Ernst Woltering, Wageningen University & Research

"Heißwasseraufbereitung und Zertifizierung wichtig für Mango-Exporte nach Europa"

Die Mango - eine Frucht, die immer noch am häufigsten im Laderaum eines Flugzeugs landet. Die Luftfracht ist ein Nischenmarkt und daher für große Mengen weniger interessant. EMEX ist der Verband der Mango-Landwirte in mehreren mexikanischen Provinzen. Sie wollen ihre Mengen nach Europa erhöhen und diese Menge per Schiff versenden. Emex wollte wissen, wie es ihren Mangos unter Segeln ergehen würde.

Der Verein wandte sich daher an die Wageningen University & Research (WUR) in den Niederlanden. Diese Einrichtung wurde gebeten zu untersuchen, was mit diesen Früchten auf See passiert. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit mehreren niederländischen und belgischen Obstimporteuren sowie der Jesuit University of Guadalajara in Mexiko durchgeführt.

Professor für Produktphysiologie und Produktqualität Ernst Woltering präsentiert die WUR-Forschung auf dem Mango Forum in Rotterdam

Klicken Sie hier für den Fotobericht des Mango-Forums.

Pilottest
Es wurde beschlossen, einen Pilottest durchzuführen. Mehrere Mangocontainersendungen wurden an einen belgischen Importeur geschickt. Jeder Container enthielt eine Palette für die WUR. Die Früchte auf dieser Palette wurden im Labor dieser Einrichtung ausgiebig getestet. Insgesamt wurden fünf Sendungen verschickt. Vier im Jahr 2018 und eine im Jahr 2019. Sie wurden aus verschiedenen Regionen in Mexiko gesendet. Dazu gehörten Michoacan, Sinaloa und Jalisco.

Untersucht wurden vor allem die Mangosorten Keitt und Kent, da sie in Europa am beliebtesten sind. Die Temperatur während des Transports betrug etwa 9 und 10 Grad mit Kühlcontainern, die mit Ethylenentfernungstechnologie ausgestattet waren. Bei diesem Transport nahm vor allem die Festigkeit stark ab und der Zuckergehalt erheblich zu.

Empfehlungen
Die Mangos wurden ausgiebig auf Farbe, Brix-Gehalt und Festigkeit getestet. Es wurden auch Studien durchgeführt, um festzustellen, ob sich der Anthracnose-Pilz auf der Frucht gebildet hat. Die WUR hat unter Verwendung all dieser Informationen ein Protokoll erstellt. Es wurde festgelegt, unter welchen Bedingungen Mangos am besten von Mexiko nach Europa transportiert werden können.

Ernst Woltering ist Professor für Produktphysiologie und Qualität an der WUR. Er präsentierte diese Forschungsergebnisse auf dem Mango Forum. Dieses Forum fand am 11. Februar in Rotterdam statt. So wurden beispielsweise die Höchstkriterien für die Innenfarbe und die Brix-Werte der Früchte festgelegt.

Wenn die Mangos in Mexiko gepflückt werden, muss der Entfernung von Latexsporen mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die Früchte müssen innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte auf 10°C abgekühlt werden. Die Behandlung von Anthracnose-Pilzinfektionen auf dem Feld muss stärker in den Vordergrund gerückt werden. Die Verwendung von Warmwasserbehandlungen nach der Ernte ist für die Bekämpfung dieses Pilzes von entscheidender Bedeutung.

Zertifizierung für den europäischen Markt
Darüber hinaus ist es die Botschaft an mexikanische Erzeuger und Exporteure, die erforderlichen Sozial- und Lebensmittelsicherheitszertifikate wie SMETA und BSCI für die soziale Verantwortung von Unternehmen, das BRC-Zertifikat für Lagerhäuser und die Vorschriften für Rückstandshöchstgehalte auf dem europäischen Markt zu berücksichtigen. Es ist auch wichtig, eine einheitliche Charge zur Reifung zu senden. Dies sorgt dafür, dass die Mangos in den Reifungszellen gleichmäßiger reifen. 

Weitere Forschungen an der WUR konzentrieren sich unter anderem auf die verbesserte Temperaturverteilung in Kühlcontainern. Hierfür wurde kürzlich ein neues kommerzielles Produkt entwickelt. Der OTFLOW minimiert Temperaturunterschiede einer Last. Dies ist wichtig, da sich die Produkte bis zu vier Wochen im Behälter befinden und daher auch Unterschiede in der Reife auftreten (https://www.otflow.com/).

Darüber hinaus wird viel an Technologien gearbeitet, die auch den Energieverbrauch der Container senken. Durch geschickte Verwendung des Kühlers können bis zu 60% Energie eingespart werden. Dies begrenzt den CO2-Fußabdruck des Containers sowie die Transportkosten.

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Für weitere Informationen:
Ernst Woltering
Wageningen University & Research
Tel: +31317480116
Mob: +31610099049
Ernst.woltering@wur.nl


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