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Europäische Kommission veröffentlicht Liste der 20 wichtigsten Schädlinge

Die Europäische Kommission hat eine Liste von 20 regulierten Quarantäneschädlingen veröffentlicht, die als wichtig eingestuft werden, darunter Xylella fastidiosa, der Japankäfer, der asiatische Laubholzbockkäfer, Citrus Greening und Citrus Black Spot, deren wirtschaftliche, ökologische und soziale Auswirkungen auf das Gebiet der EU am schwersten sind. Die Mitgliedstaaten müssen Informationskampagnen für die Öffentlichkeit durchführen, ebenso jährliche Erhebungen, Notfallpläne, Simulationsübungen und Aktionspläne für die Tilgung dieser Schädlinge erstellen.

Kommissionsmitglied Vytenis Andriukaitis, zuständig für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, begrüßte die Annahme dieser Liste und erklärte: "Pflanzengesundheit stand in den letzten fünf Jahren ganz oben auf der Tagesordnung meines Mandats. Deshalb freue ich mich ganz besonders, Teil dieser Einordnung gewesen zu sein, die der EU und den Mitgliedstaaten helfen wird, die Vorsorge und frühzeitigen Maßnahmen gegen sehr gefährliche Pflanzenschädlinge zu verbessern, sowie zum europäischen Green Deal zum Schutz unserer biologischen Vielfalt, der natürlichen Ökosysteme und der EU-Landwirtschaft beizutragen."

Tibor Navracsics, Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, verantwortlich für die Joint Research Centre, sagte: "Um unsere Pflanzen und die Lebensqualität unserer Bürger wirksam zu schützen, müssen wir zunächst die negativen Auswirkungen von Schädlingen wie dem Japankäfer oder dem Citrus Black Spot auf unsere Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft erfassen. Dank eines neuen vom Joint Research Centre entwickelten Indikators können wir nun die von diesen Schädlingen verursachten Schäden in mehreren Dimensionen abschätzen, auch in weniger greifbaren, wie Landschaft und Kulturerbe oder Biodiversität und Ökosysteme. Auf diese Weise konnten wir die 20 schlimmsten Schädlinge identifizieren, auf die wir unsere Bemühungen konzentrieren sollten."

Die Auswahl der Schädlinge stützt sich auf die vom Joint Research Centre der Kommission und der European Food Safety Authority durchgeführten Bewertung, die die Wahrscheinlichkeit der Ausbreitung, Etablierung und Folgen dieser Schädlinge für die Union berücksichtigt. Die Ansichten einer speziellen Expertengruppe und das öffentliche Feedback, das über das Portal für bessere Rechtsetzung gegeben wurde, wurden ebenfalls berücksichtigt.

Die neue Methodik zeigt beispielsweise, dass das Bakterium Xylella fastidiosa, der Schädling mit den größten Auswirkungen auf landwirtschaftliche Nutzpflanzen, einschließlich Obst, jährliche Produktionsausfälle in Höhe von 5,5 Mrd. € verursachen könnte. Betroffen sind 70% der älteren Olivenbäume (über 30 Jahre alt) und 35% der jüngeren Olivenbäume in der EU. Neben den direkten Auswirkungen auf die Produktion haben Schädlinge erhebliche indirekte Auswirkungen auf ein breites Spektrum von vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweigen. Sollte sich beispielsweise der asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) über die gesamte EU ausbreiten, könnte dies zu einem direkten Verlust von über 5% des gesamten Anbaubestands mehrerer EU-Forstbaumarten wie Erle, Esche, Buche, Birke, Ulme, Ahorn oder Platane führen. Diese Bäume haben einen Wert von 24 Mrd. €, die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den vorgelagerten Forstsektor könnten sich auf 50 Mrd. € belaufen.

Für weitere Informationen: 
European Commission
Tel: +32 2299 9696
www.ec.europa.eu


Erscheinungsdatum:



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