraussagen. Hier ist das Einkaufsverhalten der Konsumenten in den kommenden Wochen entscheidend. Generell werden die Vorräte aber wohl rund zwei Wochen früher zur Neige gehen, als geplant.

Quelle: LEL Schwäbisch Gmünd

Indische Landwirte verfüttern Erdbeeren an ihre Tiere
Weil sie ihre Ware wegen der verhängten Bewegungs-Beschränkungen nicht mehr auf Märkte bringen können, verfüttern Landwirte in Indien Erdbeeren und Brokkoli inzwischen an ihre Tiere. Dies berichtet Investing.com. Auch Touristen, die sonst zu Erdbeer-Käufern zählten, kämen nicht mehr, sagt etwa der Farmer Anil Salunkhe. Damit sei die Ernte wirtschaftlich ein Totalausfall. Ein anderer Farmer sagt, er habe 15 Tonnen Weintrauben in einem Wald entsorgt, weil noch nicht einmal dann viele Menschen gekommen seien, als er sie habe verschenken wollen.

Bei der Gemüseernte ist Mundschutz verpflichtend
In Österreichs Gemüsebaubetrieben gelten strikte Vorbeugungsmaßnahmen zur Unterbrechung der Corona-Infektionswege. "Konkret auf meinem Betrieb haben wir die Arbeit bei der Gurkenernte in kleinen immer gleich zusammengesetzten Trupps mit versetzten Arbeitszeiten organisiert. Damit ist der Sicherheitsabstand gewährleistet und es halten sich auch im Pausenraum nie mehr Personen auf als zulässig. Wir haben weiters auch einen zweiten Pausenraum eingerichtet. Zur Erntearbeit und zum Abpacken haben wir unsere Beschäftigten mit Mundschutz ausgerüstet, der verpflichtend zu tragen ist", schildert Gemüsegärtner Martin Flicker aus Wien-Donaustadt im Gespräch mit der BauernZeitung.

Weitere Informationen unter www.lgv.at/gartner/flicker-martin/   

Trotz Corona und Trockenheit: Positive Prognose für neuseeländischen Kiwi-Export
Das Landwirtschaftsministerium in Wellington erwartet für 2019/20 nur noch einen moderaten Anstieg der neuseeländischen Agrarexporterlöse. Nichtsdestotrotz machen Corona und Trockenheit den dortigen Landwirten zu schaffen. Aufgrund einer leichten Absatzdelle wegen der Corona-Pandemie und Hagelschauern mit begrenzten Schäden im Apfel- und Kiwianbau wurde die Prognose gegenüber Dezember nur um 58 Mio Euro herabgesetzt. Bei diesen Produkten ist der Handel auch nicht so stark wie in anderen Sektoren auf China konzentriert. Haupttreiber der positiven Entwicklung im Bereich der Obst- und Gemüseerzeugnisse sind im laufenden Wirtschaftsjahr einmal mehr die Kiwis. Bei zunehmendem Anbau und höherer Produktion dürften die Einnahmen aus dem internationalen Verkauf dieser Früchte gegenüber 2018/19 um fast 8 % auf 1,31 Mrd Euro zunehmen.

Mit Blick auf den Export von Äpfeln und Birnen gehen die Analysten aus Wellington bei einem etwas höheren Mengenabsatz von einem Anstieg der Erlöse um etwa 4 % auf 461 Mio Euro aus. Beim Verkauf von frischem und verarbeitetem Gemüse ins Ausland müssen die neuseeländischen Anbieter gegenüber 2018/19 indes mit Einnahmeverlusten von voraussichtlich 5 % auf 350 Mio Euro rechnen.

Quelle: Top Agrar

Gärtnerei Roth: Gemüse- statt Zierpflanzenanbau
Die für ihre Balkonpflanzen bekannte Traditionsgärtnerei Roth in Hebertshausen baut wieder Gemüse an wie in der Nachkriegszeit. Inhaber Georg Roth will damit auch die Versorgung mit Lebensmitteln in der Region sichern. Weil "besondere Umstände besondere Maßnahmen erfordern", wie er in einem Facebook-Post schreibt, hat er sich in diesem Jahr gegen Balkonpflanzen und für Gemüse entschieden. "Ich rechne mit erheblichen Umsatzeinbußen", sagt Roth der Süddeutschen Zeitung. Eine Investition in zusätzliche Blumen habe daher aus seiner Sicht keinen Sinn ergeben. Die Samen für das Gemüse indes würden kaum etwas kosten, und im Falle eines Falles könne er so einen Beitrag dazu leisten, die Versorgung mit frischem Gemüse sicherstellen.

"Ich bin kein Riesenoptimist", sagt Roth, wenn man ihn fragt, ob er wirklich glaubt, dass es zu Engpässen kommen könnte. Bis Ende April sieht er keine Probleme. Aber wer könne schon sagen, wie es danach weitergehe? Wenn die Grenzen dicht seien und alle Länder sich in erster Linie um die Versorgung der eigenen Bevölkerung kümmern müssten, dann werde nach und nach auch das Gemüse und Samen aus dem Ausland weniger. Und was, wenn in ein, zwei Wochen wieder alles seinen gewohnten Gang geht? "Das Risiko nehme ich gerne in Kauf", sagt Roth.

Weitere Informationen unter www.blumen-roth.de/  

Corona-Krise stoppt Pommes-Markt
Die Corona-Krise mit Schließungen von Restaurants und Gaststätten hat das Geschäft mit Pommes frites weitgehend gestoppt. "Der faktische Wegfall des Außerhaus-Verzehrs bringt den Absatz in ganz Europa praktisch zum Erliegen", heißt es in einer Analyse des Deutschen Bauernverbands.

Einige Verarbeiter hätten die Produktion schon stillgelegt oder planten dies. Dagegen laufe der Absatz abgepackter Speisekartoffeln in Supermärkten weiter zügig. Dort zeige sich generell auch ein Nachfrageschub bei Bio-Produkten.

Wie sticht man Spargel und was ist dabei zu beachten?
Die Spargelsaison beginnt. Doch viele Landwirte können ihren Spargel nicht ernten. Aufgrund der Corona-Pandemie dürfen viele Erntehelfer nicht mehr nach Deutschland einreisen. Es fehlt an ausgebildeten Hilfskräften. Auf Online-Plattformen haben sich bereits tausende Freiwillige gemeldet. Für diese Zielgruppe stellt GLOBALG.A.P. nun die ersten Schulungsvideos bereit. Sie zeigen, wie Spargel geerntet wird und was dabei zu beachten ist. GLOBALG.A.P. hat mit der Unterstützung deutscher Lebensmitteleinzelhändler und der QS Qualität und Sicherheit GmbH diese Videos produziert. Es ist ein Zeichen der Solidarität mit den Landwirten, sie in der Krisenzeit zu unterstützen.

Der Geschäftsführer von GLOBALG.A.P. Dr. Kristian Möller erklärt: „Wir wollen interessierte Laien für die Aufgaben in der Landwirtschaft begeistern und vorbereiten. Unsere Videos vermitteln die nötigen Grundkenntnisse in Lebensmittelsicherheit und Arbeitssicherheit, um den Einstieg für alle Beteiligten zu erleichtern.“

Die Videos sind auf YouTube frei zugänglich und werden auf Online-Plattformen wie www.daslandhilft.de und www.bauersuchthilfe.de verlinkt.

Die Themen der Videos umfassen:
- Hygiene bei der Spargelernte
- Arbeitsschutz bei der Spargelernte
- Werkzeughandling bei der Spargelernte
- Spargelstechen
- Sortieren und Lagern des Spargels

Weitere Informationen unter www.globalgap.org 


Erscheinungsdatum:



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