Robert van Melle, Origin Fruit Direct

"Druck auf dem Traubenmarkt nach guten Verkaufswochen"

Der Absatz auf dem Traubenmarkt ging nach einigen guten Verkaufswochen etwas zurück. "Bis einschließlich Woche 11/12 hatten wir sehr guten Umsatz, mit dem Panikbetrieb in den Supermärkten als Höhepunkt. Aber das hatte auch eine Kehrseite, denn viele Verbraucher haben nun genug. Die Mengen sind letzte Woche bereits gesunken, und in dieser Woche ist die Nachfrage weiter zurückgegangen. Im Moment verkaufen wir nur etwa 30% unseres normalen Volumens", sagt Robert van Melle von Origin Fruit Direct.

Dennoch hat er große Hoffnungen, dass die Nachfrage aus dem Einzelhandel bald wieder steigt. "Verkauf an den Großhandel ist so gut wie verschwunden, und die Gastronomiebetriebe sind geschlossen. Diese zusätzliche Nachfrage landet allesamt bei den Supermärkten. Es wird erwartet, dass die Menschen aus gesundheitlichen Gründen mehr Obst konsumieren. Das sehen wir in hohem Maße bei allen Zitrusfrüchten, aber ich erwarte auch, dass der Traubenkonsum im Einzelhandel ein höheres Niveau als vor der Krise erreichen wird."

"Was es dem Markt jetzt etwas schwierig macht, ist, dass riesige Mengen aus Südafrika eintreffen, die ursprünglich für China oder den Nahen Osten bestimmt waren, jetzt aber nach Europa kommen. Für die letzte Woche und die beiden kommenden Wochen spricht man von 1 Million zusätzlicher Kartons (8,2 kg)", sagt Robert. "Wir selbst haben unsere Programme aus Südafrika abgeschlossen und sind voll in die chilenische Saison gestartet. Alles in allem schafft das mehr Volumen, und deshalb wird der Preis in den kommenden Wochen unter Druck geraten. Auch aus Chile wird Druck ausgeübt, die Traubenernte schnell zu beenden, weil man befürchtet, dass auch dort ein Lockdown ausgesprochen wird und die Arbeiter nicht auf die Felder gehen können. Deshalb rechne ich damit, dass die letzten Trauben in zwei bis drei Wochen gepflückt werden."

"Das würde wiederum bedeuten, dass nach dem südafrikanischen Hoch eine Lücke entsteht, bevor die ägyptische Saison ab Woche 23 oder 24 wieder beginnt. Schließlich exportiert Indien nichts mehr nach den Maßnahmen der Regierung. Nun war die Qualität der Thompson-Trauben schon schlecht, und hat der Einzelhandel sehr gedrängt, um auf rote kernlose Trauben umzustellen. Weiß kernlos wird bald fast nicht mehr verfügbar sein. Ich kann immer noch welche aus Brasilien bekommen, weil dort das ganze Jahr über geerntet werden kann, aber sonst gibt es kaum noch Angebot."

"Man kann Trauben unter guten Bedingungen lagern, aber man muss starkes, hochwertiges Obst haben. Darüber hinaus betone ich gegenüber allen unseren Verladern, dass sie qualitativ hochwertiges Obst schicken müssen. Im Großhandelskanal gibt es kein Backup. Wo man sonst für wenig Geld ein abgelehntes Produkt noch los werden kann, gibt es jetzt keine Alternative mehr. Trauben in Großhandelsverpackungen sind schwer zu verkaufen und das Umpacken ist teuer."

Für weitere Informationen:
Robert van Melle
Origin Fruit Direct
Tel: +31(0)88 244 93 57
robert@originfruitdirect.nl   
www.originfruitdirect.nl


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