Jörn Reimers, Arus GmbH:

"Alle wollen etwas Besonderes für die Feiertage"

"Es geht erst in den letzten drei Tagen vor Weihnachten so richtig los mit dem Boom, vorher haben viele Leute nur Geschenke im Kopf und nicht die Lebensmittel für die Feiertage. Zwischen Nikolaus und der Weihnachtswoche selbst ist bei uns meistens sogar fast die ruhigste Zeit des Jahres", so Jörn Reimers, Geschäftsführer der ARUS GmbH mit Sitz am Hamburger Großmarkt.

Neben dem klassisch-weihnachtlichen Zitrusfrüchten ist auch Beerenobst über die Feiertage sehr beliebt. "Wir liefern das ganze Jahr über Beerenobst, zu Weihnachten sehen wir noch mal einen Anstieg bei der Nachfrage", so Reimers. Derzeit seien noch die letzten Gewächshauserdbeeren aus den Niederlanden und ägyptische Ware am Markt. Heidelbeeren stammen derzeit vorwiegend aus Peru und Chile. Himbeeren wären bereits aus Spanien verfügbar, so Reimers. "Heidelbeeren gelten inzwischen als Superfood und sind daher auch das ganze Jahr sehr gefragt. Bei den Erdbeeren entwickelt es sich auch immer mehr in diese Richtung. Zu Weihnachten steigt die Menge an, denn alle wollen etwas Besonderes für die Feiertage." Preislich liegt die niederländische Ware bei 500g unter 2,00€. Das ägyptische Pendant bewege sich bei einem Euro für 500g. Das sei sehr günstig.

Ein großes Problem in dieser Weihnachtssaison wird der Feldsalat werden, erwartet Reimers. Das Produkt ist ein Renner bei den Verbrauchern in den kalten Monaten. Trotzdem waren die Preise in den letzten Jahren schlecht und so stellten einige Erzeuger den Anbau ein, weiß er. "Die Ernte des Feldsalates ist sehr arbeitsintensiv – zu niedrige Preise und Mangel von Arbeitskräften hat einige große Erzeuger in Deutschland dazu bewogen in diesem Jahr auf dieses Gemüse zu verzichten. Das hat nun jedoch eine maßgebliche Knappheit zur Folge. Wir rechnen mindestens mit dem doppelten Preis und zu Weihnachten sogar mit dem dreifachen Preis im Vergleich zu den vergangenen Jahren." Bei 40-50 Kisten unterm Jahr, müsse man zu den Feiertagen mit 300-400 Kisten rechnen – eine Menge die Reimers in diesem Jahr nicht zur Verfügung haben wird.

Feldsalat kann auch aus Belgien und den Niederlanden importiert werden, angesichts der Marktsituation rechne man aber klar mit einem Preisanstieg: "Die Mengen werden wohl abgedeckt werden können. Ob die Leute den Salat zu den Preisen dann trotzdem noch kaufen wollen wird sich zeigen."

Das schlechte Wetter, welches in diesem Jahr vermehrt Spanien und Italien heimgesucht hat, wirkt sich derzeit in mehrerer Hinsicht auf die Verkäufe in Deutschland aus. "Salate und diverse andere Gemüse sind daher außergewöhnlich teuer in diesem Jahr. Zitrusfrüchte können derzeit nicht geerntet werden, weil es zu viel regnet. Es ist immer etwas los und das wirkt sich natürlich auch drastisch auf unseren Handel aus." Die Nachfrage nach Zitrusfrüchten sei auch in diesem Jahr wieder sehr groß aber die beliebten Clemenules werden in diesem Jahr wohl schon wesentlich früher ausgehen als erwartet: "Sonst wurden die Clemenules bis in den Januar oder Februar herein gehandelt, in dieser Saison steigen wir schon wesentlich früher auf die späteren Clemenvillas um."

Für weitere Informationen:
Jörn Reimers
ARUS August Reimers & Sohn GmbH
Auf der Brandshofer Schleuse 4
Gang K Stand 414/415
20097 Hamburg
Telefon: (0 40) 3 25 85 00
E-Mail: info@arusgmbh.de 
Web: www.arusgmbh.de 


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