Petra Veldman (Stoffels Tomaten) dankbar für 'engagiertes Team' in Coronazeiten

"Wir müssen Schlimmeres vermeiden, dürfen aber nicht in Panik geraten und durchhalten"

"Was derzeit gerade passiert, hat man noch nie mitgemacht, nicht nur auf Unternehmensebene, sondern auch auf globaler Ebene", sagt Petra Veldman von Stoffel's Tomaten. "Es hat eine große gesellschaftliche Auswirkung. Die Eindämmung des Virus ist jetzt das Wichtigste, auch für unser Unternehmen."

Mit einem Team von 250 Mitarbeitern ist es sehr anstrengend, aber es wird immer besser nach einer ersten Woche leichter Panik, dem Kauf von zusätzlichen Hygienematerialien in Rekordzeit, der Einrichtung von Homeoffice für das Büropersonal und der Umsetzung von Abstand halten im Gewächshaus, der Kantine und der Packhalle", blickt Petra zurück.

"Und in der Zwischenzeit tun wir auch unser Bestes, um positiv zu bleiben. Wir arbeiten hart daran, die Ladenregale mit Tomaten zu versehen, und wir sind unserem engagierten Team dafür sehr dankbar."

Die Menschen gesund und sicher halten
Im Geschäftsleben haben wir letzte Woche die Auswirkungen der Masseneinkäufe gesehen, aber das hat sich in dieser Woche stabilisiert. Und es ist auch nicht das, worüber Petra und das übrige Management jetzt am meisten besorgt sind. "Wir können es schaffen, selbst jetzt, wo ein wichtiger Teil unseres Umsatzes im Gastgewerbe und Foodservice verschwunden ist. Es ist jetzt wichtiger, unsere Menschen sicher und gesund zu halten, sie zu motivieren und dafür zu sorgen, dass sie sich trauen, zu kommen. Wir haben alles so gut wie möglich arrangiert und hoffen, dass nicht zu viele unserer Leute krank werden."

Um dies zu gewährleisten, hat die Unternehmensleitung in der vergangenen Woche kontinuierliche Krisensitzungen abgehalten, um zu verhindern, dass Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausscheiden. "Wir können mit bis zu zehn Prozent Ausfällen fertig werden, größere Prozentsätze werden schwierig sein."

Hände waschen lernen
In der Verpackungshalle werden daher Trennwände aufgestellt, um das Personal so gut wie möglich voneinander zu trennen, und wo noch keine Trennwände möglich sind, wird stark darauf geachtet, die anderthalb Meter Entfernung einzuhalten. "Wir mussten unseren Mitarbeitern wirklich die Bedeutung all dieser Maßnahmen bewusst machen. Deshalb erhob ich manchmal meine Stimme, wenn noch nicht genug Abstand gehalten wurde. Zum Glück geht jeder für den anderen durchs Feuer und man sieht, dass es jeden Tag besser läuft. Die Tatsache, dass wir bereits strenge Hygienevorschriften wegen des Virendrucks in der Kulturpflanze hatten, hilft ebenfalls."

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen wurden auch Linien auf dem Boden gezogen, um den richtigen Abstand anzuzeigen, es wird in Extraschichten gearbeitet, wo es notwendig ist, und es ist "überall, aber wirklich überall" Desinfektionsmittel vorhanden. "Es ist jetzt sehr wichtig, die richtige Art und Weise des Händewaschens zu lernen. Auch die Kommunikation ist in dieser Hinsicht entscheidend, deshalb übersetzen wir Flyer in die Sprache der Mitarbeiter und geben auch Tipps für den Heimgebrauch, obwohl man nicht alles überprüfen kann. Spezielle Reinigungsteams reinigen alle Oberflächen des Unternehmens, die die Menschen den ganzen Tag lang mit ihren Händen berühren."

Staatliche Hilfe hilft
Das System der technischen Arbeitslosigkeit dient Sektoren, in denen die Arbeit eingestellt wurde und das Personal nicht mehr arbeiten kann. "In unserem Sektor ist es wichtig, eine ausreichende Zahl von Mitarbeitern zu halten. Glücklicherweise wurden jetzt Maßnahmen in diesem Bereich ergriffen. Die Regierung hat zum Beispiel eine Erweiterung der Pflückkarten veranlasst, so dass wir Saisonarbeiter länger als normal einsetzen können. Es wäre etwas, wenn wir sie in diesen Zeiten, in denen sie aufgrund von Vorschriften so dringend gebraucht werden, 'nach Hause' schicken müssten."

Petra ist auch mit der Gründung der ERMG, der Economic Risk Management Group, zufrieden. Der Zweck der ERMG besteht darin, das Management von wirtschaftlichen und macro-ökologischen Risiken des Coronavirus zu versichern. Neben Pierre Wunsch wurde auch Piet Vantemsche zum Vorsitzenden ernannt. "Er war früher Vorsitzender des Bauernverbandes, also war er mit seinem Wissen über Landwirtschaft und Gartenbau der richtige Mann am richtigen Ort für mich."


Das Team von Stoffels auf der Fruit Logistica 2020

Wertschätzung
Bei all den Coronaproblemen kann man die Zukunft nicht voraussagen. "Wir werden abwarten müssen, was als nächstes kommt, obwohl die ersten Anzeichen zu Beginn dieser Woche mit dem Einbruch der Preise nicht sehr vielversprechend waren. Die Produktionen werden mit dem schönen Wetter zunehmen, und Tomaten können, wie viele andere frische Obst- und Gemüsesorten auch, nicht richtig gelagert werden, das wird spannend werden. Aber noch einmal: die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter zu erhalten, darauf liegt jetzt der Schwerpunkt. Wie alle Kollegen in der Nahrungsmittelkette verdienen auch sie für ihre Bemühungen einen Applaus.

Petra schrieb einen Dankestext an ihre Mitarbeiter und einen Appell an die Öffentlichkeit, allen Mitarbeitern zu danken, die sich weiterhin für die Produktion und Versorgung mit Lebensmitteln einsetzen. Sie ist auf der Facebook-Seite des Unternehmens und auf der Website zu finden.

Für weitere Informationen:
Stoffels Tomaten
Petra Veldman
petra@stoffels-tomaten.be
+32 495 25 04 73
www.stoffels-tomaten.be


Erscheinungsdatum:
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