Ausrottung in Spanien, Update zu Mexiko

Positive Probe für ToBRFV in Aubergine in Mexiko gefunden

In Mexiko wurde das Tomatenbraune Rugose-Fruchtvirus erstmals 2018 in Michoacán beobachtet. Weitere Untersuchungen wurden durchgeführt, um das Vorhandensein des Virus in Mexiko zu beurteilen. Bis Februar 2019 wurden 117 Ausbrüche in 20 Staaten gefunden (Aguascalientes, Baja California, Baja California Sur, Chiapas, Chihuahua, Coahuila, Colima, Durango, Guanajuato, Hidalgo, Jalisco, Michoacán, Morelos, Puebla, San Luis Potosi, Sinaloa, Sonora, Tamaulipas, Yucatán, Zacatecas). ToBRFV verursacht Schäden an Tomaten (Solanum lycopersicum) und Capsicum sp. Pflanzen. Die EPPO gibt einen Überblick über die Situation, da im Dezember 2018 eine positive Probe für ToBRFV auch bei Aubergine (Solanum melongena) in der Gemeinde Elota (im Staat Sinaloa) festgestellt wurde.

Dies ist der erste gemeldete Fall von S. melongena. Es sei darauf hingewiesen, dass in einer anderen Studie Impfversuche nicht zu einer Virusübertragung auf S. melongena geführt haben (cv. Classic, cv. 206 - Luria et al., 2017).

Phytosanitäre Maßnahmen werden ergriffen, um das Eindringen und die Verbreitung von ToBRFV auf dem mexikanischen Staatsgebiet zu mildern. Dazu gehören phytosanitäre Anforderungen an die Einfuhr von Saatgut, Setzlingen, Pflanzen und Stecklingen von Tomaten, Paprika und Auberginen sowie nationale Vorschriften für die Herstellung von Vermehrungsmaterial aus Tomaten, Paprika und Auberginen.

Europäische Situation
In Italien wurde das Tomatenbraune Rugose-Fruchtvirus erstmals 2019 in Sizilien und im Mai 2019 in Piemonte in einem Gewächshaus mit Tomatenfrüchten beobachtet. Sofort wurden Maßnahmen zur Beseitigung ergriffen (Zerstörung aller Pflanzen im Gewächshaus durch Verbrennung und Desinfektion der Anlagen). Offizielle Umfragen wurden durchgeführt in den Bereichen rund um das Gebiet des betroffenen Gewächshauses und es wurde kein weiterer Ausbruch festgestellt. Dieser Ausbruch gilt daher als ausgerottet, wurde in einem EPPO-Bericht mitgeteilt.

Europäische Institute
Auf Druck mehrerer virenfreier Mitgliedstaaten wurde im vergangenen Monat auf europäischer Ebene beschlossen, dem ToBRFV den Q-Status zu verleihen, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

Das Tomatenbraune Rugose-Fruchtvirus (ToBRFV) erhält ab dem 1. November den Quarantänestatus (Q-Status). Von diesem Tag an wird eine europäische Notfallverordnung in Kraft treten, die vorsieht, dass jeder Fall des Virus in Europa veröffentlicht werden muss. Die Entscheidung wurde von der Europäischen Kommission im Juli getroffen. Für Tomaten und Paprika gelten spezifische Maßnahmen, wobei die Einschleppung und Verbreitung des Virus in der EU verboten ist.

Die Maßnahmen gelten ab dem 1. November sowohl für Paprika- und Tomatenproduzenten als auch für Züchter und Jungpflanzenproduzenten, die mit einer oder beiden Kulturen arbeiten.

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