Schottische Wissenschaftler untersuchen Bedrohung durch Stinkwanzen

Wissenschaftler untersuchen, ob sich in Schottland eine Stinkwanze, die für eine Vielzahl von Nutzpflanzen verheerende Auswirkungen hat, etablieren könnte. Der Brown Marmorated Stink Bug stammt aus Ostasien, hat sich aber Ende der 90er Jahre in die USA ausgebreitet, nachdem er an Packkisten mitgenommen wurde.

Das Insekt, das seinen Namen von dem stechenden Geruch hat, den es bei Bedrohung freisetzt, wurde seither in Teilen Europas, darunter Deutschland, der Schweiz und Italien, aber auch in Russland und Georgien gefunden.

Jetzt untersuchen Forscher vom schottischen Rural College (SRUC), dem James-Hutton-Institute und SASA (Science & Advice for Scottish Agriculture), ob sie bereits in Schottland gelandet ist - und wenn ja, ob die Wanze sich hier langfristig etablieren könnte. Sie haben Sexualpheromonfallen an strategischen Punkten im ganzen Land aufgestellt, einschließlich in der Nähe des Flughafens von Edinburgh und in Anbaugebieten für Beerenobst, um den Käfer anzuziehen, wenn er bereits hier ist.

Forscher des James-Hutton-Institute und von SASA entwickeln auch DNA-Barcodes, um den Brown Marmorated Stink Bug von ähnlichen, weniger schädlichen Arten zu unterscheiden.

Dr. Andy Evans, Experte für Schädlingsbekämpfung im Forschungsteam von SRUC's Crop and Soils Systems, untersucht anhand von Klimamodellen, ob das schottische Klima für das Überleben der Art sowohl jetzt als auch in zukünftigen Klimaszenarien bis 2080 günstig ist.

Sruc.ac.uk zitierte weiter Dr. Evans: „Aus schottischer Sicht war es die Beerenobstindustrie, die Bedenken über dieses Insekt äußerte, vor allem wegen der Schäden, die es für die Kulturen verursachen kann, aber auch wegen der Auswirkungen, die es auf den Export haben könnte. Frühere Daten deuten darauf hin, dass die Wanze sich in Schottland nicht im Freien fortpflanzen. Die Insekten brauchen eine gewisse Zeit warmer Temperaturen, um ihren Lebenszyklus zu beenden und in einer Außenumgebung in Schottland gibt es wahrscheinlich nicht genug Tage mit hohen Temperaturen, um dies zu tun.“

Nach Abschluss des Projekts Ende November werden die Forscher Karten erstellen, die gefährdete Gebiete für die zukünftige Überwachung aufzeigen.


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