"Die Türkei könnte die europäische Nachfrage nach Bio-Frischprodukten decken"

Der stellvertretende Professor Mesut Eren vom Institut der Europäischen Union der Marmara-Universität sagte, dass die Türkei die Nachfrage der europäischen Länder nach Bio-Frischprodukten decken könnte, sobald sich die Verhandlungen über die Zollunion verbessern. Eren fügte hinzu, dass die Türkei über große Flächen verfügt, die für den ökologischen Landbau geeignet sind.

Prof. Eren informierte die Mitglieder der Biolandbau-Verbände in einem Training, das im Palandoken Ski Center im Rahmen des „Projekts zur Steigerung der Managementkapazität und Reputation zivilgesellschaftlicher Organisationen in der Türkei“ organisiert wurde. In diesem von der EU geförderten Training betonte Eren, dass die Türkei über Flächen verfügt, die für den ökologischen Landbau geeignet sind und erklärte außerdem: „Wir haben große Felder, die frei von Pestiziden sind, die keinen Umweltschäden ausgesetzt sind und somit für den ökologischen Landbau geeignet sind. Davon möchten wir profitieren. Bioprodukte sind etwas teuer, aber wir haben damit begonnen, sie zu kaufen. In diesem Bereich liegt die Zukunft. Wir wollen, dass die Zollunion mit der EU auch auf den Export von Agrarprodukten ausgedehnt wird. Wenn wir das schaffen, wird die Türkei beim Export eine sehr vorteilhafte Position einnehmen. Es ist möglich, dass die Türkei den europäischen Bedarf an Bio-Frischprodukten decken wird. Die Verhandlungen über die Zollunion zielen darauf ab, in diese Richtung zu gehen. Die Verhandlungen werden bald beginnen.“

Prof. Eren sprach auch über die aktuelle Agrarpolitik in der Türkei: „Derzeit wissen wir nicht, wer was pflanzt, wer was erntet und welche Erträge für die nächste Saison erwartet werden. Dies ist jedoch in 28 Ländern der EU ein Standardverfahren. Polen zum Beispiel weiß, wie viel es gepflanzt hat und wie viel es in der nächsten Saison ernten will. Leider funktioniert es in der Türkei nicht so. Unsere Landwirte pflanzen das Produkt, das am profitabelsten ist. Dann pflanzt jeder das gleiche Produkt und aufgrund eines Überschusses lohnt es sich nicht einmal die Produkte zu ernten. Das wird sich jedoch mit der Integration in die EU ändern. Soweit ich in den Schulungen zum biologischen Landbau sehen kann, gibt es Produzenten, die wissen, was sie tun und wie man diese Möglichkeiten nutzt. Unsere Trainings waren sehr produktiv.“

Quelle: DHA (Turgay Ipek)


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