Vorreiterrolle von Bio-Weltmeister Österreich in Europa

Vor 25 Jahren begann mit 'Ja! Natürlich' eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Der Einstieg der Supermarktketten BILLA und MERKUR in Bio war ein Meilenstein in der Entwicklung Österreichs zum Biomusterland in Rot-Weiß-Rot. Heute ist Österreich Bioweltmeister, Ja! Natürlich nicht nur die größte Lebensmittelmarke, die beliebteste Bio-Marke Österreichs, sondern auch die größte Bio-Marke weltweit relativ zu ihrem Verbreitungsgebiet.

„Angefangen hat alles 1994 mit dem Wunsch, biologische Lebensmittel von bester Qualität nicht nur einigen wenigen, der Bio-Landwirtschaft verbundenen Menschen, anzubieten. 'Ja! Natürlich' hatte das Anliegen, Bio für alle erreichbar und erschwinglich zu machen", so 'Ja! Natürlich'-Geschäftsführerin Martina Hörmer: "Und damit der biologischen Landwirtschaft auch die für eine Ökologisierung der Landwirtschaft erforderlichen Absatzmöglichkeiten zu eröffnen. Als führende Bio-Marke hatten wir von Anfang an die Verantwortung, entschlossen vorauszugehen. In all den Jahren sind wir diesem Grundsatz der Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt treu geblieben. 'Ja! Natürlich' war nie nur einfach eine Marke für Bio-Lebensmittel nach den gesetzlichen Standards, sondern stets geprägt vom unermüdlichen Einsatz für Qualität ohne Kompromisse, Genuss in Vollendung und österreichische Herkunft als Prinzip – und dies gemeinsam mit unseren Lieferantinnen und Lieferanten, die uns in jahre- und jahrzehntelangen Partnerschaften eng verbunden sind."

Green Packaging, Bio-Garten und Palmölfreiheit
Bei Themen wie artgerechter Tierhaltung und Green Packaging, Bio-Garten und Palmölfreiheit oder zuletzt durch das Bewusstmachen der Bedeutung gesunder Böden für die Qualität der Lebensmittel und der Biodiversität war man einer breiten öffentlichen Diskussion stets einen Schritt voraus.  Ja! Natürlich hat die österreichische Agrarpolitik maßgeblich positiv beeinflusst und immer eine strategische Rolle im Rahmen der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie und des Klimaschutzes gespielt. 

Bio-Weltmeisters Österreich
„Ja! Natürlich hat einen erheblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte des Bio-Weltmeisters Österreich“, stellt auch Jan Niessen, Professor für Strategische Marktbearbeitung in der Biobranche an der Technischen Hochschule Nürnberg, fest. In Abgrenzung zu Deutschland, aber auch dem übrigen Europa, diagnostiziert der Experte für Österreich die frühen gemeinsamen Anstrengungen von Handel und Landwirtschaft als wesentliche Erfolgskriterien: „In Österreich gibt es seitens des Lebensmittelhandels schon lange ernsthafte Anstrengungen, Bio in die Breite zu bringen – und gleichzeitig stetig die Qualität von Bio, erweitert um Mehrwerte wie Regionalität, Tier- und Artenschutz oder Bodenfruchtbarkeit, weiter nach oben zu schrauben. Das fordert die Produzenten heraus, sich stets weiter zu entwickeln und gleichzeitig den Prinzipien der Bio-Bewegung treu zu bleiben. Davon profitieren die Konsumentinnen und Konsumenten ebenso wie die Landwirtschaft selbst, deren Arbeit entsprechend honoriert wird und die durch Innovationen zukunftsfit bleibt“, skizziert Niessen die Situation hierzulande. Anders als in Österreich gab es im weltweit zweitgrößten Bio-Markt Deutschland lange Berührungsängste mit dem allgemeinen Lebensmittelhandel, sodass die Potenziale für Bio noch nicht ausgeschöpft wurden und der Handel erst spät die Potenziale für sich – und damit für die gesamte Gesellschaft – entdeckt hat.

Bio ist die Zukunft
Markus Brandenstein, Bio-Landwirt aus Marchegg in Niederösterreich und Ja! Natürlich Bauer der ersten Stunde sieht den Handel ebenfalls in einer wichtigen Vermittlerrolle. Dieser müsse den Konsumentinnen und Konsumenten im öffentlichen Diskurs Rede und Antwort stehen und die Ansprüche und Leistungen der biologischen Landwirtschaft für jedermann möglichst einfach begreifbar machen. „Bio hat für mich nicht nur Zukunft, Bio ist die Zukunft! Als Vermittler zwischen End-Kundinnen und -Kunden und uns Produzentinnen und Produzenten ist es Aufgabe des Handels klarzustellen, dass Bio seinen Preis haben muss, weil es einfach auf vielen Ebenen nachhaltiger ist. Der Mehraufwand, der uns Bio-Bäuerinnen und -Bauern dadurch entsteht, muss entlohnt werden und das sollte uns allen unsere Erde wohl hoffentlich auch wert sein.“ Dazu bestätigt Jan Niessen: „Wenn die Preise die Wahrheit sprechen würden, ist Bio insgesamt günstiger als konventionell. Die Generation von Greta Thunberg wird das sicher verstehen und den Bio-Konsum stärken, denn die wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen vor.“


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