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LGV setzt trotz Krise auf Vielzahl an neuen Projekten

Mitgliederzuwachs, Verpackungsvermeidung, Bio-Anbau und Sonderkulturen im Fokus

Trotz der aktuellen Umstände hat heimisches Gemüse aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland nun wieder Saison. Die
LGV Sonnengemüse startet nach der Verschmelzung der beiden Erzeugerorganisationen (LGV Gärtnergemüse und Seewinkler Sonnengemüse) in die erste gemeinsame Gemüsesaison und trägt damit wesentlich zur Versorgung Österreichs mit frischem Gemüse bei. Eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft in Wien und dem angrenzenden Marchfeld auf einer Fläche von rund 250 Hektar, vorwiegend im geschützten Anbau, garantiert bestes Gemüse und kurze Transportwege.


Vorstandsvorsitzender Josef Peck auf der diesjährigen Fruit Logistica.

Neue Mitglieder aus der Steiermark
Die Kompetenz und Erfahrung der LGV Sonnengemüse im Anbau und in der Vermarktung kommen ab sofort auch 17 Gemüsebauern aus der Steiermark zugute. Die Produkte der neuen Mitglieder der Genossenschaft bilden eine sinnvolle Ergänzung des Angebotes. So werden von den Vertriebsprofis der LGV Sonnengemüse heuer zusätzlich über 500.000 Stück Feldgurken und mehr als 1.500 Tonnen Paradeiser und Ochsenherzparadeiser aus der Steiermark vermarktet. LGV Sonnengemüse erwartet sich durch diesen Mitgliederzuwachs auch neue Impulse und Ausweitungsmöglichkeiten bei Bio-Produkten im Freiland und im Folientunnel.

Verpackungsvermeidung
Traditionell bietet LGV Sonnengemüse eine Vielzahl von Produkten lose zum Verkauf an. Seit dem letzten Jahr zusätzlich auch Chinakohl, Stangensellerie und Snackgemüse (Gurken, Paprika, Paradeiser). Für Snackgemüse werden den Konsumenten zur Abwaage und einfachen Mitnahme Papiersackerl zur Verfügung gestellt. Salatgurken werden ausnahmslos ohne Folie ausgeliefert. Neue Verpackungen erfordern meist neue Verpackungsanlagen und bedeuten hohe Investitionen. LGV Sonnengemüse ist dennoch bestrebt, dem Wandel der Zeit und der Klimakrise gerecht zu werden und wertvolle Ressourcen einzusparen. 2020 wird somit in viele neue Verpackungsideen investiert.

Investitionen in Qualitätsverbesserung und Ressourcenschonung
LGV Sonnengemüse wird in der Saison 2020 mehr als 3 Millionen Euro in Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung, Ressourcenschonung und Verpackungsvermeidung investieren. Die Kühlanlage am Hauptstandort in Simmering wird zur Gänze erneuert. Dadurch werden mehr als 30% Energie eingespart und somit auch die CO² Emissionen deutlich verringert. Die neue Anlage wird eine Lager- und Produktionsfläche von über 7.000 m² kühlen. Die ersten Ergebnisse des Projektes zur Verpackungsvermeidung und Ressourcenschonung der LGV Sonnengemüse führen schon in dieser Saison zu Investitionen im Bereich der Verpackungsanlagen. An den Standorten in Simmering und in Wallern werden neue Sortieranlagen für Spitzpaprika und Melanzani angeschafft. Banderolieranlagen ersetzen Folierungen. Kombinationswaagen, Abfülllinien und Verpackungsspender erhöhen die Effizienz und Genauigkeit bei der Verpackung von Mini-Gemüse.

Österreichisches Gemüse
Gemüse gewinnt in unserer Ernährung zunehmend an Bedeutung. Speziell heimisches, regionales Gemüse liegt im Trend. Josef Peck, Vorstand LGV Sonnengemüse dazu: „Einer Prognose eines Handelspartners zufolge wird der Bedarf an Gemüse bis zum Jahr 2030 um 75% steigen. Ich halte das nicht für unmöglich und bin von einem rasanten Anstieg der Nachfrage nach frischem Gemüse in den nächsten Jahren überzeugt. Der Wunsch der Konsumenten nach Geschmack und Qualität wird immer deutlicher formuliert. Optisch ansprechende Produkte laden zum Erstkauf ein, für den Wiederholungskauf ist der Geschmack entscheidend. In diese Richtung wollen wir gemeinsam mit unseren Familienbetrieben arbeiten. Durch die Nähe zum Kunden haben wir die besten Voraussetzungen dafür, auch in Zukunft erfolgreich unser regionales Gemüse zu vermarkten.“

Ebenso finden asiatische Gerichte und Zutaten immer mehr Einzug in die Küchen der österreichischen Haushalte und der Gastronomie. LGV Sonnengemüse hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, Anbauversuche mit asiatischen Gemüsesorten wie zum Beispiel Okra, Wokcue Gurke oder Schotenrettich vorzunehmen. Auch bei uns unbekanntere, exotische Melanzanisorten wie Bartok, Araceli, Sabelle, Junlang oder Kanzinga befinden sich in der heurigen Gemüsesaison im Versuch.

Kooperation Gartenbauschule Schönbrunn
Die LGV Sonnengemüse wird ab dem Herbst 2020 mit der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau Schönbrunn eine Kooperation starten. Unter der Leitung von DI Wolfgang Palme ist ein Anbauversuch mit Wintergemüse- und -salaten im Freien sowie im unbeheizten Glashaus/Folientunnel, klimaneutral, ohne CO²-Ausstoß geplant. Vor Weihnachten sollen bereits Radieschen, Wintersalate, frischer Mangold, Kohl und einiges mehr geerntet werden können.

Ausweitung Bio-Angebot
LGV Sonnengemüse bietet über 20 Produkte aus dem Gemüsekalender der Saison 2020 wie zum Beispiel Gurken, Mini-Gurken, Pfefferoni, diverse Paradeiser, Radieschen, Frühkartoffeln, Süßkartoffeln etc. in Bio-Qualität an. Insgesamt beschäftigen sich 12 Familienbetriebe von LGV Sonnengemüse mit dem Bio-Anbau. Die Anbauflächen wurden in den letzten Jahren langsam aber stetig erweitert. Der Hauptteil der Bio-Flächen liegt im burgenländischen Seewinkel. Der Bio-Anteil an der Gesamtproduktion beträgt knapp 3,5% (1,4 Tonnen). Zusätzlich können 2020 vorhandene Bio-Flächen in der Steiermark genutzt werden. Die kontinuierliche Steigerung der Bio-Produktion wird in Zukunft Teil und Aufgabe der Produkt- und Produzentenentwicklung innerhalb der LGV Sonnengemüse sein.

Weitere Informationen unter www.lgv.at 


Erscheinungsdatum:



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