Anna Gabler über die Bio-Apfelsaison in Polen

Schwieriges Jahr 2019 für polnische Bio-Äpfel

Das Jahr 2019 endete mit einigen Schwierigkeiten für die polnischen Bio-Äpfel. Trotz eines guten Starts mit viel Potenzial hatten sowohl die Frühjahrsfröste als auch der fast verpasste französische Markt einen erheblichen Einfluss auf die Saison. 

Laut Anna Gabler, der Geschäftsführerin des polnischen Apfelproduzenten und -exporteurs Agro Queens, kann das Jahr 2019 in zwei Hälften geteilt betrachtet werden, jede mit ihrer eigenen Geschichte: "In der ersten Hälfte des Jahres 2019 haben wir Verträge umgesetzt, die Ende 2018 abgeschlossen wurden. Der Jahresanfang brachte gute Ergebnisse - es wurde angekündigt, dass die Käufer ihre Bestellungen zu Beginn der neuen Ernte wiederholen würden. 



Trotz des guten Starts erwies sich die zweite Hälfte des Jahres 2019 für den polnischen Exporteur jedoch als sehr viel schwieriger. "Die zweite Jahreshälfte brachte uns mehr Frust als Nutzen, vor allem beim Bio-Obst. Aufgrund der Frühjahrsfröste wurde weniger geerntet. Man erwartete, dass die Preise deutlich steigen würden, aber das Interesse der Kunden erwies sich als sehr gering. Einige Kunden deckten ihren Bedarf, indem sie Waren aus der Ernte 2018 kauften, als das Preisniveau auf dem niedrigsten Stand war", erklärte Gabler. 

Frankreich ist einer der Hauptmärkte für Agro Queens. Laut Gabler standen sie sogar kurz davor, diesen speziellen Markt vollständig zu verlieren. "Wir hätten den französischen Markt aus zwei Gründen fast verloren: die Hauptverarbeiter standen unter dem Druck des französischen Erzeugerverbandes, der darauf drängte, nur französische Rohstoffe zu kaufen. ‘Konsum-Nationalismus’ liegt in Frankreich im Trend. Der zweite Grund war eine üppige Ernte in Frankreich. In Polen fiel sie geringer aus, war aber durchaus ausreichend, um den Bedarf unserer Stammkunden zu decken. Das Hauptproblem könnte der Zustand des Obstes während der Lagerung werden. In diesem Jahr müssen wir die Ware früher als üblich verkaufen." 
  
Trotz der herausfordernden letzten Monate ist Gabler zuversichtlich für die Zukunft des Unternehmens: "Unser Team wächst, neue Kunden klopfen an unsere Türen, wir sind auf dem Markt als seriöser Partner bekannt. Wir haben Verträge mit führenden Unternehmen der Lebensmittelbranche als strategischer Lieferant von frischen und verarbeiteten Äpfeln unterzeichnet. Diesen Erfolg verdanken wir den langfristigen Vereinbarungen zwischen uns und den loyalen Produzenten, die wissen, dass der einzige Weg zum Erfolg in der Sicherung der Produktqualität und der Rückverfolgbarkeit besteht. Nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken sind die Zukunft und wichtiger Bestandteil des Bio-Anbaus. Als Unternehmen erobern wir Europa. Wir möchten aber auch in den deutschen Markt eintreten und die Position unserer Marke Bio Queen stärken." 

Gabler bereitet sich auf die Reise nach Berlin vor, da Agro Queens auf der Fruit Logistica ausstellen wird. "Es ist Zeit, die Kunden persönlich zu treffen, ihnen die Hand zu schütteln und einen Kaffee mit ihnen zu trinken. Jedes Jahr knüpfen wir neue Kontakte auf der Messe, hoffentlich wird es dieses Jahr nicht anders sein. Wir werden im City Cube, Stand D-09, zusammen mit dem polnischen Nationalstand vertreten sein. Dank unseres rosa Logos kann man uns leicht finden. Die kommenden Wochen werden arbeitsintensiv sein, da wir direkt nach der Fruit Logistica auf der BioFach in Nürnberg in Halle 3, Stand 3A-514, vertreten sein werden." 
  
Für weitere Informationen: 
Anna Gabler
Agro Queens
Tel. +48502842132
Email: Anna.gabler@agroqueens.com 
www.agroqueens.com


Erscheinungsdatum:
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