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Avinoam Zarfin von Gaia Herbs

"100% unserer Produkte werden mit dem Flugzeug verschickt"

Gaia Herbs wird bald seinen 10. Geburtstag feiern. "Die Grundidee war, nur frische Kräuter zu verkaufen", sagt Avinoam Zarfin. Er schloss sich zwei Jahre nach Gründung diesem israelischen Unternehmen an und ist jetzt der Marketingmanager. Bis vor kurzem war das Unternehmen ausschließlich in Israel ansässig. "Vor zwei Jahren wurde Gaia B.V. in Poeldijk, den Niederlanden, gegründet."

Gaia Herbs versendet alle seine Produkte per Luftfracht. Sie arbeiten daher in einem Nischenmarkt. "Das ist ein sehr schneller Markt. Es braucht circa vier bis acht Stunden von der Bestellung bis zum Erhalt der Ware. Man bekommt sie frisch von unseren Erzeugern das ganze Jahr über." Das Unternehmen hat auch eine gute Beziehung zu den Fluggesellschaften. "Wir haben fast nie ein Problem, Platz für unsere Produkte zu finden."

Avi zeigt das Basilikum.

"Gaia kaufte früher 100% der Produkte von israelischen Erzeugern. Heute, dank der niederländischen Niederlassung, kaufen wir von überallher." Sie kaufen frische Kräuter aus Kenia, Tansania, Äthiopien und Uganda. "Wir werden auch von europäischen Erzeugern beliefert, aber nur im Sommer. Die sind alle auch für Exoten da, nicht nur Kräuter", erklärt Avinoam.

"Auch bei den Exoten bekommen wir hauptsächlich israelische Produkte. Aber wir bekommen sie auch aus anderen Ländern, wenn nötig. Wir kaufen unsere Produkte deshalb aus einem großen Spektrum an Ländern." Gaia Herbs liefert diese frischen Kräuter und Exoten das ganze Jahr über. "Aber hauptsächlich natürlich die frischen Kräuter. Das ist immer noch unser Hauptfokus. Das nimmt noch 75 – 80% unseres Geschäfts ein."

Größtenteils Verkauf an Europa
"Der Großteil unserer Verkäufe ist mit Abstand in Europa, aber wir haben auch gute Kunden in Nordamerika und dem Fernen Osten." Das Unternehmen handelt aber überhaupt nicht mit Osteuropa. Die Poeldijk-Niederlassung beliefert Europa und das israelische Büro betreut den Fernen Osten und Nordamerika. "Wir verschicken sehr wenig Kräuter an den Fernen Osten", erklärt Zarfin. "Sie sind mehr an speziellen, exotischen Früchten wie Feigen, Granatäpfeln und Passionsfrüchten interessiert."

Gaia Herbs bezieht alle Feigen aus Israel. Gibt es Konkurrenz aus der Türkei? "Keine Chance", so Avinoam. "Sie haben exzellente Feigen, die sie mit LKWs transportieren. Damit können wir nicht konkurrieren. Deshalb sind wir raus, wenn die Türkei auf dem Markt ist. Wir haben es so organisiert, dass wir zwei Lücken haben. Wir kümmern uns von Mai bis August um Feigen. Dann ist die Türkei für zwei Monate bis Anfang Oktober dran. Wir sind dann wieder von Oktober bis Januar auf dem Markt." Brasilien betritt dann den Markt im Fernen Osten. "Danach gehen wir gen Westen. Es ist für uns unmöglich mit der Türkei und sehr schwer mit Brasilien zu konkurrieren."

Laut Avinoam sind Basilikum, Schnittlauch und Minze die Bestseller bei den Kräutern. "Koriander ist auch ziemlich groß. Man muss aber auch die weniger bekannten Sorten führen. Man muss das gesamte Sortiment an frischen Kräutern haben. Man kann nicht nur Basilikum, Schnittlauch und Minze anbieten", fügt Avinoam hinzu. Gaia Herbs liefert auch Bio-Produkte. "Wir machen das, weil es die Nachfrage gibt, aber es ist immer noch ein vergleichsweise kleiner Teil unseres Geschäfts."

Erzeuger Sharon zeigt die Spinatblätter.

Ganzjähriges Angebot
Sogar im Sommer, wenn Europa ein großes eigenes Angebot hat, werden manche Unternehmen von diesem israelischen Unternehmen beliefert. "In Israel haben wir viel weniger Produktion im Sommer. Es ist auch heiß. Aber wir beliefern von Ostafrika bis Europa. Es gibt auch europäische Unternehmen, die im Winter unsere Kunden sind und dann im Sommer uns beliefern."

Avinoam erklärt, dass sie jetzt im Sommer genauso geschäftig sind wie im Winter. Er sagt, dass sie auch viele Feigen und Chilischoten verkaufen. "Wir kümmern uns um Pitaya und Passionsfrucht. Dann haben wir ein paar Gemüsesorten wie gelbe Zucchini und Bohnen", sagt der Marketingmanager. Die israelische Ernte wird normalerweise zwischen zwei bis drei Exporteuren aufgeteilt. "Manche unserer Erzeuger bauen zu 100% für uns an, aber das ist nicht die Norm."

Gaia Herbs möchte, dass alle ihre Erzeuger, unabhängig vom Herkunftsland, die gleichen Standards einhalten. Es gibt aber unterschiedliche Klimazonen in den diversen Regionen der Welt. "Momentan hat das israelische Basilikum eine extrem hohe Qualität. Es hängt aber von der Jahreszeit ab", erklärt Avinoam. "Wir haben einen Vorteil, weil wir Kunden haben, die auf israelische Produkte bestehen. Andere bestehen auf Kräuter von irgendwo anders, aus welchen Gründen auch immer."

Zarfin sagt, dass manche Supermärkte nur Kräuter möchten, die so nah wie möglich an ihrem Standort angebaut wurden. Nicht alle Erzeuger von Gaia besitzen all die unterschiedlichen Zertifikationen. "Es gibt so viele unterschiedliche Anforderungen für unsere unterschiedlichen Kunden." Das Unternehmen versucht, ihnen allen entgegenzukommen. "Wir können das nur machen, weil wir verschiedene Quellen und Landwirte haben. Es ist fast eine Kunst, unsere Kunden mit dem zu beliefern, was sie brauchen. Jeder weiß genau, was sie mögen und möchten."

Gelbe Zucchini in einem hohen Tunnel-Gewächshaus

Konkurrenz aus Spanien und Italien
"Wir dachten, unsere Konkurrenz würde aus Marokko und Ägypten stammen. Sie konkurrieren, aber damit kommen wir klar. Unsere Hauptprobleme ergeben sich mit Spanien und Italien. Sie steigern jedes Jahr ihre Kapazität. Man kann es dem Markt ansehen. Sie haben (weniger teuren) Transport und bekommen Landwirtschaftssubventionen. Wir haben das nicht. Die landwirtschaftlichen Bedingungen sind in Israel wirklich hart."

Der Marketingmanager stimmt zu, dass sie, bevor sie ein Produkt anbauen, ermitteln müssen, ob es eine Lücke im Markt gibt. "Sonst haben wir keinen Vorteil." Avinoam sagt, dass Landwirtschaft im Allgemeinen schwieriger wird in Israel. "Es gibt eine begrenzte Versorgung mit Wasser und niemand sonst zahlt dafür, was wir zahlen. Alles kostet mehr. Man muss extrem effizient sein, um einen Gewinn zu erzielen."

"Die Erzeuger und Verkäufer bestimmen nicht den Markt", fährt Avinoam fort. Die Produktpreise sind der wichtigste Faktor, sagt er. "Es gibt überall israelische Erzeuger. Es gibt zwei in Kenia und zwei in Äthiopien und sie machen einen exzellenten Job. Wir bekommen auch von ihnen Produkte."

"Man muss flexibel sein"
Jedes Jahr ist laut ihm anders. "Die Herausforderung ist, flexibel und schnell zu sein. Man muss in der Lage sein, sich an das, was auf dem Markt passiert, anzupassen. Man muss sofort verstehen, was passiert. Uns geht es gut, weil wir schnell reagieren."

"Wir pflegen auch sehr gute Beziehungen zu unseren Kunden. Manche von ihnen sind von Anfang an dabei. Diese Kunden geben uns exzellente Informationen. Wir haben Kunden in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, die uns im Winter beliefern und im Sommer Kunden sind. Das kreiert eine spezielle Verbindung."

Zarfin sagt, dass die Stärke des Unternehmens in seiner kleinen Größe liegt. "Es gibt nur vier Menschen, die die Entscheidungen treffen müssen. Ein Anruf genügt. Wir versuchen, alles schnell und unkompliziert zu halten."

Für mehr Informationen:
Gaia Herbs
Tel: +972-54-6777295/4
Email: info@gaiaherbs.co.il / iris@gaiaherbs.co.il 
www.gaiaherbs.co.il 


Erscheinungsdatum:
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