Hitzewelle wirkt sich auf südafrikanische Ernte aus

Frühe Orange-River-Trauben: größere Früchte, aber eine geringe Ernte

Die Ernte der frühen Sorten aus der Region des Orange River ist klein ausgefallen. Das Gewicht der Trauben ist etwas geringer als ursprünglich angenommen, aber die Größe sieht, zur Freude der Weinbauern, besser aus als im letzten Jahr.

"Es war kein schwieriger Start für unsere Ernte im Orange River, alles ist gut gelaufen. Dann hatten wir an drei aufeinander folgenden Tagen Temperaturen bis 46°C, was uns zu großer Eile beim Ernten zwang. Im Packhaus musste mehr aussortiert werden, besonders bei der Flame gab es Verluste. Die Hitzewelle hat uns auf jeden Fall zu schaffen gemacht."

Ein Orange River-Produzent schätzt den Rückgang bei den frühen Sorten auf etwa 20%.

Der südafrikanische Wetterdienst hat bestätigt, dass am vergangenen Donnerstag bei Vioolsdrif, an der Grenze zwischen Südafrika und Namibia, 50°C erreicht wurde - ein neuer Wetterrekord für Südafrika. (Die Grenzstadt liegt unweit von Aussenkehr auf namibischer Seite und ca. 400 km von Kakamas am Orange River entfernt.)

Die Situation ist in der Produktionsregion nicht homogen, da ebenfalls von hoher Festigkeit und Haltbarkeit der Trauben aus diesem Gebiet berichtet wurde.

Viele XL-Trauben 
"Die Fruchtgröße trägt zu schwereren Trauben und besserem Ertrag bei", sagt ein Traubexporteur aus der Region Orange River. "Bisher haben wir weniger als 10% Produkte von regulärer Größe geerntet, letztes Jahr waren es 40%. Es gibt definitiv mehr XL-Trauben als letztes Jahr."

Ein Händler eines anderen Unternehmens, der ebenfalls anonym bleiben möchte, bestätigt, dass seine Erzeuger mehr XL-Trauben als im Vorjahr gemeldet haben. Er stellt auch fest, dass der britische und europäische Einzelhandel nicht den Preis für eine XL-Traube bietet, den der Ferne Osten bietet. Der Export südafrikanischer Trauben in den Fernen Osten hat gerade erst begonnen.

Regen und Feuchtigkeit im Norden
Die frühen Sorten aus den nördlichen Gebieten - Prime, Starlight, Flame - wurden durch starke Regenfälle und anhaltend hohe Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt.

Ein Händler sagt, dass der Fernosthandels dieses Jahr später beginnt, da Trauben aus den nördlichen Gebieten (Limpopo/Mpumalanga) vom Wetter betroffen waren. "Selbst wenn die Weinberge mit Folie bedeckt sind, wie es im Norden üblich ist (wo es im Sommer regnet), bleibt der Boden nass und die Atmosphäre feucht - in dieser Saison haben wir viele geplatzte Beeren gesehen."

Europa ist vielversprechend, aber es gibt Vorbehalte
Der vorweihnachtliche Markt ist weniger überfüllt als im Vorjahr und sieht sehr vielversprechend aus.

Der Rückgang der verfügbaren Mengen könnte sich positiv auf die Preise in Europa auswirken, aber, so ein Traubenhändler, trotz niedrigerer Lagerbestände gibt es Einzelhändler, die ihr Preisniveau nicht angepasst haben.

Ein anderer stellt fest, dass die Preise nach wie vor gut sind, aber Werbeaktionen könnten zu einem Abwärtsdruck führen.

"Die Saison ist in jeder Hinsicht eine Verbesserung gegenüber der des Vorjahres"
Ab dieser Woche werden weitere rote Traubensorten wie Tawny, Flame, Prime, Arra15, Sugraone und Thompson verpackt.

Die Olifants River Region hat mit dem Verpacken begonnen (einige Hitzewellenschäden wurden auch dort gemeldet), die Berg und Hex River Regionen folgen dem üblichen Zeitplan. Es sieht nach einer guten Ernte im Boland aus, trotz saisonalem Regen im Oktober und Mehltau.

Berichte, dass die Branche das obere Ende der ersten offiziellen Ernteprognose erreichen wird (67,8 Millionen 4,5-kg-Kartons), sind verfrüht und nach Angaben einer Reihe von Händlern, mit denen FreshPlaza gesprochen hat, wahrscheinlich nicht realisierbar. "Dieses Jahr ist definitiv eine Verbesserung gegenüber den letzten beiden Saisons - in jeder Hinsicht", sagt ein Traubenhändler vom Nordkap.


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